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Schweiz «Die Bergungsarbeiten sind extrem schwierig»

Die Suche nach dem F/A-18-Piloten ist beendet: Der 27-jährige Mann wurde am Mittwochmorgen an der Absturzstelle im Sustengebiet tot aufgefunden. Die Bergung der Leiche und anschliessend der Flugzeugtrümmer ist schwierig.

Legende: Video Nach der Suche die Bergung abspielen. Laufzeit 02:37 Minuten.
Aus Schweiz aktuell vom 31.08.2016.

Im Trümmerfeld der abgestürzten F/A-18 sind am Mittwochmorgen die sterblichen Überreste des Piloten gefunden und zweifelsfrei identifiziert worden. Beim Opfer des Absturzes vom Montag handelt es sich um einen 27-jährigen Berufsmilitärpiloten der Schweizer Luftwaffe. Das teilt das VBS mit. Die Familienangehörigen seien informiert und würden durch ein Care-Team der Armee betreut.

Die Absturzstelle auf einer Karte.
Legende: Die Absturzstelle. SRF

Ursache nach wie vor unbekannt

Die Ursache des Flugzeugabsturzes wird durch die Militärjustiz untersucht. In den kommenden Tagen werden die Wrackteile aus dem schwierigen, hochalpinen Gelände geborgen.

Die Absturzstelle liegt auf über 3000 Meter über Meer in einem Bergkessel mit Schnee- und Gletscherflächen sowie steilen Felswänden.

An der Suche nach dem Piloten seien zwei Armee- sowie ein Rega-Helikopter und Gebirgsspezialisten beteiligt gewesen, erklärt Armeesprecher Daniel Reist. Ob der Pilot versucht hat, sich mit dem Schleudersitz zu retten, sei Gegenstand der laufenden Untersuchungen.

Die Stelle ist bis zur abgeschlossenen Bergung für Berggänger gesperrt. Es gilt zudem eine Flugverbotszone direkt über dem Gebiet. Gebirgsspezialisten werden derzeit in das betroffene Gebiet geflogen. «Die Bergungsarbeiten sind extrem schwierig», so Armeesprecher Reist. Wie lange die Arbeiten dauern werden, könne man noch nicht sagen. Zunächst werde der Pilot geborgen, dann die Trümmer für die weiteren Untersuchungen.

Die Suche nach dem Piloten war am Dienstagabend um 20 Uhr eingestellt worden. Der Einsatz wäre durch das schlechte Wetter, die Lawinengefahr, Eis und Schnee zu gefährlich für die Rettungskräfte geworden, teilte das VBS mit.

Absturz bei Trainingsflug

Die einsitzige F/A-18 ist am Montagnachmittag als zweites Flugzeug im Rahmen eines Trainingsfluges vom Militärflugplatz in Meiringen gestartet, 15 Sekunden hinter dem Leader.

Auf einen ersten Funkaufruf der Einsatzzentrale antwortete der Pilot ordnungsgemäss. Auf einen zweiten Aufruf meldete sich der Pilot hingegen nicht mehr. Das Flugzeugwrack war am Dienstag um die Mittagszeit aus der Luft im Gebiet Hinter-Tierberg gefunden worden.

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7 Kommentare

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  • Kommentar von Sandra Schär (Indico)
    R.I.P herzlichstes Beileid der Familie.Meine Meinung ist das jeder Pilot der F/A 18 auf jeden Fall immer mehr wie 100%gibt.Es macht mich traurig ,dass es für die Familie die zurück bleibt ,es schlimm ist ein Familienmitglied zu verlieren .Ich habe jeden Artikel gelesen und Verstand die Welt nicht mehr .Ich war in Gedanken immer bei der Familie. Alles liebe und viel Kraft Hansjörg und Sandra
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  • Kommentar von marlene Zelger (Marlene Zelger)
    Dass schon wieder ein FA 18 abgestürzt ist und dabei wieder ein Menschenleben gefordert hat, stimmt nachdenklich und macht betroffen. Den Angehörigen und Kollegen gilt mein herzliches Beileid.
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    1. Antwort von Sandra Schär (Indico)
      Ich habe von der Tragödie am Montag durch die Tagesschau erfahren. Ich konnte es kaum Glauben. Wieder ein Kampfjet!?! Ich möchte mein herzlichstes Beileid aussprechen und ihnen viel Kraft auf diesem Weg zukommen lassen.Für die Angehörigen immer sehr schwer einen Geliebten Mensch zu verlieren. Habe eine Kerze angezündet bin auch sehr bestürzt in Gedenken an den Pilot sehr Traurig
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  • Kommentar von Karl Schneebeli (top48)
    Mein Mitgefühl gehört in erster Linie den Angehörigen. Aber auch allen am Unfall Mitbeteiligten (Kameraden, Retter etc.). Als ehemaliger Privatpilot (zum Glück 30 Jahre unfallfrei) kann dieses Unglück mitfühlen. Das Wort Empathie (Einfühlungsvermögen) sollte im Privat- wie auch im Geschäftsleben viel öfters beachtet werden.
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