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Einbruch der Logiernächte So hart hat die Coronakrise der Parahotellerie zugesetzt

  • Campingplätze, Jugendherbergen und Ferienwohnungen leiden stark unter der Coronakrise: Das zeigen die neuesten Zahlen der Schweizer Parahotellerie.
  • Die Parahotellerie verzeichnet im ersten Quartal 2020 knapp 4.4 Millionen Logiernächte. Das sind etwa 6 Prozent weniger als im Vorjahr.
  • Nachdem das Jahr vielversprechend angefangen hatte, folgte im März mit Ausbruch der Coronapandemie der grosse Tourismus-Einbruch.
  • Trotz grosser Einbussen dürften sich die Campingplätze am schnellsten wieder erholen.
Video
Die Schweiz im Camping-Boom
Aus 10vor10 vom 09.07.2020.
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Im März dieses Jahres registrierten die Schweizer Campingplätze nur knapp halb so viele Übernachtungen wie im Vorjahr. Zudem kamen zwei Drittel weniger Gäste. Da die Vormonate Januar und Februar jedoch besonders gut liefen, resultierte bei den Logiernächten dennoch ein Quartalsplus von knapp 3.4 Prozent.

Trotz Quartalsplus sind die Prognosen düster. Über das gesamte Jahr hinweg dürfte die Coronakrise beim Camping nämlich für einen Verlust von 500'000 Übernachtungen führen, wie der Verband Swisscamps ermittelt hat.

Beim grössten Campingbetreiber der Schweiz, dem TCS, brachen die Logiernächte zwischen Januar und April sogar um 90 Prozent ein.

Ein Paar isst vor seinem Wohnwagen am See gemütlich zu Mittag.
Legende: Campings sind derzeit wieder ausgebucht, weil viele Schweizer ihre Ferien im Inland verbringen. Keystone

Anders als andere Tourismusbereiche wird sich die Campingbranche wohl am schnellsten wieder erholen. Denn nach der neunwöchigen Schliessung verzeichnen die Schweizer Campingplätze derzeit wieder rekordhohe Buchungszahlen. Das dürfte damit zu tun haben, dass viele Schweizer wegen der aktuellen Einschränkungen im Inland Ferien machen.

60 Prozent weniger Gäste in Jugendherbergen

Weniger rosig präsentiert sich die Lage bei den Jugendherbergen. Im März registrierten die Jugendherbergen 224'000 Übernachtungen – vergangenes Jahr waren es im selben Monat noch mehr als doppelt so viele gewesen. Bei der Anzahl Gästen betrug das Minus im März über 60 Prozent.

Bei den kommerziellen Ferienwohnungen zeigte sich der Rückgang etwas weniger stark, doch auch sie verzeichneten mit 450'000 Übernachtungen beinahe eine Halbierung der Übernachtungszahlen im März.

SRF 4 News, 27.07.2020, 09:00 Uhr;

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15 Kommentare

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  • Kommentar von Rolf Michel  (Mosses01)
    Ich frage mich wie diese Erhebung zustande gekommen ist, bei uns ist jedes Chalet im Wochenturnus voll gebucht...!
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    1. Antwort von Daniel Flückiger  (Daniel Flückiger)
      Das ist eben der Unterschied, zwischen einer repräsentativen Erhebung und einer subjektiven Wahrnehmung.
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  • Kommentar von Frédéric Weil  (Derrick)
    Das Kind fällt unbeaufsichtigt in den Pool und ertrinkt. Wer ist Schuld? Die Eltern, nicht der Pool. Der Wirtschaft geht es zusehends schlechter. Und wer ist schuld? Der Mensch, nicht die sog. Coronakrise. Denn Corona oder sonstige Viren gibt es seit je her. Die Wirtschaftskrise und somit die Katastrophe in der Hotellerie sind von uns Menschen künstlich gemacht und wären in dieser Form nicht nötig gewesen.
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    1. Antwort von Krebs Alfred  (A.Santiago)
      Herr Weil, es fehlen die vielen ausländischen Feriengäste und das ist auch richtig so. Beim Tourismus und den dazugehörigen Firmen wie Hotels, Jugendherbergen, Bergbahnen und viele mehr, gibt es Weltweit einen starken Rückgang. Das betrifft dann wieder andere Geschäftszweige.
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    2. Antwort von Daniel Flückiger  (Daniel Flückiger)
      Herr Weil, ein schlechter Vergleich macht eine falsche Geschichte auch nicht richtiger.
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  • Kommentar von Stefan Huwiler  (huwist)
    Die Zahlen sind vom 1.Quartal. Das hat doch kaum Aussagekraft. Und ausserdem sind ja die Uebernachtungen auf den Campingplätzen sogar gestiegen. Man muss wirklich warten wie der Rest der Saison verläuft.
    Die Campingplätze sind zur Zeit knallvoll wie noch nie.
    Manchmal habe ich das Gefühl, dass einfach jede Branche möglichst viel jammert. Gerade Campingplätze dürften abgesehen von den verpassten Osterferien zu den klaren Gewinnern der Coronakrise gehören.
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    1. Antwort von Hans Peter  (Byron)
      @huwist, einfach der Vollständigkeit halber: Die Campingplätze durften am 8.6. wieder öffnen. Damit haben sie neben den von Ihnen erwähnten Osterferien auch das lange Auffahrtsweekend und Pfingsten verpasst, ob sich die Umsatzeinbusse aufholen lässt wissen wir Ende Saison. In den Sommerferien sind die CH Campings auch in normalen Zeiten vielfach ausgebucht. Weshalb die Campings überhaupt so spät öffnen durften war ohnehin schwer nachvollziehbar, eine ähnliche Logik wie Masken auf dem Aussendeck.
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