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GA soll teurer werden
Aus Tagesschau vom 17.10.2019.
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Debatte zum GA «Für über 4000 Franken wechsle ich wieder auf das Auto»

Welche Gegenstände sind typisch Schweizerisch? Käse, Uhren oder Berge sind jeweils gängige Klischees. Dazuzählen könnte man auch das Generalabonnoment. Mittlerweile besitzt jeder 17. Schweizer ein solches, Tendenz steigend. Erstmals sind in der Schweiz eine halbe Million GA im Umlauf.

Der «Beobachter» hatte im Frühjahr berichtet, dass laut einem «Ideenpapier» von ch-direct, dem Zusammenschluss der Transportbranche, das 2. Klass-GA um zehn Prozent auf 4250 Franken ansteigen soll. Gegenüber der «Tagesschau» bestätigt ch-direct nun, dass die Verhandlungen weitergeführt werden. Günstigere Einzelbillette werden diskutiert.

Ein teureres GA in der Schweiz wäre kontraproduktiv, finden viele User, welche den Beitrag kommentiert haben. «Für über 4000 Franken für ein Abo wechsle ich ganz klar wieder auf das Auto», meint Rolf Huber. Das sei auch nicht gratis, komme aber mittlerweile günstiger und sei, abseits der Stosszeiten, meistens die schnellere Wahl.

Auch Jean-Claude Albert Heusser hat eine ähnliche Meinung. «Bei einer drastischen GA-Preiserhöhung schiesst die SBB ein Eigengoal, denn Tausende würden wieder auf ihre CO2-Schleuder umsteigen.»

Preiserhöhungen trotz Klimadiskussion?

«Wenn der Bund die Autos von der Strasse haben will, sollte er Billette für den öffentlichen Verkehr nicht teurer, sondern billiger machen», argumentiert Bruno Hochuli. Deutschland scheine es begriffen zu haben und senke gewisse Billettpreise. Es müssten alle Tarifverbunde mitziehen.

Mobilität ist nicht ein Menschenrecht, sondern kostet Ressourcen.
Autor: Ueli LangSRF-Leser

Apropos Deutschland, findet W. Pip und meint sarkastisch: «Überaus Clever. Während in ganz Europa und dieser Tage speziell in Deutschland im Zuge des Klimahypes über Verbilligungen im ÖV debattiert wird», würden die SBB die GA-Preise für Vielnutzer erhöhen wollen

Wie könne es angesichts der gegenwärtigen Themen wie Umweltschutz und Klimaerwärmung sein, dass ch- direct Bürger vom ÖV wieder auf die Strasse drängen möchte, stellt Phillipp Moreno als rhetorische Frage in den Raum.

Kontrolleur bei der SBB.
Legende: Angestellte der Verkehrsbetriebe sowie Politiker sollen bei den Billetten weniger Vergünstigungen erhalten, fordern manche SRF-User. Keystone

Eine mögliche Lösung für viele SRF-Leser ist die Streichung von GA-Rabatten für Mitarbeiter und Politiker. «Von 500’000 GA sind 29 Prozent für Angehörige vergünstigt. Eine Riesengeldsumme», meint S. Petrovic. «Wie wäre das Sparpotenzial, wenn man das GA den Politikern nur noch leicht verbilligt geben würde?», schliesslich würden diese Vergünstigungen von den Steuerzahlern übernommen, meint Alex Volkart.

«Sinnvoll wäre eigentlich, den Preis von Streckenabos zu senken und das GA zu verteuern», sagt Ueli Lang. Damit könne man wirkungsvoll etwas gegen den Mobilitätswahn machen. «Mobilität ist nicht ein Menschenrecht, sondern kostet Ressourcen». Das sieht Japhet Gnehm gleich. «Der Verkehr ist heute generell zu billig, wenn man bedenkt, was die Pendlerei unserer Umwelt und Gesundheit antut.»

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53 Kommentare

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  • Kommentar von Daniel Kappeler  (Dani Toggenburg)
    Mobilität ist kein Menschenrecht? Erinnert mich stark an Frau Humbels Aussage: Erben ist kein Menschenrecht. Bald haben wir überhaupt keine Rechte mehr, nur noch Pflichten. Ausserdem wird die SBB auch von unseren Steuergeldern mitfinanziert. Allein bei 500000 GA-Besitzern eines 2.Klass-Abos machen die Einnahmen 2 Milliarden Franken, und da wollen sie (nicht nur die SBB) alles noch verteuern? Raffgier nennt man sowas wohl.
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  • Kommentar von Vera Kehrli  (Vera Kehrli)
    Diese Diskussion zeigt deutlich warum endlich Kostenwahrheit im Verkehr eingeführt werden muss. Alles andere ist reiner Kommunismus: jeder nach seinen Bedürfnissen ohne die Kosten zu bezahlen.
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  • Kommentar von Adi Berger  (Adi B.)
    Wenn ein 10 Jahre altes Auto in der Garage steht ist es amortisiert. Mfz-Steuer, Service inkl. Pneus und Versicherung sind nach geschätzt 5000 km pro Jahr auch nicht mehr erwähnenswert. Was bleibt sind Benzinkosten von ca. 10 Franken für 100 km. Was kostet ein Bahnbillet für eine einzige Person für die gleich Strecke? Ein Vielfaches!
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    1. Antwort von Vera Kehrli  (Vera Kehrli)
      Genau, und die externen Kosten dieser 100 km wird nicht vom Autofahrer bezahlt, sondern von anderen.
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