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Schweiz Der Bund will in Telefonüberwachung investieren

Der Bundesrat rechnet damit, dass er in den nächsten Jahren 70 Millionen Franken zusätzlich braucht für die Überwachung des Post- und Fernmeldeverkehrs. Das EJPD präsentierte dem Bundesrat eine Gesamtschau der nötigen Investitionen.

Telefonkabel
Legende: Der Bundesrat braucht mehr Geld für die Telefonüberwachung. Keystone

Für die Überwachung des Post- und Fernmeldeverkehrs rechnet der Bund mit Investitionen von 70 Millionen Franken bis 2021 – unter anderem wegen der neuen Aufgaben des Überwachungsdienstes. Der Bundesrat will dem Parlament einen entsprechenden Verpflichtungskredit unterbreiten.

Bis im Herbst soll das Justiz- und Polizeidepartement (EJPD) eine Botschaft zuhanden des Parlaments erstellen. Justizministerin Simonetta Sommaruga präsentierte dem Bundesrat eine Gesamtschau der anstehenden Investitionen.

Diese schaffe Klarheit über die zu erwartenden Kosten, noch während das Parlament über die Revision des Gesetzes zur Überwachung des Post- und Fernmeldeverkehrs (Büpf) berate, schreibt das EJPD.

Jährliche Investitionen von 13 Millionen Franken

Den Finanzierungsbedarf bis 2021 schätzt das Departement auf insgesamt 91 Millionen Franken. Rund 21 Millionen davon kann es aus vorhandenen Mitteln finanzieren. Das Parlament soll daher über einen Verpflichtungskredit von 70 Millionen für die Jahre 2016 bis 2021 entscheiden. Im Schnitt seien jährlich Investitionen von 13 Millionen Franken nötig, schreibt das EJPD.

Das neue System zur Überwachung des Post- und Fernmeldeverkehrs im Rahmen von Strafverfahren soll in der ersten Hälfte des Jahres 2015 in Betrieb gehen.

Dass weitere Kosten anstehen, begründet das EJPD zum einen mit dem Alter der Systeme beim Überwachungsdienst. Teile davon müssten dringend ersetzt werden. Zum anderen müssten die Systeme wegen des wachsenden Angebots der Fernmeldedienstanbieter erweitert und leistungsfähiger gemacht werden.

Ob der Dienst tatsächlich neue Aufgaben erhält, ist allerdings offen. Gegen die geplanten Änderungen regt sich Widerstand. Die Jungparteien von SP, Grünen und SVP warnen vor einem «Schnüffelstaat» und drohen mit dem Referendum.

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3 Kommentare

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  • Kommentar von Peter Meier , Zürich
    Mir will einfach nicht in den Kopf, wie dies alles in die SP-Ideologie reinpasst. Bei den Rechten, ja okay, aber bei den Linken?
  • Kommentar von Gandalf Grau , Niederdörfli, Zürich
    Wir dürfen mit unseren Steuern auch noch selbst die Untergrabung unserer Privatsphäre bezahlen, hurra!
  • Kommentar von A. Huber - ICT , Basel
    Politischer Widerstand ist für freiheitsliebende Schweizer in diesem Falle Notwendigkeit und Pflicht zugleich! Immerhin scheinen die Jungparteien erkannt zu haben, in welche Richtung sich der vorgeschobene "Anti-Terror-Kampf" in der Schweiz entwickelt...