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Tausende Besucher auf dem Bernexpo-Gelände trotz Corona
Aus Espresso vom 23.10.2020.
abspielen. Laufzeit 04:44 Minuten.
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Corona-Regelung Kanton Bern Suisse-Caravan-Salon findet statt – und was ist mit Corona?

Auf dem Expo-Gelände in Bern werden dieses Wochenende 7000 Besucher pro Tag erwartet. Das sorgt für Kopfschütteln.

Eigentlich sind aktuell im Kanton Bern Veranstaltungen mit mehr als 1000 Personen untersagt. Sportclubs wie SCB und YB müssen in den sauren Apfel beissen und ihre Spiele vor halb leeren Sitzreihen abhalten.

Auf dem gleichen Gelände, wo der SCB seine Hockeyspiele austrägt – auf dem Expo-Gelände – findet dieses Wochenende ein Grossevent statt: Der Suisse-Caravan-Salon. Pro Tag werden bis zu 7000 camping-interessierte Messebesucher erwartet. Viele schütteln da ungläubig den Kopf. Warum wird eine solche Menschenansammlung veranstaltet und sogar zugelassen?

«Das ist keine Spassveranstaltung»

«Das ist etwas anderes», meint Jennifer Somm, Verantwortliche von Suisse-Caravan, gegenüber SRF. Bei dieser Messe handle es sich nicht um eine Spassveranstaltung, sondern um einen Verkaufs- und Beratungsanlass. «Dieser Event ist eher vergleichbar mit einem Einkaufszentrum.» Dementsprechend habe man das Schutzkonzept ausgelegt, die Platzverhältnisse angepasst und auch sämtliche gesellschaftlichen Rahmenanlässe gestrichen. Und die Messeverantwortliche betont: «Den Entscheid zur Durchführung haben nicht wir allein getroffen. Aussteller, Verband und auch Besucher wurden vorab involviert. Wir haben uns stets gefragt, ob man das verantworten kann.»

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Möglich macht es der Bundesrat: Er hat im Juni festgehalten, dass
Aus Schweiz aktuell vom 22.10.2020.
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Und ja, man könne es verantworten. Schliesslich hätten auch die Anlässe der beiden Berner Sportclubs gezeigt, dass eine Durchführung möglich sei, ohne Corona-Ansteckungen, meint Jennifer Somm.

Ein Bisschen Nervosität bleibt

Trotz allem Optimismus: Eine gewisse Nervosität ist bei Jennifer Somm spürbar: «Ich habe sicherlich die letzten Wochen nicht gerade gut geschlafen.» Mit so stark ansteigenden Zahlen habe man schliesslich nicht gerechnet. In den letzten Tagen mussten daher die Verantwortlichen die Schutzmassnahmen verschärfen und Anpassungen vornehmen. «Wir tun, was wir können, schlussendlich liegt es aber auch an der Eigenverantwortung der Besucher.»

Espresso, 23.10.2020, 08:13 Uhr

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