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Die Verwaltung soll digitalisiert werden
Aus HeuteMorgen vom 01.09.2020.
abspielen. Laufzeit 02:23 Minuten.
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Digitalisierung Geht es dank Corona vorwärts mit der digitalen Verwaltung?

Auf dem elektronischen Weg soll alles viel schneller und flexibler gehen. Doch viele Menschen sind skeptisch.

Mit Peppino Giarritta hat die Schweiz erstmals einen Beauftragten für digitale Verwaltung. Bislang war Giarritta für diesen Bereich beim Kanton Zürich verantwortlich.

Dass es nun erstmals gesamtschweizerisch diese Funktion gebe, sei ein guter Entscheid, findet Nicolas Zahn, der als Berater bei einer Schweizer IT-Firma arbeitet und sich politisch und beruflich mit der digitalen Transformation der öffentlichen Verwaltung befasst. «Ich finde, das ist ein richtiger und wichtiger Schritt zur besseren Koordination der verschiedenen Initiativen, und um dem Thema digitale Verwaltung mehr Visibilität und Schwung zu geben.»

Der neue Beauftragte soll jetzt Behörden und Bevölkerung dafür sensibilisieren, wie wichtig eine digitale Verwaltung sein kann. Auch IT-Experte Nicolas Zahn findet, es sei falsch zu denken, in der Schweiz funktioniere ja alles so gut, man müsse gar nicht alles digitalisieren.

«Schnell verarbeiten»

Gerade die Corona-Krise habe gezeigt, «dass der Staat in der Lage sein muss, schnell viele Daten sinnvoll zu verarbeiten.» Zudem müssten administrative Prozesse skalierbar sein.

Das funktioniert aber in der Praxis nicht immer reibungslos. So gab es immer wieder Fehler bei der Übermittlung der Testergebnisse und teilweise Schwierigkeiten beim Einreichen von Kurzarbeits-Formularen.

Gesuche können schneller erledigt werden

Aber auch ausserhalb von Krisenzeiten könne eine digitale Verwaltung den Bürgerinnen und Bürgern helfen, betont Nicolas Zahn, etwa wenn Gesuche an die Behörden flexibler und schneller erledigt werden könnten.

Allerdings: Viele Menschen empfinden ein solches System als intransparent und sind skeptisch, ob ihre Daten sicher geschützt wären. Diese Zweifel auszuräumen, bleibe eine grosse Herausforderung für alle Unterstützer der digitalen Verwaltung.

Heute Morgen vom 01.09.2020: 06:00 Uhr;

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8 Kommentare

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  • Kommentar von Martin Egger  (Martin Egger)
    Das Wichtigste ist ja schon bei (fast?) allen Kantonen digital: die Steuererklärung.
  • Kommentar von Samuel Müller  (Samuel Müller)
    Informatik steht sinnbildlich für Machtkonzentration. Völlig entgegen dem föderalistischen Gedanken der uns bis heute so viel Freiheit beschert.
    1. Antwort von Andy Gasser  (agasser)
      Müller, genau das Gegenteil ist der Fall. Weil vieles in unseren Behörden noch analog läuft, wird zentralisiert und konzentriert. So werden Strukturen geschaffen, die sich selber am leben halten und mit der Digitalisierung gar nicht nötig wären.
    2. Antwort von Frank Grämiger  (Forumator)
      Informatik ist ein Tool. Nicht mehr und nicht weniger.
      Es kann den Föderalistischen Gedanken unterstützen und sogar Direkte Demokratie dahin bringen, wo es Politiker als unrealistisch sehen (z.B. Deutschland ;-) )
      Nicht das Tool ist das Problem.
  • Kommentar von Beat R. von Wartburg  (Beat R. von Wartburg)
    Hoffentlich mischt sich da nicht noch die schweizer Armee ein!