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Legende: Audio Nationalrat debattiert über Lockerung des Wolfsschutzes abspielen. Laufzeit 01:44 Minuten.
01:44 min, aus HeuteMorgen vom 08.05.2019.
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Debatte im Nationalrat Auch Jäger wollen den Wolfsschutz nicht ganz abschaffen

Dass der Schutz des Wolfes gelockert wird, ist so gut wie sicher. Doch wie weit gehen die Politiker? Die Forderung der Walliser, den Wolfsschutz ganz fallen zu lassen, geht sogar den Jägern zu weit.

«Wolf. Fertig lustig!» – so heisst die Walliser Standesinitiative. Sie will, dass der Schutz des Wolfes ganz aufgehoben wird. Dahinter steht der Walliser CVP-Ständerat Beat Rieder. Bundesrat und Ständerat sind dagegen. Sie wollen im revidierten Jagdgesetz den Wolfsschutz zwar schwächen, aber nicht abschaffen.

Eigentlich ist die Aufhebung des Schutzstatus immer noch das Beste.
Autor: Beat RiederStänderat (CVP/VS)

Ständerat Rieder bekräftigt vor der Debatte im Nationalrat am Mittwoch: «Eigentlich ist die Aufhebung des Schutzstatus immer noch das Beste.» Denn der Wolf müsse nicht mehr absolut geschützt werden, er sei nicht vom Aussterben bedroht. Deshalb soll das Tier auch ganzjährig gejagt werden dürfen.

CVP-Ständerat Beat Rieder
Legende: Der Wolf sei nicht vom Aussterben bedroht, findet der Walliser CVP-Ständerat Rieder. Keystone

Nicht im Interesse der Jäger

Wasser auf die Mühlen der Jäger? Mitnichten! Hans-Peter Egli, Präsident des Jägerverbandes Jagd Schweiz, sagt zum Vorschlag Rieders: «Aus unserer Beurteilung heraus geht er zu weit. Wir finden es nicht notwendig, dass der Wolf jagdbar wird – wie zum Beispiel der Hirsch.» Es genüge, wenn das Tier dann gejagt werden könne, wenn es zu grosse Schäden anrichte.

Dieser Meinung ist auch Lorenz Hess, BDP-Nationalrat und oberster Berner Jäger. Er hofft deshalb, dass der Nationalrat grosso modo die Vorschläge des Ständerates beim Wolfsschutz übernimmt. «Hier geht es darum, dass auch in einem gewissen Sinne präventiv eingegriffen werden kann», so Hess. «Dort, wo man beispielsweise die Ausbreitung eines Raubtiers nicht will, oder dort, wo Anzeichen bestehen, dass das Schadenspotenzial gross ist.»

BDP-Nationalrat Lorenz Hess
Legende: BDP-Nationalrat Hess will den Wolfsschutz lockern, aber nicht abschaffen. Keystone

Kommt hinzu, dass künftig die Kantone und nicht mehr der Bund über einen Wolfsabschuss entscheiden. Auch sollen Einsprachen von Naturschutzverbänden nicht mehr möglich sein, was Tier- und Naturschützern hingegen eindeutig zu weit geht. Sie drohen bereits mit dem Referendum.

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5 Kommentare

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  • Kommentar von Reto Albertini (Reto Albertini)
    Solche Leute im Herbst abwählen. Die haben nicht die Natur und Oekologie im Auge, nur ihre eigen egoistischen Interessen. Der Wolf, Luchs und der Biber haben auch ein Recht auf einen Platz in der Schweiz. Was dem Menschen nicht passt oder in die Quere kommt wird liquidiert. Deshalb stehen Rund eine Million Arten vor dem Aussterben und unsere sogenannten Volksvertreter von CVP, BDP usw. haben nur eine Lösung, abschiessen von Lebewesen in unserem Lebensraum. Soviel zu Vielfalt der Natur.
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  • Kommentar von Beppie Hermann (Eine rechte Grüne)
    "soll das Tier auch ganzjährig gejagt werden dürfen" Klar, man erledigt dann eben gezielt Weibchen, damit mit ihnen noch ihr gesamter Nachwuchs elendiglich krepiert. Wer kann da noch ans Gute im Menschen glauben?
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  • Kommentar von Denise Casagrande (begulide)
    Die Jäger-Lobby ist sehr gross! Mit dieser weiteren "Wolfsabschuss-Vorlage",wollen sich die Herrschaften von BDP, CVP und Co, Wähler-Stimmen einfangen! Das ist Volks-Politik! Der "Wolf" ist "Heger und Pfleger" des sensiblen Ökosystems und damit der "Lebensgrundlage" der "Menschen"!
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