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Covid-19-Impfung So impfen die Kantone Kinder und Jugendliche ab zwölf Jahren

Swissmedic hat «Spikevax» von Moderna für 12- bis 17-Jährige zugelassen. Es ist nach dem Vakzin von Pfizer/Biontech der zweite Covid-19-Impfstoff, der Jugendlichen verabreicht werden darf. Bei Minderjährigen entscheiden die Kantone, ob eine Einwilligung der Eltern oder deren Begleitung nötig ist.

Grundsätzlich haben Kinder und Jugendliche zwischen 12 und 17 Jahren Anspruch, sich eigenständig für eine Impfung zu entscheiden, sofern sie informiert und urteilsfähig sind. Jedoch entscheiden die Kantone darüber, wie die Prüfung der Urteilsfähigkeit bei Minderjährigen umgesetzt wird. Welche Kantone ein Einverständnis der Eltern voraussetzen, finden Sie in der Übersicht.

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Aus dem Archiv: Impfung von Pfizer/Biontech ab 12 Jahren zugelassen
Aus Tagesschau vom 04.06.2021.
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Aargau: Minderjährige Impfwillige benötigen laut kantonalen Vorgaben das Einverständnis der Eltern bzw. einer erziehungsberechtigten Person oder müssen in deren Begleitung beim Impftermin erscheinen. Ab dem 16. August werden Schulen vor Ort impfen, wobei vorerst der Impfstoff von Pfizer/Biontech zum Einsatz kommen wird.

Appenzell Ausserrhoden: Kinder und Jugendliche müssen in Ausserrhoden von einem gesetzlichen Vertreter ins Impfzentrum begleitet werden oder deren unterzeichnete Einwilligungserklärung mitbringen.

Appenzell Innerrhoden: Impfwillige im Alter von 12 bis 16 Jahren müssen in Innerrhoden von einer erziehungsberechtigten Person begleitet werden.

Basel-Landschaft: Impfwilligen zwischen 12 und 15 Jahren in Baselland wird empfohlen, sich von einer erwachsenen Person begleiten zu lassen. Nicht urteilsfähige Kinder benötigen eine Einverständniserklärung der Eltern. Das Gesundheitsformular muss jedoch ausgefüllt am Impftermin mitgebracht werden.

Basel-Stadt: Zum Impftermin in Basel muss die Einverständniserklärung von mindestens einer sorgeberechtigten Person unterzeichnet mitgebracht werden. Die Begleitung durch einen Elternteil ist erlaubt, jedoch nicht zwingend.

Bern: Der Kanton verweist bei der Impfung der 12- bis 15-Jährigen auf die Website des Bundesamts für Gesundheit (BAG), und darauf, dass die Feststellung der Urteilsfähigkeit in den Impfzentren in der Verantwortung der impfenden Fachperson liegt.

Freiburg: Jugendlichen zwischen 12 und 15 Jahren empfiehlt der Kanton Freiburg, sich für den Impftermin von einer erwachsenen Bezugsperson begleiten zu lassen. Impfwillige dieser Altersgruppe dürfen sich jedoch ohne Einverständnis der Eltern impfen lassen.

Genf: Minderjährige Impfwillige benötigen keine Zustimmung der Eltern. Jedoch empfiehlt der Kanton Genf die Begleitung mindestens eines Elternteils zum Impftermin.

Glarus: 12- bis 15-Jährige benötigen im Kanton Glarus eine unterschriebene Einverständniserklärung, um sich impfen lassen zu können.

Graubünden: Impfwillige ab 12 Jahren können sich im Impfzentrum Stadthalle Chur impfen lassen, wo sichergestellt wird, dass Kinderärzte für Beratungsgespräche anwesend sind.

Jura: Jugendliche zwischen 12 bis 17 Jahren können sich über die kantonale Hotline zur Impfung anmelden, wo Fachpersonal in bestimmten Zeitfenstern zur Verfügung stehen. Weiter können Termine direkt bei Apotheken oder Arztpraxen vereinbart werden.

Luzern: Minderjährige Impfwillige müssen im Kanton Luzern zwingend eine vollständig ausgefüllte Einverständniserklärung der gesetzlichen Vertretung an den Impftermin mitbringen.

Zweifelsfall: Kind will Impfung, Eltern nicht?

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Bei Kantonen, welche eine Einverständniserklärung der Eltern voraussetzen, kann es sein, dass sich Kinder und Eltern nicht einig sind über die Covid-19-Impfung. Der Kanton Luzern zum Beispiel sieht für diesen Fall vor, dass eine Fachperson eine Abklärung der Urteilsfähigkeit durchführt. Diese prüft, ob die impfwillige Person selbstständig über die Impfung entscheiden kann, oder ob der Entscheid ihrer gesetzlichen Vertretung massgebend ist.

Neuenburg: Im Kanton ist eine Einverständniserklärung erforderlich, falls die impfwillige jugendliche Person nicht von einem gesetzlichen Vertreter an den Impftermin begleitet wird.

Nidwalden: 12- bis 15-Jährige können sich mit Unterstützung ihrer Erziehungsberechtigten online für die Impfung anmelden.

Obwalden: Für die Impfung von Impfwilligen zwischen 12 und 15 Jahren ist das Einverständnis der Eltern im Kanton Obwalden Pflicht.

