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Virginie Masserey: «Die Massnahmen wirken»
Aus News-Clip vom 27.11.2020.
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Coronavirus in der Schweiz BAG: Etwas Aufatmen, Tipps für Feiertage und eine Klarstellung

  • Die Covid-19-Pandemie geht langsam zurück. Der Schweizer Sonderweg in Europa hat eine Trendumkehr bewirkt.
  • Die Lage ist und bleibt aber fragil, stellte das Bundesamt für Gesundheit (BAG) vor den Medien in Bern klar.
  • Spaziergang statt Feiern in Innenräumen? Die bevorstehenden Festtage müssten gut und allenfalls anders als üblich geplant werden, betonten die Experten.
  • Zweifel über einen späteren Impfstart als in den Nachbarländern räumte das BAG aus dem Weg. Man werde die Impfung gleich schnell wie Deutschland bekommen.

Wie soll man in der Corona-Zeit Weihnachten feiern? Das BAG empfiehlt eine gute Planung. So solle man die Einkäufe nicht zu Stosszeiten erledigen, um das Ansteckungsrisiko zu senken. Die Festtage selbst liessen sich auch anders als üblich organisieren, sagte Virginie Masserey, die Leiterin der Sektion Infektionskontrolle im BAG.

Wenn man an einer gemeinsamen Feier festhalten wolle, solle man flexibel sein und Alternativen zu den normalen Feiern in Innenräumen ins Auge fassen. So könne man zum Beispiel einen gemeinsamen Spaziergang planen, oder auch einen Apéro im Freien.

Obwohl die Infektionszahlen in den letzten Tagen zurückgegangen seien, bleibe die Corona-Lage in der Schweiz angespannt, betonte Masserey. Die zweite Welle dauere länger und sei grösser als jene vom Frühjahr.

Schweizer Sonderweg nur mit Hilfe aller

Der Basler Kantonsarzt Thomas Steffen, Vorstandsmitglied der Vereinigung der Kantonsärztinnen und Kantonsärzte, lobte den Schweizer Sonderweg: «Der Slowdown hat eine Trendumkehr bewirkt, nun müssen wir dranbleiben.»

Wir können nicht sagen, ob sich die positive Entwicklung so fortsetzen wird.
Autor: Thomas SteffenKantonsarzt Basel-Stadt

Denn man dürfe sich nichts vormachen, der Rückgang der Zahlen sei primär in Kantonen mit zuvor hohen Fallzahlen beobachtet worden. Diese Kantone hätten zusätzliche Massnahmen getroffen. «Wir können nicht sagen, ob sich die positive Entwicklung so fortsetzen wird», sagte Steffen.

Wichtig sei, neue Infektionsherde so verhindern. Dafür brauche es den Einsatz aller. Man stelle fest, dass Schutzkonzepte vor allem im Arbeitsumfeld gut eingehalten werden. Weniger gut funktioniere das im Privaten. «Kurz: da wo's heimelig wird.» Da könnte mehr Disziplin viele Quarantänen verhindern.

Impfung: «Schweiz steht anderen Ländern nicht nach»

Auf die Frage, ob und warum eine Impfung in anderen Ländern offenbar rascher ermöglicht werden könne als in der Schweiz, sagt Masserey: «Wir werden den anderen Ländern in nichts nachstehen, was die Impfung angeht.» Ob denn in jenen Ländern wirklich schon geimpft werde, werde man sehen. «Niemand hat die Phase-3-Studien gesehen. Kein Mensch kann sagen, ab wann geimpft werden kann.»

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Masserey zum Impfstart: «Eine Frage der Kommunikation» (franz.)
Aus News-Clip vom 27.11.2020.
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Bei den Tests besteht noch Luft nach oben. Entweder seien die Leute weniger krank – was die positive Erklärung der sinkenden Testrate wäre. «Oder die Leute zögern, weil sie nicht in Isolation oder Quarantäne wollen», sagt Masserey.

Deshalb mahne das BAG ja auch an, dass die Menschen nicht zögerten, weil man spätestens von Beginn der Symptome an ansteckend sei. Und wer vor einer Isolation Angst habe, solle hier doch präventiv agieren. Damit die Massnahmen im Idealfall wegfielen. «Das ist das, was wir fast mantra-artig wiederholen.»

SRF 4 News, 27.11.2020, 15.30 Uhr;

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22 Kommentare

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  • Kommentar von christian drack  (Chregel)
    Der Schmierinfektion wird zu wenig Rechnung getragen, im Frühling waren die Maßnahmen diesbezüglich besser!!
    Beispiel: Parkhäuser waren offen, es musste keine Zahlstelle berührt werden! Warum kein Desinfektionsmittel? dasselbe im Lift und bei den Einkaufswagen: wenn Hände erst nach Berühren der Handgriffe desinfiziert werden, ist es unwirksam, weil die Hände am Handgriff gleich wieder selbst kontaminiert oder kontaminiert werden!!
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  • Kommentar von Elke van Zadel  (Elke van Zadel)
    Gestern hat man gesehen, wie die Menschen am Black Friday in die Innenstädte stürmen zum einkaufen. Ich befürchte, dass sich der Trend die nächsten Wochen (wie jedes Jahr) weiter fortsetzen wird. In den Geschäften hält man kaum noch den Abstand. Ich habe die Befürchtung, dass das die Zahlen wieder hoch gehen lassen wird.
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  • Kommentar von Heike Miller  (Heike Miller)
    Man schliesst Restaurants, Fitnesscenter, keine Zuschauer bei Sportveranstaltungen aber black friday, Gondelfahren, verkürzte Züge sind im grünen Bereich und wird erlaubt. Jetzt wird alles geöffnet, Geld eingenommen um danach wieder Massnahmen aufzustellen. Lasst doch die Menschen leben, jeder soll sich selbst schützen. Ich bin für die Öffnung aber das Auf und Ab macht unglaubwürdig und krank.
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