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Drittimpfung ab 65 Jahren ist umstritten
Aus HeuteMorgen vom 27.10.2021.
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Dritte Impfdosis gegen Corona Booster-Impfung: Altersgrenze von 65 Jahren sorgt für Kritik

Bald können alle über 65-Jährigen ihre Impfung auffrischen. Die Alterslimite sei willkürlich und nicht zielführend.

Pro Senectute ist zwar froh um die Zulassung der Booster-Impfung. Eine starre Altersgrenze von 65+ sei bei der Auffrischungsimpfung jedoch nicht zielführend, sagt Peter Burri, Sprecher von Pro Senectute. Denn Gesundheit orientiere sich nicht an einer Zahl.

Fokus auf Vorerkrankungen

Auch jüngere Leute, zum Beispiel Menschen mit Vorerkrankungen und nachlassendem Impfschutz, könnten die Voraussetzungen für eine dritte Impfung erfüllen, so Burri. So könne dies auch eine 50-jährige Person betreffen. «Solche Fälle sind sehr individuell und sollten mit dem Hausarzt abgeklärt werden können.»

Quelle: Covid-Task-Force, 27.10.21 Wirksamkeit der Impfstoffe gegeneine Hospitalisierung Impfschutz in Prozent 0 10 20 30 40 50 60 70 80 90 100 Aug Sep Okt Total Jul Aug Sep Okt Total Jul Lesehinweis: In der Schweiz lag der Impfschutz gegen eine Hospitalisierung in allen Altersklassen in den Monaten Juli bis September bei 90 Prozent oder höher. Im Oktober nahm diese Wirksamkeit bei den über 80-Jährigen ab. Der Unsicherheitsintervall (dünne Linie) lag da bei 73 bis 87 Prozent. 80+ Alterskategorien 60-79 40-59 20-39

Die Zulassungsbehörde Swissmedic hat die dritte Impfung eigentlich für alle Risikopatientinnen und -patienten zugelassen. Laut BAG und Impfkommission gibt es aber keine Beweise, dass bei den Jüngeren der Impfschutz nachgelassen habe. Deshalb empfehlen sie den Booster bei den unter 65-Jährigen nur jenen mit einem geschwächten Immunsystem.

Nachfrage auch von Jüngeren

Für die breite Bevölkerung ist die dritte Impfung gar nicht erlaubt. Die Nachfrage sei zwar da, bestätigt Rudolf Hauri, Präsident der Kantonsärztinnen und -ärzte. Es gebe gesunde, jüngere Personen, die sich nach einer dritten Impfung erkundigten, nötig sei dies aber nicht.

Lesehinweis: In der Schweiz lag der Impfschutz gegen den Tod bei den über 60-Jährigen in den Monaten Juli bis September bei 90 Prozent oder höher. Im Oktober nahm diese Wirksamkeit auf rund 85 Prozent ab. Der Unsicherheitsintervall (dünne Linie) ist relativ gross. Quelle: Covid-Task-Force, 27.10.21 Wirksamkeit der Impfstoffe gegen den Tod Impfschutz in Prozent Jul 0 10 20 30 40 50 60 70 80 90 100 Aug Sep Okt Total 80+ Alterskategorien 60-79 Aug Sep Okt Total Jul

«Zurzeit sieht es so aus, dass Jüngere die Booster-Impfung nicht brauchen. Und deshalb sehen wir auch keinen Grund dazu, entsprechende Forderungen zu stellen», so Hauri. Auch die gesunden Jüngeren seien laut Daten von Swissmedic noch genügend vor einer Corona-Infektion – und vor allem vor einem schweren Verlauf – geschützt.

SRF 4 News, 27.10.2021, 06:00 Uhr

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193 Kommentare

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  • Kommentar von SRF News (SRF)
    Guten Abend liebe Community. Wir bedanken uns für die angeregten Diskussionen und schliessen die Kommentarspalte an dieser Stelle. Es würde uns freuen, wenn Sie auch morgen wieder auf SRF mitdiskutieren. Wir wünschen Ihnen einen angenehmen Abend. Liebe Grüsse, SRF News
  • Kommentar von Verena Schär  (DOREMIFASOLATIDO)
    2. 26.10.2021 Swissmedic

    Patientinnen und Patienten mit eingeschränkter Funktion des Immunsystems können eine dritte Impfdosis erhalten.
  • Kommentar von Verena Schär  (DOREMIFASOLATIDO)
    1. Entwirrungsversuch:
    26.10.2021 Nach Begutachtung der entsprechenden Gesuche passt Swissmedic die Fachinformationen der Covid-19 mRNA-Impfstoffe von Moderna (Spikevax®) und Pfizer/BioNTech (Comirnaty®) an. Besonders gefährdete Personen können demnach eine Booster-Impfung erhalten, um weiterhin ausreichend gegen schwere Verläufe der Covid-19 Krankheit geschützt zu sein. Im Gegensatz zu Comirnaty erfolgt diese Auffrischimpfung bei Spikevax mit einer halben Dosis.