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Nathalie Christen: «Ich rechne mit weiteren Massnahmen»
Aus Tagesschau vom 17.12.2020.
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Corona-Massnahmen Berset stellt Restaurant-Schliessungen zur Debatte

  • Weihnachten zum Trotz: Heute Freitag informiert der Bundesrat über die Verschärfung der Corona-Massnahmen.
  • Offenbar schlägt Gesundheitsminister Alain Berset dem Gesamtbundesrat die Schliessung aller Gastrobetriebe für einen Monat vor.
  • Das berichten «Tagesanzeiger» und «Blick» übereinstimmend. Sie berufen sich auf bundesratsnahe Kreise.
  • Während Läden vorerst offen bleiben könnten, wolle Berset auch alle Sport- und Freizeitanlagen schliessen.

Mit den geplanten Verschärfungen kommt der Bundesrat den Forderungen der nationalen Corona-Taskforce, der Kantonsärzte und des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) nach. Sie hatten vor zwei Tagen eindringlich zur Ergreifung schweizweiter Massnahmen samt grossräumiger Schliessungen von Betrieben aufgerufen. «Je früher, desto besser», betonte Taskforce-Chef Martin Ackermann.

In den letzten Tagen hatten sich auch mehrere grosse Spitäler mit Appellen an die Politik gewandt: Sie seien am Anschlag, es brauche griffigere Massnahmen, um die Fallzahlen und damit die Belastung der Spitäler zu verringern.

Statt wie ursprünglich geplant bis nach Weihnachten zu warten, will der Bundesrat laut «Tagesanzeiger» und «Blick» bereits morgen Freitag die Corona-Massnahmen weiter verschärfen. In Kraft treten sollen die griffigeren Vorschriften den Medien zufolge erst am Dienstag, 22. Dezember. Demnach sollen ab Dienstag Gastronomiebetriebe schweizweit für einen Monat schliessen müssen. Kantone mit einer besseren epidemiologischen Lage dürften jedoch selber entscheiden, ob sie die Restaurants offen lassen möchten.

Bundesrat berät mehrere Varianten

In dieser Shutdown-ähnlichen Variante müssten nebst den Gastronomiebetrieben auch alle Sport- und Freizeitanlagen sowie Museen und Bibliotheken schliessen. Verkaufsläden könnten gemäss Bersets Vorschlag vorerst weiterhin geöffnet haben – unter Berücksichtigung der bisherigen Regeln.

Doch auch ein gemächlicheres Vorgehen ist denkbar: Berset unterbreite dem Gesamtbundesrat mehrere Varianten, über die dieser heute beraten werde, schreibt der «Tagesanzeiger». Es seien auch Ausnahmen möglich – wie etwa beim Sonntagsverkauf, sodass Bäckereien wieder Brot, Gipfeli und Patisserie verkaufen dürften.

Echo der Zeit, 15.12.2020, 19:00 Uhr;

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87 Kommentare

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  • Kommentar von Christoph Blaser  (Monti)
    Die Polarisierung der Meinungen in diesen Foren nimmt zu, die Toleranz für andere Meinungen schwindet, der Ton wird immer gehässiger. Es gibt hier fast nur noch Äusserungen von fanatischen Massnahmengegnern und solchen, die am liebsten heute noch das ganze gesellschaftliche Leben komplett herunterfahren möchten. Differenzierte, faktenbasierte Äusserungen haben keinen Platz mehr und werden aggressiv erstickt. Was weder Corona, noch die Massnahmen geschafft haben, zerstören wir jetzt selbst.
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    1. Antwort von Markus Baumann  (pierrotlunaire)
      Sie formulieren hier eine Beobachtung, die ich im Netz auch bei anderen Themen (Klima, Migration, Parteienpolitik) mache. Im persönlichen Gespräch mit (auch anders denkenden) Menschen erlebe ich mehr Offenheit und Bereitschaft, andere Perspektiven kennen zu lernen. Im Netz scheinen viele Meinungen betoniert zu sein. Ob es an der nötigen Zeit zum Nachdenken fehlt? Oder lässt man sich emotionalisieren und vergisst darüber die Sachlichkeit? Nachdenken braucht Zeit.
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  • Kommentar von André Escher  (Kritikus)
    Es ist grotesk: Solange die Spitäler genügend Platz (z.B. 70% freie Betten) haben, werden keine oder nur wenige Massnahmen ergriffen. Die Anzahl verstorbener Menschen interessiert in der Diskussion um Restaurant/Skipisten-Schliessungen nur am Rande; so nach dem zynischen Motto: Hauptsache es hat genügend Spitalbetten zum Abserbeln.
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  • Kommentar von erwin schatt  (erwin.schatt)
    Wenn man schon die restarant schliesst, dan müsste man aber auch alle läden wo nicht für den täglichen gebrauch waren verkaufen schliessen.
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