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Quarantäne nach Partybesuchen
Aus Schweiz aktuell vom 02.10.2020.
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Coronafälle an Thurgauer Feier Nach «Chlööpf dii wäg!!!» müssen 300 Partygäste in Quarantäne

Wegen drei Coronafällen nach einer Veranstaltung diskutieren die Behörden, ob die Vorschriften verschärft werden müssen.

An einer Party im thurgauischen Friltschen feierten am vergangenen Samstag 300 Personen. Der kantonsärztliche Dienst habe mittlerweile Kenntnis über drei Covid-Neuinfektionen, welche im Zusammenhang mit der Veranstaltung stünden, teilt der Fachstab Pandemie des Kantons Thurgau mit.

Der Veranstalter habe die Gäste schon im Verlauf der Woche per E-Mail informiert, dass bei einer Person, welche die Veranstaltung besucht hatte, das Coronavirus nachgewiesen wurde. Da nun weitere Besucher positiv getestet wurden, hat der kantonsärztliche Dienst per sofort eine Quarantäne für alle Gäste der Feier angeordnet.

Quarantäne bis 6. Oktober

Die Besucherinnen und Besucher wurden am Donnerstagabend darüber informiert, dass sie sich in Quarantäne begeben müssen. Diese dauert ab Datum der Veranstaltung 10 Tage und somit bis am Dienstag, 6. Oktober. Weiter werden die Betroffenen in Kürze durch das Contact Tracing-Team des Kantons Thurgau kontaktiert.

Bei der Veranstaltung handelt es sich um die «Chlööpf dii wäg!!»-Party des Vereins «Plöööree-Team». Gemäss den Thurgauer Behörden sollen sich Personen, welche den Anlass besucht haben, unverzüglich in Quarantäne begeben.

Erster grosser Fall im Thurgau

Gemäss der Leiterin des Thurgauer Amtes für Gesundheit, Karin Frischknecht, gab es im Kanton Thurgau bisher noch keinen vergleichbaren Fall: «Es ist der erste Fall in dieser Grösse, bei dem wir sehr viele Personen in Quarantäne schicken müssen.»

Das Schutzkonzept des Veranstalters wirke seriös und dieser habe aus derzeitiger Sicht keine Fehler gemacht, sagt Frischnkecht: «Mit einer Maskenpflicht hätten die Fälle aber sicher minimiert werden können.» Der Fachstab Pandemie des Kantons Thurgau werde sich nun mit der Frage beschäftigen, ob die Vorschriften für Veranstaltungen im Thurgau verschärft werden müssen.

SRF 4 News, 02.10.2020, 08.30 Uhr;

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15 Kommentare

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  • Kommentar von Günter Rieker  (guedi)
    Und wie viele zeigen ernsthafte Symptome und mussten hospitalisiert werden?
    Oder ist es eher eine symptomlose "Erkrankung" und dafür müssen nun 300 Personen 10 Tage in Quarantäne (? Arbeitsausfall).
    Gebt den Leuten ein Fähnli oder eine rote Mütze und dann können sich alle Mitglieder einer Risikogruppe (inkl. mir) in Sicherheit bringen.
  • Kommentar von Alex Volkart  (Lex18)
    Solche Vorfälle zeigen dass es nach wie vor viel zu viele Menschen gibt, auch in der Schweiz, die den Ernst der Lage noch nicht begriffen haben.
    1. Antwort von Daniel Recken  (Dan36)
      Genau.
      Diese unverantwortliche Idioten gehen mir mittlerweile schrecklich auf den S... enkel.
      Es ist aber auch ein großer Fehler dass keine Maskenpflicht besteht.
      Aber bei solchen unsäglichen und überflüssigen Veranstaltungen hält sich nach einer gewissen Zeit sowieso keiner mehr daran .
      Absolut ohne Respekt und Verantwortung gegenüber dem Rest der Gesellschaft , vor allem zb der älteren Generation .
    2. Antwort von Alex Volkart  (Lex18)
      Es ist eine heikle Gratwanderung zwischen Schützen der Bevölkerung und Unterstützung der Wirtschaft. Wobei doch Ersteres schon wichtiger wäre, dass würde aber heissen das grössere Menschenansammlungen weiterhin verboten bleiben sollten.
  • Kommentar von Joel Busch  (Joel)
    Was ist mit dieser Instagram Bildunterschrift "vielleicht gibt es soäter wieder Plätze"?

    Ich dachte jeden Abend sind nur 300 Gäste erlaubt? Oder kann man fröhlich die alten raus und frische reinspülen? So könnte ein Ansteckender Gast ja plötzlich 400, 500, 600 oder mehr potentielle Kontaktpersonen haben, statt nur den 299, die eigentlich gedacht sind.
    1. Antwort von Beat Reuteler  (br)
      Das ist ein Problem, wird aber wohl so einkalkuliert sein. Deshalb gibt es vielleicht Kantone die solche Veranstaltungen wieder verbieten müssen.