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Müssen Krankenkassenprämien erhöht werden?
Aus Tagesschau vom 10.04.2020.
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Coronavirus-Kosten Steigen jetzt auch die Krankenkassenprämien?

Experten gehen momentan nicht von Prämienerhöhungen für 2021 aus. Doch was passiert, wenn es eine zweite Welle gibt?

Jeden Tag Tausende von Tests, Hunderte von Menschen, die auf Intensivstationen behandelt werden: Das Coronavirus verursacht im Gesundheitsbereich hohe Kosten. Diese müssen neben den Kantonen vor allem die Krankenkassen tragen. Noch haben die Krankenversicherungen erst wenige Rechnungen erhalten. Eine Kostenwelle ist möglich, aber noch nicht in Sicht, sagt Philomena Colatrella von der CSS.

Schwer abschätzbare Entwicklung

Es hänge davon ab, wie lange das Coronavirus grassiere, präzisiert die Chefin des grössten Grundversicherers. Das sei schwierig abzuschätzen. Dennoch sei man vorbereitet: «Die Krankenversicherer bilden für solche Fälle, für solche Situationen, wie eine Pandemie, Reserven. Und diese sind dafür da, um ebendiese Kosten im Zusammenhang mit Corona anfallen aufzufangen.»

Den Krankenkassen kommt entgegen, dass zurzeit keine Wahleingriffe, also nicht lebensnotwendige oder dringende chirurgische Eingriffe, durchgeführt werden, wodurch weniger Kosten anfallen.

Folgen für Krankenkassenprämien

Gesundheitsökonom Willy Oggier geht denn momentan auch nicht davon aus, dass 2021 mit einer allgemeinen Prämienerhöhung zu rechnen ist. Eine solche sei, aufgrund des bisherigen Epidemieverlaufs, nicht zu rechtfertigen. Das könne sich aber ändern, wenn eine zweite, deutlich höhere Infektionswelle die Schweiz treffen würde.

Für diesen Fall wären kleine Krankenkassen, die über eher knappe Mindest-Reserven verfügen, möglicherweise zur Fusion mit anderen Krankenversicherern gezwungen, sagt Willy Oggier. Die Gefahr von Konkursen schätzt er jedoch als tief ein. Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) überwacht die Krankenkassen mit einem jährlichen Solvenz-Test. Insgesamt verfügt die Branche über Reserven von acht Milliarden Franken.

Tagesschau,19:30 Uhr, 10.04.2020

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39 Kommentare

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  • Kommentar von Maria Kaiser  (Klarsicht)
    In dieser Frage erwarte ich endlich ein genau so radikales Machtwort vom Bundesrat, wie er das bei Corona auch vollzogen hat. Damit diese leidige Debate endlich einmal vom Tisch ist. Wir sehen ja was die Privaten mit uns Bürgern machen - es geht ihnen rein um Ihre Gewinnoptimierung. Schluss mit diesem ewigen Gezanke nach Mehr und Mehr . Weniger ist auch hier Mehr ! Es wäre sehr interessant zu erfahren, wieviele Leute gerade wegen Corona nicht gestorben sind.
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  • Kommentar von Rene Caduff  (Rene Caduff)
    Das Gesundheitsystem könnte mittelfristig scheitern mit der Risikogruppe ohne Impfung.
    Das Gesundheitsystem spricht schon von einrm allfälligen 2 Lockdown. Also wenn ich so arbeiten würde wäre ich sowieso schon Arbeitlos ganz nätürlich.
    Zu Analysen USA 332 Mio Einwohner 16 Mio Anträge für Arbeitslosigkeit . Schweiz 8.4 Mio Einwohner 1.2 Mio in der Kurzarbeit also unser Wirtschaft ist von stärker belastet. Hier in der Schweiz oder Europa tönt ja 16 Mio gut.
    Hoffen wir auf eine Impfung.
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  • Kommentar von jean-claude albert heusser  (jeani)
    Wenn das die "einzigen Sorgen sind" kann es ja nicht so schlimm sein "Wohlstandsvolk"!
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    1. Antwort von Patrick Sifneos  (Trickpa)
      Wohlstandsvolk und trotzdem hatten wir vor der Krise 700k Armutsbetroffene, darunter sind sehr viele Schweizer die Ihr ganzes leben Steuer und Beiträge gezahlt haben, es sind Schweizer die ihr ganzes Leben der Schweizer Wirtschaft gedient haben. Sie haben einen oder zwei Fehler begangen und plötzlich waren sie in der CH von Armut betroffen, sie müssen mit 1400-1700 im monat auskommen. Ist nicht so sozial wie gerne die Schweiz sich nach aussen zeigt.
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    2. Antwort von Thomas Leu  (tleu)
      @ Patrick Sifneos: Genau dafür haben wir den Sozialstaat. Die soziale Wohlfahrt ist der grösste Ausgabenposten der öffentlichen Hand in der Schweiz. Was glauben Sie was würde wohl z.Bsp. ein Grieche zu Ihrer Klage sagen?
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