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Debatte über Aufhebung der Homeoffice-Pflicht
Aus Tagesschau vom 22.05.2021.
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Corona-Massnahmen Wirtschaftsverbände wollen aus dem Homeoffice – auch ohne Tests

Der Bundesrat will die Homeoffice-Pflicht aufheben, für Betriebe die regelmässig testen. Den Verbänden geht das zu weit.

Impfen und Testen: Das sind die beiden Säulen, auf denen der Bundesrat den Weg aus der Pandemie baut. Und beim Testen werden auch die Firmen in die Pflicht genommen. Will ein Unternehmen von der Homeoffice-Pflicht entbunden werden, soll das gestattet werden, wenn die Angestellten regelmässig getestet werden. Das hat der Bundesrat am 12. Mai in die Vernehmlassung an die Kantone und die Sozialpartner gegeben.

Dabei hat die Landesregierung angekündigt, dass die Kosten für Tests und Poolings vom Bund übernommen werden. Kurz vor Schluss dieser Vernehmlassung zeigt sich: Die grossen Schweizer Wirtschafts- und Branchenverbände sagen «Ja, aber» zu regelmässigen internen Corona-Tests.

Das Durchführen von Tests in Unternehmen muss gut organisiert und professionell ausgeführt werden. Dass nun ab Juni auch Firmen regelmässige Corona-Tests organisieren sollen, hat zu Beginn einige Kritik ausgelöst, zum Beispiel beim Arbeitgeberverband.

Aus Gründen der Fairness

Bei Economiesuisse, dem anderen grossen Wirtschafts-Dachverband, stellt man sich nicht generell dagegen: «Grundsätzlich geht der Plan des Bundesrates in die richtige Richtung», meint Rudolf Minsch, Leiter Wirtschaftspolitik bei Economiesuisse. Gefordert werde aber eine vollständige Aufhebung der Homeoffice-Pflicht für alle Betriebe und nicht nur für diejenigen, die testen.

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Rudolf Minsch: «Wir fordern eine vollständige Aufhebung der Homeoffice-Pflicht»
Aus News-Clip vom 22.05.2021.
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In gewissen Kantonen gäbe es immer noch grosse Hindernisse, Bürokratie und Aufwände für die Unternehmen. «Von dem her wäre es einfach nicht fair, wenn dort die Betriebe nicht aus dem Homeoffice zurückkommen könnten, während andere Betriebe aus zum Beispiel den Kantonen Zürich, Graubünden oder Baselland, wo solche Testungen in Betrieben gut funktionieren, die Homeoffice-Pflicht aufheben könnten», betont Minsch weiter.

Viele Firmen haben Testkonzepte

Keine Homeoffice-Pflicht mehr und Tests ohne bürokratische Hürden – das kommt auch beim Schweizerischen Versicherungsverband gut an. Als Beispiel einer direkt betroffenen Branche schreibt der Verband: «Eine abschliessende Übersicht, welche Mitglieder Tests anwenden, haben wir nicht. Viele Versicherungsgesellschaften haben Testkonzepte und sind bereit, diese umzusetzen.»

Im Bundeshaus konnte man Anfang März miterleben, wie es geht: Zu Beginn der Frühlingssession liessen sich eine Mehrheit der Parlamentarierinnen und Parlamentarier und auch Angestellte der Bundesdienste testen.

Keine Homeoffice-Pflicht mehr, dafür Corona-Tests in der Firma: Das sollte keine unüberwindbare Hürde sein. Etliche Kantone haben bereits bewiesen, dass dies fast kinderleicht ist.

