Das ist passiert: Bei einem Brand in der Bar «Le Constellation» im Walliser Ski-Ort Crans-Montana sind in der Silvesternacht mehrere Dutzend Menschen ums Leben gekommen. Über hundert Personen wurden grösstenteils schwer verletzt. Gegen 01:30 Uhr habe eine Person den Brand gemeldet. Laut Polizei sind zwei Minuten später erste Einsatzkräfte vor Ort gewesen.
Die Todesopfer: Die Walliser Kantonspolizei geht von ungefähr 40 Todesopfern aus. Die Generalstaatsanwältin Beatrice Pilloud sagte an einer Medienkonferenz: «Es sind erhebliche Mittel vorgesehen für die Identifizierung.» Diese gestalte sich schwierig, habe aber oberste Priorität. Sie dauert auch am Freitag an. «Crans-Montana ist eine Tourismusdestination. Deshalb schliessen wir nicht aus, dass ausländische Staatsangehörige darunter sind», ergänzte Frédéric Gisler von der Kantonspolizei. Zum Alter der Opfer sagte Stéphane Ganzer, Walliser Staatsrat: «Sie können sich vorstellen, dass es in einem Skiort über Silvester viele junge Leute hat.»
Die Verletzten: Die 115 Verletzten wurden in verschiedene Spitäler gebracht. 80 bis 100 befinden sich in kritischem Zustand. Das Spital Wallis löste den Katastrophenplan aus; die Intensivstationen und Operationssäle sind voll belegt. Das auf Brandverletzungen spezialisierte Universitätsspital Zürich hat über ein Dutzend Brandopfer aufgenommen. Die 22 Brandopfer, die im Universitätsspital Lausanne (Chuv) behandelt werden, seien identifiziert, teilte dessen Direktorin mit. «Die Prognosen sind selbstverständlich bei jedem dieser Verletzten ernst, da es sich bei allen um Schwerbrandverletzte handelt», sagte Claire Charmet gegenüber RTS. Es seien junge Personen zwischen 16 und 26 Jahren.
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Bild 1 von 35. Ein Meer aus Kerzen – Crans-Montana am Abend des 4.1.2026. Bildquelle: Keystone/AP Photo/Antonio Calanni.
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Bild 2 von 35. Feuerwehrleute und Hunderte Menschen trauern an der Gedenkstätte vor dem Unglücksort. Bildquelle: REUTERS/Umit Bektas .
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Bild 3 von 35. Trauermarsch in Crans-Montana am Sonntag. Bildquelle: Keystone/AP Photo/ Antonio Calanni.
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Bild 4 von 35. Gedenkmesse für die Opfer der Brandkatastrophe: Feuerwehrleute stehen während der Messe vor der Chapelle Saint-Christophe de Crans zu Ehren der Opfer. Bildquelle: REUTERS/Lisa Leutner.
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Bild 5 von 35. Bischof Jean-Marie Lovey begrüsst Nicolas Feraud, Präsident von Crans-Montana, vor dem Start des Gedenkgottesdiensts. Bildquelle: Jean-Christophe Bott/Pool via REUTERS.
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Bild 6 von 35. Ein Kind kniet vor einer Gedenkstätte mit Blumen vor dem Unglücksort. Bildquelle: REUTERS/Umit Bektas.
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Bild 7 von 35. Bundesrat Beat Jans hat am Samstagnachmittag den Unglücksort besucht und Blumen niedergelegt. Bildquelle: AP Photo/Baz Ratner.
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Bild 8 von 35. Nach der Brandkatastrophe ist die Trauer in Crans-Montana gross. Bildquelle: REUTERS/Lisa Leutner .
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Bild 9 von 35. Blumenmeer für die Opfer. Bildquelle: KEYSTONE/Alessandro della Valle.
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Bild 10 von 35. Menschen zollen den Opfern Respekt. Bildquelle: KEYSTONE/Jean-Christophe Bott.
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Bild 11 von 35. Kerzen für die Opfer. Bildquelle: Keystone/AP Photo/ Antonio Calanni.
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Bild 12 von 35. Zahlreiche Menschen legten in Crans-Montana Blumen nieder. Bildquelle: KEYSTONE/Jean-Christophe Bott.
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Bild 13 von 35. Die Trauer ist gross. Bildquelle: Keystone/AP Photo/ Antonio Calanni.
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Bild 14 von 35. Währenddessen gehen die Ermittlungsarbeiten weiter. Bildquelle: Keystone/AP Photo/Baz Ratner.
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Bild 15 von 35. Der italienische Aussenminister Antonio Tajani (2. von links) hat Crans-Montana besucht. Links der Walliser Staatsratspräsident Mathias Reynard. Bildquelle: Keystone/EPA/GIUSEPPE LAMI.
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Bild 16 von 35. Gemeinsam mit dem Walliser Staatsratspräsidenten legte der italienische Aussenminister unweit des Unglücksortes einen Blumenstrauss nieder. Bildquelle: KEYSTONE/Jean-Christophe Bott.
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Bild 17 von 35. Die Betroffenheit aus der Bevölkerung ist einen Tag nach der Katastrophe... Bildquelle: SRF.
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Bild 18 von 35. ... in der Gemeinde spürbar. Bildquelle: SRF.
