Vor zwei Wochen erlebte die Schweiz eine Katastrophe, wie sie es noch nie erlebt hat. In der Bar «Le Constellation» im Walliser Skiort Crans-Montana fing die Decke Feuer und entfachte einen Brand. 40 Menschen starben, 116 Personen verletzten sich schwer – viele erlitten schwerste Verbrennungen. Crans-Montana liegt in den Bergen. Mit Ambulanzen ist es nur schwer und mühsam zu erreichen. Entscheidend war deshalb die Hilfe aus der Luft: Dutzende von Opfern mussten so schnell wie möglich auf umliegende Spitäler und auf Brandverletzungen spezialisierte Zentren verteilt werden.
SRF hat die Flugdaten der beteiligten Rettungsorganisationen aus der Luft ausgewertet. Darunter die Rega, Air Zermatt, Air-Glaciers sowie weitere Helikopter und Flugzeuge aus Italien, Luxemburg, Frankreich und Rumänien. Ihre Spuren zeigen, wie schnell und effizient die Rettung über die Luft verlief.
Für die Rega sei der Einsatz «tägliches Geschäft» gewesen, sagte Rega-Chef Ernst Koller gegenüber SRF. Man habe schnell reagieren können und fast fünfzig Prozent der verfügbaren Helikopter in den Einsatz geschickt.
Die Rega habe mit Brandverletzten viel Erfahrung, alleine 2025 habe man 75 Brandverletzte transportiert. Für einen reibungslosen Ablauf mitgeholfen habe nicht zuletzt das gute Wetter. Falls der Brand eine Woche davor passiert wäre, als überall Nebel lag, wäre ein solche Luftrettung wohl kaum möglich gewesen.