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Aus dem Archiv: Wo es mit der Homeoffice-Pflicht schwierig wird
Aus SRF News vom 16.01.2021.
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Tagesschau, 22.05.21, 19:30 Uhr;

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36 Kommentare

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  • Kommentar von Mirjam Rhyner  (MirjRhy)
    Ich finde es bedenklich, dass Lehrling (z.B. KV, Informatiker) nach nur drei Monaten Lehre ins Homeoffice geschick wurden. Diese nur per Telefon zu begleiten, finde ich absolut fahrlässig! Ich weiss, dass dies gemacht wird, auch wenn es heisst "Pflicht wo möglich". Bei Lehrlingen scheint mir, dass der Betrieb die Pflicht zur Ausbildung höher gewichten müsste.
  • Kommentar von Erich Weber  (weber26)
    Homeoffice, gut gemeint und eigentlich eine gute Idee! Leider wurde und wird diese Arbeitsmöglichkeit von Teilen der Arbeiterschaft schamlos ausgenutzt! Deshalb MUSS die Pflicht aufgehoben werden! Der Arbeitgeber hat das Recht prüfen zu können ob seine Arbeit richtig erledigt wird! Homeoffice als MÖGLICHE ARBEITSART, ja natürlich!
    1. Antwort von Jonas Baumgartner  (J. Baumgartner)
      Sehr geehrter Herr Weber. Studien zeigen, dass Mitarbeiter im Homeoffice im Schnitt mehr arbeiten als im Büro vor Ort. Die Kontrolle, ob die Arbeiten richtig erkedigt werden, sollte der Arbeitgeber am Endergebnis ablesen können. Homeoffice hat auch für den Arbeitgeber Vorteile, so müssten streng genommen weniger Immobolien gemietet und gekauft werden, da der Platzbedarf für Mitarbeiter reduziert wird.
    2. Antwort von Andreas Buser  (AnMaBu)
      Jede Firma kann Homeoffice beenden, wenn sie regelmässsig die Mitarbeitenden testet. Wo liegt das Problem ? Und wo ist die Solidarität gegenüber Jenen, die sich nicht impfen lassen können und einen schweren Verlauf befürchten müssen?
    3. Antwort von Erich Meier  (Eme)
      Wenn Sie Mitarbeiter haben, welche Sie im HomeOffice schamlos ausnutzen, dann werden diese Mitarbeiter das auch tun sobald Sie ihnen im Büro den Rücken drehen.

      Anders gesagt, dann haben Sie primär ein Führungsproblem.
    4. Antwort von Peter Stauffacher  (Peter Stephan Stauffacher)
      Sie scheinen wohl weder eine Führungsposition zu haben noch eine eigene Firma Herr Baumgartner.
      Inwiefern hilft es Ihnen wenn Arbeitnehmende im Schnitt mehr arbeiten.
      Erstens bedeutet mehr arbeiten nicht automatisch, dass auch das Ergebnis besser ist.
      Zweitens hilft es Ihnen auch nichts wenn Ihre Angestellten bzw. Untergebenen nicht zu denen gehören die im Schnitt mehr arbeiten.
      Ich kenne persönlich sehr viele Leute die freiwillig ins Büro zurück wollen/sind, trotz Homeofficepflicht.
    5. Antwort von Jonas Baumgartner  (J. Baumgartner)
      Sehr geehrter Herr Stauffacher, es stimmt, dass Mehrarbeit nicht gleich besseres Ergebnis ist. Solange aber das Ergebnis stimmt, sehe ich für den Arbeitgeber keine Notwendigkeit, dass der Mitarbeiter zwingend zurück an den Arbeitsplatz kehrt. Wenn Ihre Untergebenen Homeoffice schamlos ausnutzen, werden diese auch im Büro ihre Wege finden untätig zu sein. Dann haben Sie allgemein ein Problem und bei der Mitarbeiterwahl nicht gut genug gearbeitet. Manchen Mitarbeitern taugt HO auch nicht, stimmt.
  • Kommentar von August Meier  (And007)
    Also ausgedeutscht, Profit maximieren, koste es was es wolle auch wenn es mit der Gesundheit der Mitarbeiter gemacht wird. Wie Rücksichtslos!
    1. Antwort von Andreas Buser  (AnMaBu)
      Genau! Und bei Abstimmungen schieben die selben Patrons ihr Personal ins Zentrun und heucheln Solidarität mit den Mitarbeitenden, in dem sie vir dem Verlust von Arbeitsplätzen warnen.