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Corona-Pandemie Silvester ohne Feuerwerk: Zieht die Schweiz nach?

  • Letzte Woche haben die Niederlande ein allgemeines Feuerwerksverbot an Silvester beschlossen.
  • In Deutschland wird derzeit über ein mögliches Verbot diskutiert.
  • In der Schweiz ist es ein generelles Verbot dagegen kein Thema.
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Aus dem Archiv: Zwei Wochen «Slowdown» – eine durchzogene Bilanz
Aus Tagesschau vom 11.11.2020.
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In Holland bleibt der Himmel an Silvester dunkel. Das Verbot von Feuerwerkskörpern soll verhindern, dass das wegen Corona stark beanspruchte Pflegepersonal sich zusätzlich um Personen kümmern muss, die durch Feuerwerkskörper verletzt werden.

Letztes Jahr mussten in den Niederlanden rund 1300 Menschen ins Krankenhaus oder zu einer Hausarztambulanz, nachdem sie sich beim Zünden von Feuerwerk verletzt hatten.

Hohe Feinstaubbelastung durch Böller

Auch in Deutschland wird das Thema in den Medien kontrovers diskutiert. Bereits vor der Pandemie forderten Umweltschützerinnen und Umweltschützer ein Verbot. Die Böller würden für eine hohe Feinstoffbelastung sorgen.

An einzelnen Orten wurde ein Verbot für die diesjährigen Silvesterfeiern bereits beschlossen, etwa auf den Ostfriesischen Inseln. Auch in Baden-Württemberg wird laut lokalen Medien über ein solches Verbot nachgedacht.

Keine Grossfeuerwerke in Schweizer Städten

In der Schweiz ist ein solches Verbot dagegen kein Thema. Zwar haben Grossstädte wie Zürich oder Basel ihre offiziellen Feuerwerke wegen des Verbots von Grossanlässen abgesagt.

Dennoch halten die Kantone ein allgemeines Verbot für eher unwahrscheinlich. So gibt das Gesundheitsdepartement des Kantons Basel-Stadt an, ein solches sei aktuell nicht vorgesehen. Auch im Aargau sei ein Verbot «bislang kein Thema», wie es beim Department für Gesundheit und Soziales auf Anfrage heisst. Auch die Kantone Luzern und St. Gallen äussern sich dementsprechend.

Im Kanton Bern bleiben Feuerwerkskörper wohl ebenfalls erlaubt. Das Verbot von Versammlung über 15 Personen gelte aller Voraussicht nach auch Ende Dezember, liess die Gesundheits-, Sozial- und Integrationsdirektion (GSI) wissen. «Aber wenn jemand in seinem Garten eine Rakete abfeuern möchte, sollte das kein Problem sein», so der Mediensprecher.

Im Vergleich zum Ausland ereignen sich in der Schweiz an Silvester relativ wenig Unfälle bei Feuerwerken: Laut der Suva verletzten sich zwischen 2014 und 2018 rund 1100 Menschen. Das sind durchschnittlich 220 Fälle pro Jahr. An Silvester 2018 gab es in der Schweiz 21 Unfälle.

Tagesschau, 11.11.2020; 19:30 Uhr;

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47 Kommentare

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  • Kommentar von Olaf Schulenburg  (freier Schweizer)
    Was hat das mit Corona zu tun? Ein Verbot wird schon lange, seit vielen Jahren diskutiert. Dies jetzt auf Corona zu schieben ist falsch. Ein generelles Feuerwerkverbot ist sowieso längst überfällig. Aus ganz vielen Überlegungen einer zivilisierten Gesellschaft.
  • Kommentar von Roman Kiser  (Xanthyras)
    Feuerwerk ist alles Billigware aus China. Wir fördern dadurch nur schlechte Arbeitsbedingungen und die Umweltbelastung für ein bisschen kurzsichtigen und sehr störenden Schall und Rauch. Feuerwerk ist Ausdruck von unserer Dekadenz und unserer leider grossen Naturunverbundenheit und Ignoranz. Darüber müssen wir hinwegkommen und uns davon verabschieden.
  • Kommentar von Roman Kiser  (Xanthyras)
    Endlich sieht man wie viele Menschen die Feuerwerks-Dekadenz nicht mittragen. Ich würde sofort für ein Verbot unterschreiben.

    Es gibt viele Gründe dafür: Kleine Kinder können wieder schlafen, Haus- und Wildtiere werden nicht mehr gepeinigt, sinnlose Feinstaub und Klimabelastung sinkt, man muss sich den Krach nicht mehr anhören.

    Professionelle Veranstalter wie Städte haben die Möglichkeit auf Drohnenschauen. Das ist eine gemässigte Alternative für die die nicht verzichten wollen.