St. Gallen: Der Kanton empfiehlt besonders jenen Jugendlichen eine Impfung, welche an einer chronischen Erkrankung leiden oder mit einer immungeschwächten Person zusammenleben.

Schaffhausen: Der Kanton empfiehlt minderjährigen Impfwilligen die Begleitung einer erziehungsberechtigten Person an den Impftermin.

Schwyz: Seit dem 19. Juli vergibt der Kanton Schwyz Impftermine für 12- bis 15-Jährige, welche sich über die kantonale Registrierungsplattform anmelden können.

Solothurn: Jugendliche bis 16 Jahre müssen die unterschriebene Einverständniserklärung der Eltern am Impftermin vorweisen. Ausserdem empfiehlt der Kanton Solothurn, Jugendliche von einer erziehungsberechtigten Person begleiten zu lassen.

Thurgau: Auch im Thurgau müssen Minderjährige eine unterschriebene Zustimmung der Eltern am Impftermin vorweisen. Sie können von einem Elternteil zur Impfung begleitet werden, dies ist jedoch keine Pflicht.

Tessin: Im kantonalen Impfzentrum Giubiasco müssen Jugendliche mit einem Elternteil am Impftermin erscheinen.

Uri: Kinder ab 12 Jahren können sich im Kanton Uri ausschliesslich telefonisch beim Impfzentrum im Kantonsspital anmelden. Das Online-Impfportal steht weiterhin allen Einwohnern ab 16 Jahren offen.

Waadt: 12- bis 15-Jährigen kann laut kantonalen Vorgaben die Impfung nach mündlicher Zustimmung des Jugendlichen und eines Elternteils oder nach schriftlichem Einverständnis des Jugendlichen verabreicht werden.

Wallis: Die Impfung von 12- bis 15-Jährigen ist unter Aufsicht eines Kinderarztes möglich. Der Kanton Wallis empfiehlt die Impfung vorrangig Kindern dieser Altersgruppe, deren Gesundheit wegen einer chronischen Erkrankung beeinträchtigt ist oder die in Kontakt mit besonders gefährdeten Personen stehen.

Zug: Um eine Impfung im Kanton Zug zu erhalten, müssen alle Impfwilligen eine schriftliche Einwilligungserklärung ausfüllen und diese vor dem Termin abgeben.

Zürich: Urteilsfähige Minderjährige dürfen selber entscheiden, ob sie sich impfen lassen wollen. Der Kanton empfiehlt jedoch die Begleitung von einem gesetzlichen Vertreter am Impftermin. Unbegleitete Jugendliche müssen eine Einwilligungserklärung der Eltern vorweisen.

SRF 4 News, 09.08.2021, 13:00 Uhr;

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25 Kommentare

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  • Kommentar von Bobby Senn  (Hardcorehansi)
    ich hoffe, alle die sich hier für die kinderimpfung aussprechen, haben genug eigene kinder, die sie zur impfquoten erfüllung bereitstellen können....meine kinder werden mit sicherheit nicht dazu zur verfügung stehen!
  • Kommentar von Aurel Specker  (Auspec)
    Frage an die Personen, welche das Gefühl haben, bis 18J. dürfen ausschliesslich die Eltern entscheiden.

    Dürfen Eltern eine Antibiotika-Behandlung für einen Jugendlichen verweigern, ohne welches der Jugendliche ziemlich sicher sterben würde?
    Anmerkung: Der Jugendliche WILL das Antibiotikum.

    Das ist schlussendlich genau die gleiche Frage wie bei der Impfung. Aber die Situation ist ein bisschen konsequenter.
    Beide Medikamente sind unabhängig zugelassen worden.
    1. Antwort von Lena Müller  (lena7)
      Das ist ganz und gar nicht die gleiche Frage.
      Eine lebensrettende Antibiotika-Behandlung, ohne die das Kind ziemlich sicher sterben würde
      ...und eine Impfung (die auch kein 0-Risiko hat) gegen etwas, an dem das Kind sehr ziemlich sicher NICHT sterben würde

      Wenn die Impfung der Kinder einen gesundheitl. Zweck verfolgt, dann kaum, zu verhindern,dass sie sterben (das würden sie auch ohne nicht), sondern zu reduzieren, dass sie das Virus weitergeben. Frage ist,ob man sie dann dazu drängen darf.
  • Kommentar von Matt Frei  (sense against mainstream)
    Dass die Impfung für Kinder und Jugendliche kommt ist gut - aber die Eltern sollen alleine darüber entscheiden, ob ihre Kinder geimpft werden oder nicht - die Eltern haben die alleinige Obhut, sie tragen auch die Verantwortung, nicht die Kinder und schon gar nicht der Staat, der im Privatbereich nichts zu suchen und zu bestimmen hat.
    1. Antwort von Mike Steiner  (M. Steiner)
      Ganz sicher nicht. Kinder in dem Alter haben die Fähigkeit, Informationen zu verarbeiten. Und wenn sie sich impfen lassen wollen, haben impfgegnerische oder querdenkende Eltern nichts daran zu ändern. Ich empfehle Kindern, deren Eltern ihnen eine Impfung (geberell, irgendeine) verweigern, sich an die KESB zu wenden.