Gefahr von Waldbränden Draussen Grillieren liegt nicht drin

  • Die Waldbrandgefahr ist akut, es herrscht aussergewöhnliche Trockenheit.
  • Verschiedene Kantone rufen zu grösster Vorsicht im Umgang mit Feuer auf.
  • Aufgrund aufkommenden Nordföhns entspannt sich die Situation vorerst nicht.

Schon der Winter war überdurchschnittlich trocken und schneearm. Sonnig und mild war auch der Frühlingsbeginn. So ist es nicht erstaunlich, dass die Böden und Wiesen vielerorts trocken sind. Dazu liegt in den Wäldern viel Holz und Laub.

Eine Situation, die Michael Reinhard, dem Waldbrandexperten im Bundesamt für Umwelt (Bafu), Sorgen bereitet. Vor allem im Süden sei die Situation äusserst angespannt. «Im Tessin und in den Bündner Südtälern ist die Gefahr gross. Wie in vielen Teilen der Schweiz gab es sehr wenig Niederschlag. Und dazu bläst in den nächsten Tagen wieder der Nordföhn. Damit schätzen wir die Gefahr als gross ein.»

Auch Rest der Schweiz zu trocken

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Feuerwehr im Einsatz

In der Leventina im Tessin, an der Rigi im Schwyz, im Bremgartenwald bei Bern und bei Pontresina im Engadin hat es bereits gebrannt. Dank des schnellen Einsatzes von Helikoptern und Feuerwehr sind diese Brände glimpflich ausgegangen. Im Fall des Feuers im Bremgartenwald geht die Kantonspolizei von menschlichem Verschulden aus. Ermittlungen laufen.

Wegen der grossen Waldbrandgefahr gilt im Tessin und in Südbünden auch ein absolutes Feuerverbot im Freien. Auf der Alpennordseite ist die Situation zwar nicht ganz so dramatisch, aber auch dort gibt es verschiedene Regionen mit erhöhtem Waldbrandrisiko.

Dazu gehören etwa Nord- und Mittelbünden, das Rheintal, die Zentralschweiz, die Region Basel, der Kanton Jura und gewisse Gegenden im Wallis. Verschiedene Kantone rufen zu grösster Vorsicht mit offenen Feuern auf.

Niederschläge lassen auf sich warten

Auch Reinhard empfiehlt, aufs Feuermachen im Wald und in der Natur lieber zu verzichten. Denn das Wetter bleibe sehr trocken. Die wenigen Regentropfen, die über Ostern erwartet werden, änderten nichts an der Situation.

«Es bräuchte wirklich ausgiebigen und flächendeckenden Regen, damit sich die Lage entspannt. Es würde mehrere Tage dauern, das zu erreichen», so der Experte. Regen und damit Entspannung sind aber nicht in Sicht.

Hier finden Sie weitere Informationen des Bafu über die aktuelle Waldbrandgefahrenlage.

Karte zeigt die Waldbrandgefahr in den einzelnen Kantonen Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Waldbrandgefahr in den einzelnen Kantonen Bafu/srf