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Bild 19 von 35. Die Bar «Le Constellation» – der Ort des Unglücks am Tag danach. Bildquelle: SRF.
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Bild 20 von 35. Das Medieninteresse auch aus dem Ausland ist nach wie vor gross. Bildquelle: SRF.
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Bild 21 von 35. Die Schweizer Flaggen am Bundeshaus wehen für fünf Tage auf Halbmast. Die Waadtländer Kantonsregierung folgte dem Beispiel. Bildquelle: KEYSTONE/Anthony Anex.
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Bild 22 von 35. Vor dem abgesperrten Gebiet um den Unglücksort versammelten sich am Donnerstagabend hunderte Trauernde. Bildquelle: KEYSTONE/Alessandro della Valle.
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Bild 23 von 35. Die Menschen in Crans-Montana sind tief betroffen. Bildquelle: REUTERS/Stephanie Lecocq.
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Bild 24 von 35. Unter den Opfern befinden sich viele junge – teils minderjährige – Menschen. Bildquelle: Alessandro della Valle/Keystone via AP.
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Bild 25 von 35. Am Donnerstagabend fand eine Gedenkmesse in der katholischen Kirche in Crans-Montana statt. Bildquelle: EPA/ALESSANDRO DELLA VALLE.
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Bild 26 von 35. Am Donnerstagnachmittag machte sich Bundespräsident Guy Parmelin vor Ort ein Bild der Lage. Bildquelle: SRF/Anna-Lisa Achtermann.
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Bild 27 von 35. Bestattungsfahrzeuge vor dem Unglücksort: Die Walliser Behörden gehen von rund 40 Todesopfern aus. Bildquelle: KEYSTONE/Jean-Christophe Bott.
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Bild 28 von 35. Eine Vielzahl von Kriminaltechnikerinnen und -technikern war vor Ort, um die Ursache des Feuers zu ermitteln. Bildquelle: REUTERS/Denis Balibouse.
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Bild 29 von 35. Die Menschen in Crans-Montana stehen nach der Katastrophennacht unter Schock. Bildquelle: SRF/Anna-Lisa Achtermann.
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Bild 30 von 35. Die Rega setzte für die Versorgung und Verlegung von Brandopfern auch Ambulanzflugzeuge ein. Bildquelle: REUTERS/Pierre Albouy.
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Bild 31 von 35. Die Behörden sprachen an der ersten Medienkonferenz am Donnerstagvormittag noch von «Dutzenden Verstorbenen». Bildquelle: Keystone/Alessandro della Valle.
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Bild 32 von 35. Chaotisch zurückgelassene Stühle, angelaufene Scheiben, ein Turnschuh: Blick in das Innere der ausgebrannten Bar «Le Constellation». Bildquelle: Keystone/Kantonspolizei Wallis.
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Bild 33 von 35. Im Rettungseinsatz standen 13 Helikopter, 42 Ambulanzen und 150 Sanitäterinnen und Sanitäter. Bildquelle: X/Osint World.
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Bild 34 von 35. Was als Neujahrsfest über die Bühne gehen sollte, endete für viele in einem Drama. Bildquelle: Keystone/Kantonspolizei Wallis.
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Bild 35 von 35. Die Bar «Le Constellation» steht in Flammen. Die Einsatzkräfte wurden um 01:30 Uhr alarmiert. Bildquelle: Screenshot/Social Media/X@Tyroneking36852.
Die Ursache: Ein Anschlag wird ausgeschlossen. In einer Mitteilung schrieben die Behörden, dass es in der Bar zu einem sogenannten «Flashover» gekommen sei. Damit ist der plötzliche Übergang von einem entstehenden Brand zu einem Vollbrand gemeint. Es habe eine oder mehrere Explosionen gegeben. Der Walliser Regierungspräsident Mathias Reynard sagte am Freitag, dass die ersten Hinweise auf eine rasche, allgemeine Brandausbreitung bestätigt seien. Um die genaue Ursache herauszufinden, werden auch Daten von Mobiltelefonen am Tatort ausgewertet. Bislang gab es keine Verhaftung in Zusammenhang mit der Untersuchung.
Die «besondere Lage»: Der Walliser Staatsrat hat die «besondere Lage» ausgerufen, um den Grosseinsatz zu koordinieren. Damit sollen möglichst rasch und ohne Verzögerung alle nötigen Einsatzmittel mobilisiert werden können, hiess es in einem Communiqué. Mehrere hundert Einsatzkräfte von Polizei, Feuerwehr, Zivilschutz und Sanität standen im Einsatz.
Die Reaktionen: «Eine Festnacht hat sich in einen Albtraum verwandelt», sagte Mathias Reynard vor Medien. «Wir sind alle erschüttert», fügte Frédéric Gisler, Kommandant der Kantonspolizei an. «Es handelt sich um eine der schlimmsten Tragödien, die es in unserem Land jemals gab», so Bundespräsident Guy Parmelin an einer Medienkonferenz. Die Fahnen des Bundeshauses werden für fünf Tage auf halbmast gesetzt.
Parmelin verschob seine Neujahrsansprache – aus Respekt vor dem Leid und der Trauer der Familien der Opfer. Auch aus dem Ausland treffen Beileidsbekundungen ein – insbesondere aus den Nachbarländern.