Das ist passiert: Bei einem Brand in der Bar «Le Constellation» im Walliser Ski-Ort Crans-Montana sind in der Silvesternacht mehrere Dutzend Menschen ums Leben gekommen. Über hundert Personen wurden verletzt, die meisten von ihnen schwer. Gegen 01:30 Uhr habe eine Person den Brand gemeldet. Laut Polizei seien zwei Minuten später erste Einsatzkräfte vor Ort gewesen.
Die Todesopfer: Die Walliser Kantonspolizei geht von ungefähr 40 Todesopfern aus. Die Generalstaatsanwältin Beatrice Pilloud sagte an einer Medienkonferenz: «Es sind erhebliche Mittel vorgesehen für die Identifizierung.» Diese gestalte sich schwierig, dauere an – habe aber oberste Priorität. «Crans-Montana ist eine Tourismusdestination. Deshalb schliessen wir nicht aus, dass ausländische Staatsangehörige darunter sind», ergänzte Frédéric Gisler von der Kantonspolizei. Zum Alter der Opfer sagte Stéphane Ganzer, Walliser Staatsrat, am frühen Abend: «Sie können sich vorstellen, dass es in einem Skiort über Silvester viele junge Leute hat.»
Die Verletzten: Die rund hundert Verletzten wurden in verschiedene Spitäler gebracht. Das Spital Wallis hat den Katastrophenplan ausgelöst; die Intensivstationen und Operationssäle sind nach eigenen Angaben voll belegt. Das auf Brandverletzungen spezialisierte Universitätsspital Zürich hat über ein Dutzend Brandopfer aufgenommen. Auch in Lausanne sind Fachteams im Einsatz. Zur Situation der Verletzten sagte die Direktorin des dortigen Unispitals der Zeitung «24 Heures»: «Es handelt sich um junge Patienten. Im Durchschnitt sind sie zwischen 16 und 26 Jahre alt.» Ihre Behandlung werde Wochen, wenn nicht Monate dauern.
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Bild 1 von 13. Die Menschen in Crans-Montana sind tief betroffen. Bildquelle: REUTERS/Stephanie Lecocq .
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Bild 2 von 13. Vor dem abgesperrten Gebiet um den Unglücksort versammelten sich am Donnerstagabend hunderte Trauernde. Bildquelle: KEYSTONE/Alessandro della Valle.
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Bild 3 von 13. Am Donnerstagabend fand eine Gedenkmesse in der katholischen Kirche in Crans-Montana statt. Bildquelle: EPA/ALESSANDRO DELLA VALLE.
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Bild 4 von 13. Am Donnerstagnachmittag machte sich Bundespräsident Guy Parmelin vor Ort ein Bild der Lage. Bildquelle: SRF/Anna-Lisa Achtermann.
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Bild 5 von 13. Bestattungsfahrzeuge vor dem Unglücksort: Die Walliser Behörden gehen von rund 40 Todesopfern aus. Bildquelle: KEYSTONE/Jean-Christophe Bott.
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Bild 6 von 13. Eine Vielzahl von Kriminaltechnikerinnen und -technikern ist vor Ort, um die Ursache des Feuers zu ermitteln. Bildquelle: REUTERS/Denis Balibouse.
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Bild 7 von 13. Die Menschen in Crans-Montana stehen nach der Katastrophennacht unter Schock. Bildquelle: SRF/Anna-Lisa Achtermann.
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Bild 8 von 13. Die Rega hat für die Versorgung und Verlegung von Brandopfern auch Ambulanzflugzeuge im Einsatz. Bildquelle: REUTERS/Pierre Albouy.
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Bild 9 von 13. Die Behörden teilen mit: Dutzende Personen sind beim Brand in der Bar gestorben, über 100 weitere verletzt – zu einem grossen Teil schwer. Bildquelle: Keystone/Alessandro della Valle.
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Bild 10 von 13. Chaotisch zurückgelassene Stühle, angelaufene Scheiben, ein Turnschuh: Blick in das Innere der ausgebrannten Bar «Le Constellation». Bildquelle: Keystone/Kantonspolizei Wallis.
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Bild 11 von 13. Im Rettungseinsatz standen zehn Helikopter, 40 Ambulanzen und 150 Sanitäterinnen und Sanitäter. Bildquelle: X/Osint World.
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Bild 12 von 13. Die Neujahrsfeier in der Bar «Le Constellation» endet für viele Menschen tödlich. Die Einsatzkräfte wurden um 01:30 Uhr alarmiert. Bildquelle: Keystone/Kantonspolizei Wallis.
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Bild 13 von 13. Die Bar «Le Constellation» steht in Flammen. Bildquelle: Screenshot/Social Media/X@Tyroneking36852.
Die Ursache: Ein Anschlag wird ausgeschlossen, wie die Walliser Behörden am Neujahrstag vor den Medien sagten. In einer Mitteilung schrieben sie, dass es in der Bar zu einem sogenannten «Flashover» gekommen sei. Damit ist der plötzliche Übergang von einem entstehenden Brand zu einem Vollbrand gemeint. Dabei entzünden sich alle brennbaren Oberflächen in einem Raum schlagartig. Infolgedessen habe es eine oder mehrere Explosionen gegeben. Um die genaue Ursache herauszufinden, werden auch Daten von Mobiltelefonen am Tatort ausgewertet. Bislang gab es keine Verhaftung in Zusammenhang mit der Untersuchung.
Die aktuelle Lage: Der Walliser Staatsrat hat die «besondere Lage» ausgerufen, um den Grosseinsatz zu koordinieren. Damit sollen möglichst rasch und ohne Verzögerung alle nötigen Einsatzmittel mobilisiert werden können, hiess es in einem Communiqué. Mehrere hundert Einsatzkräfte von Polizei, Feuerwehr, Zivilschutz und Sanität standen im Einsatz.
Die Reaktionen: «Eine Festnacht hat sich in einen Albtraum verwandelt», sagte Mathias Reynard, Walliser Staatsratspräsident, vor Medien. «Wir sind alle erschüttert», fügte Frédéric Gisler, Kommandant der Kantonspolizei an. «Es handelt sich um eine der schlimmsten Tragödien, die es in unserem Land jemals gab», so Bundespräsident Guy Parmelin an einer Medienkonferenz. Die Fahnen des Bundeshauses werden für fünf Tage auf halbmast gesetzt.
Parmelin verschiebt seine Neujahrsansprache. Er tut dies aus Respekt vor dem Leid und der Trauer der Familien der Opfer. Auch aus dem Ausland treffen Beileidsbekundungen ein – insbesondere aus den Nachbarländern.