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Dutzende Tote an Neujahrsfeier Brandkatastrophe in Walliser Ski-Ort: Was bisher bekannt ist

Bei einem Brand in einer Bar in Crans-Montana sind mehrere Dutzend Menschen ums Leben gekommen. Es gab rund hundert Verletzte. Was wir wissen und was nicht.

Das ist passiert: Bei einem Brand in der Bar «Le Constellation» im Walliser Ski-Ort Crans-Montana sind in der Silvesternacht mehrere Dutzend Menschen ums Leben gekommen. Rund hundert Personen wurden verletzt, die meisten von ihnen schwer. Das Feuer brach ⁠um 01:30 Uhr aus.

Das ist über die Opfer bekannt: Die Behörden gaben sich an der Medienkonferenz auf Journalistenfragen hin sehr zurückhaltend mit Angaben zu den Todesopfern. Vor Ort seien auch Rechtsmediziner für die Identifikation. Die Identifizierung der Verstorbenen hat laut Staatsanwaltschaft oberste Priorität. Da es sich um einen international frequentierten Ferienort handelt, wird davon ausgegangen, dass die Opfer aus verschiedenen Ländern stammen. Die rechtsmedizinischen Arbeiten seien aufwendig, weshalb Verstärkung aus benachbarten Kantonen angefordert wurde.

Auskunft für Angehörige

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Für Angehörige ist eine psychologische Betreuungszelle eingerichtet und eine Hotline aufgeschaltet worden: 0848 112 117. Die Behörden rufen die Bevölkerung zu Zurückhaltung und Respekt gegenüber den Familien der Opfer auf.

Das passiert mit den Verletzten: Die rund hundert Verletzten wurden unter anderem in Walliser Spitäler gebracht. Das Spital Wallis hat den Katastrophenplan ausgelöst; die Intensivstationen und Operationssäle sind nach eigenen Angaben voll belegt. Das auf Brandverletzungen spezialisierte Universitätsspital Zürich hat über ein Dutzend Brandopfer aufgenommen. Am Universitätsspital Lausanne (CHUV) werden derzeit 22 Brandopfer behandelt, sagte eine Sprecherin zu Keystone-SDA. Weitere Verletzte würden in den nächsten Stunden nicht erwartet.

Das ist über die Ursache bekannt: Ein Anschlag wird ausgeschlossen, wie die Walliser Behörden am Neujahrstag vor den Medien sagten. Man habe Anzeichen gefunden, dass sich in der Bar ein Feuer entwickelt habe. Im Zuge dieses Feuers sei es zu Explosionen gekommen, sagte Staatsrat Stéphane Ganzer, Walliser FDP-Staatsrat, und Vorsteher des Departements für Sicherheit, Institutionen und Sport. Von Spekulationen über die Brandursache sei abzusehen, da die Ermittlungen noch am Anfang stünden.

Das ist die aktuelle Lage: Der Walliser Staatsrat hat die «besondere Lage» ausgerufen, um den Grosseinsatz zu koordinieren. Damit sollen möglichst rasch und ohne Verzögerung alle nötigen Einsatzmittel mobilisiert werden können, hiess es in einem Communiqué. Mehrere hundert Einsatzkräfte von Polizei, Feuerwehr, Zivilschutz und Sanität stehen im Einsatz. Mobilisiert wurden unter anderem zehn Helikopter und 40 Ambulanzen.

Das sind die Reaktionen: «Eine Festnacht hat sich in einen Albtraum verwandelt», sagte Mathias Reynard, Walliser SP-Staatsrat und Vorsteher des Departements für Gesundheit, Soziales und Kultur, vor den Medien. «Wir sind alle erschüttert», fügte Frédéric Gisler, Kommandant der Walliser Kantonspolizei an. Er hat sein Amt am heutigen Tag angetreten. Bundespräsident Guy Parmelin drückt im Namen des Bundesrates sein tiefstes Beileid aus.

Parmelin verschiebt seine für Donnerstagmittag geplante Neujahrsansprache. Er tut dies aus Respekt vor dem Leid und der Trauer der Familien der Opfer. Auch aus dem Ausland treffen erste Beileidsbekundungen ein, so aus den unmittelbaren Nachbarländern Frankreich und Italien.

SRF 4 News, 1.1.2026, 9:00 Uhr ; 

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