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Schweiz Davoser Ferienwohnungen stehen mehrheitlich leer

In Davos (GR) stehen Ferienhäuser und Zweitwohnungen durchschnittlich während 270 Tagen im Jahr leer. Um die Auslastung zu verbessern, wird in einer Studie eine Abgabe für «Wenig-Nutzer» angeregt.

Legende: Video Studie über leerstehende Wohnungen in Ferienregionen abspielen. Laufzeit 02:20 Minuten.
Aus Tagesschau vom 22.02.2013.

Im Auftrag der Gemeinde Davos, des Vereins Zweitwohnungsbesitzer Region Davos und der Davos Klosters Bergbahnen hat die Churer Tourismus- und Beratungsfirma Grischconsulta die Bewirtschaftung der Ferien- und Zweitwohnungen analysiert. Befragt wurden über 5000 Davoser Zweit- und Ferienwohnungsbesitzer sowie Ferienwohnungsgäste.

Insgesamt fallen 60 Prozent der Logiernächte in Davos auf Ferien- und Zweitwohnungen. Schlecht ist die Bilanz bei der Auslastung. Im Durchschnitt sind die insgesamt 5400 touristisch genutzten Ferien- und Zweitwohnungen lediglich an 95 Tagen pro Jahr belegt und die Bettenauslastung beträgt 17 Prozent. Rund 3400 Wohnungen oder 65 Prozent werden gar nicht vermietet.

84 Prozent der Ferien- und Zweitwohnungen sind in auswärtigem, 16 Prozent in einheimischem Besitz. Von den auswärtigen Besitzern vermieten nur 22 Prozent ihre Immobilie. Laut der Studie vermieten dagegen sämtliche Einheimischen ihre Ferienwohnungen.

Um die Auslastung zu verbessern, empfehlen die Verfasser der Studie eine Erhöhung der Abgaben für «Wenig-Nutzer». Dabei soll nicht nur die Nutzung durch Vermietung, sondern auch die Eigennutzung angerechnet werden, sagte Roland Zegg von Grischconsulta.

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4 Kommentare

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  • Kommentar von Urs Dupont, Küsnacht
    Wow, welche Ueberraschung! Wer mit offenen Augen durch die Ferienorte läuft, ist dies auch ohne Studie längstens klar. Effektiv dürfte die Auslastung sogar noch deutlich tiefer als 95 Tage sein, denn die Methode mit der Befragung von Ferienwohnungsbesitzer ist kaum objektiv und wird tendenziell eher einen zu hohen Wert produziert haben.
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  • Kommentar von Willi Zimmermann, Berner Oberland
    Ich gönne als Berner Oberländer den Davosern, dass ihr Ort eine erfolgreiche touristische Destination ist. Vielleicht können ja auswärtige Wohnungsbesitzer noch überzeugt werden, dass das Vermieten ihrer Wohnung sinnvoll und im Allgemeininteresse ist. Ich habe der Zweitwohnungsinitiative nicht zugestimmt, weil der Problemkreis klar ein Teilbereich der Raumplanung ist und im Rahmen der Ortsplanung gelöst werden muss. Meines Wissens hat der Kanton Graubünden die Hausaufgaben recht gut gemac...
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  • Kommentar von Beppie Hermann, Bern
    84 % der Ferien- und Zweitwohnungen sind in auswärtigem Besitz und an 95 Tagen pro Jahr belegt. Welch törichter Leerlauf! Was bitte haben Einheimische Nachhaltiges von diesen 84 %, ausser dem Erlös des Landverkaufs und den Skiliftabos? Was ihnen am Ende bleibt, ist die Zerstörung ihres Kapitals, des einzigen, nachhaltigen Angebotes der Bergwelt, eine intakte Natur.
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