Zum Inhalt springen

Header

Audio
Avenir Suisse mit Corona-Monitoring zur Krisenbewältigung der Kantone
Aus HeuteMorgen vom 15.12.2021.
abspielen. Laufzeit 1 Minute 54 Sekunden.
Inhalt

Corona-Monitoring der Kantone Avenir Suisse bewertet die Krisenvorsorge nur mit «genügend»

Viele Kantone hätten sich schwergetan zu realisieren, in welcher Krisenlage die Schweiz sei. So das Resultat einer Untersuchung der liberalen Denkfabrik.

Nur gerade «genügend» fällt das Urteil einer Untersuchung der Kantone zur Krisenbewältigung der Pandemie von Avenir Suisse aus. Die Kantone hätten teilweise Mühe bei der Bewältigung der Pandemie gehabt, sagt Studienautor Lukas Schmid.

Lukas Schmid

Lukas Schmid

Finanzpolitik- und Föderalismusexperte

Personen-Box aufklappen Personen-Box zuklappen

Lukas Schmid setzt sich bei Avenir Suisse mit Finanzpolitik, Föderalismus und direkter Demokratie auseinander. Nach dem Volkswirtschaftsstudium an der Universität St. Gallen war als am Lehrstuhl für politische Ökonomie der Universität Luzern tätig.

Der Föderalismusexperte sagt weiter: «Die Krisenvorsorge hätte besser sein können. Einige Kantone haben sich schwergetan, sich bewusst zu werden, in was für einer Gesundheitsnotlage wir überhaupt stecken.»

Nicht sonderlich gut vorbereitet

So untersuchte Avenir Suisse etwa, wie gut das Nachverfolgen von Infektionsketten über das Contact-Tracing funktionierte, wie stark die Kantone die Covid-Impfkampagne förderten oder wie grosszügig sie bei der Härtefallhilfe waren.

Natalie Rickli (SVP), Jacqueline Fehr (SP) und Carmen Walker Späh (FDP) in der Hauptbahnhofshalle-
Legende: So setzte beispielsweise der Kanton Zürich bei der landesweiten Impfwoche aufs Impfmobil, wie Regierungsrätinnen Natalie Rickli (SVP), Jacqueline Fehr (SP) und Carmen Walker Späh (FDP) im November am Hauptbahnhof mitteilten. Keystone/Archiv

Die Denkfabrik kommt zum Schluss, dass die Mehrheit der Kantone nicht sehr gut vorbereitet war. Mangelhaft sei etwa gewesen, dass viele Kantone nicht mit einer derart langen Krise rechneten. Besser habe das insbesondere der Kanton Graubünden gemacht, sagt Lukas Schmid.

Graubünden macht vieles richtig

Die Bündner erhalten deshalb im Kantonsvergleich von Avenir Suisse die beste Note: «Was die Bündner auszeichnet, ist die Tatsache, dass sie unabhängig vom genauen Krisencharakter die Zuständigkeiten für verschiedene Akteure in der Krisenvorsorge und der Krisenbewältigung vorher geklärt haben.»

Kassenhaus an der Ski-Piste mit Wanrhinweis zu Maskentragepflicht.
Legende: Darüber hinaus galt das Bündnerland mehrfach als Musterkanton. Kürzlich startete Graubünden mit der Booster-Impfung für alle und im Februar 2021 wurden alle Bündnerinnen und Bündner einmal durchgetestet. Keystone/Archiv

Genau dies sei hingegen in verschiedenen anderen Kantonen ungenügend gewesen. Für Avenir Suisse ist es deshalb zentral, dass nun die richtigen Schlüsse aus der Krise gezogen würden.

Mehr Vorsorge nötig

Schmid erläutert das so: «Es muss eine gewissenhafte Krisenvorsorge betrieben werden. Es ist wichtig, dass die Kantone dazu animiert werden, ihre Verantwortung wieder wahrzunehmen.» Sie müssten also der Pandemievorsorge mehr Gewicht geben, so Schmid.

Kuppe des Bundeshaus mit den Kantonswappen
Legende: War der Föderalismus mit der Krisenbewältigung inkompatibel? Das System der Schweiz müsse nicht grundlegend verändert werden, sagt Schmid. Keystone/Archiv

Dass die Kantone insgesamt nicht besonders gut abschnitten, bedeutet für ihn allerdings nicht, dass das Schweizer System grundlegend geändert werden müsse. Der Föderalismus sei richtig und wichtig, weil die Politik damit näher bei den Leuten sei, so seine Schlussfolgerung.

HeuteMorgen, 15.12.2021, 06:00 Uhr

Jederzeit top informiert!
Erhalten Sie alle News-Highlights direkt per Browser-Push und bleiben Sie immer auf dem Laufenden.
Schliessen

Jederzeit top informiert!

Erhalten Sie alle News-Highlights direkt per Browser-Push und bleiben Sie immer auf dem Laufenden. Mehr

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren. Weniger

Sie haben diesen Hinweis zur Aktivierung von Browser-Push-Mitteilungen bereits mehrfach ausgeblendet. Wollen Sie diesen Hinweis permanent ausblenden oder in einigen Wochen nochmals daran erinnert werden?

Meistgelesene Artikel

Nach links scrollen Nach rechts scrollen

64 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Aktuell sind keine Kommentare unter diesem Artikel mehr möglich.

  • Kommentar von Beatrice John  (Bj)
    Ich sorge mich aktuell um die "Nichtfreigabe" der Boosterimpfung unter 6 Mt. Fehlende Kapazitäten bei den Kantonen? Zumindest in meinem Wohnkanton gäbe es noch freie. Ich verstehe nicht, dass man auf dieser 6 Mt.- Grenze beharrt. Für mich, bereits seit 2 Mt. geboostert, ist die Aufhebung dieser Regel längst überfällig. Das individuelle handeln der Kantone bleibt ja...
  • Kommentar von SRF News (SRF)
    Guten Abend liebe Community
    Vielen Dank fürs Mitdiskutieren. Wir schliessen die Kommentarspalte aus personellen Gründen heute ausnahmsweise früher. Liebe Grüsse und einen schönen Abend, SRF News
  • Kommentar von Roland Peter  (Vagus Romanus)
    Unser föd. System, Lobbyisten, Verbände sowie den Drang es allen recht zu machen und ja keinen zu diskriminieren, ist eine Katastrophe. In Krisen sind unpopuläre und aussergewöhnliche Entscheidungen notwendig aber der Mut fehlt. Vom Bundesrat bis zur Gemeinde. Dieses Reduit-Verhalten und erst mal beobachten aber in die Ferien wollen und alle Freiheiten geniessen, ist zum Schreien. Ich weiss besser Bescheid über die Fallzahlen und Entschiede in DE oder IT als in meiner Wohngemeinde / Schulbehörde