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Primin Bischof zum obligatorischen Sprachtest
Aus News-Clip vom 10.06.2020.
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Einigung bei Neuzulassungen Ärztestopp künftig nicht mehr befristet

  • Die Zahl neuer Ärztinnen und Ärzte in der Schweiz soll auch künftig beschränkt werden können. Neu gilt eine unbefristete Regelung.
  • Der Ständerat hat dem entsprechenden Antrag der Einigungskonferenz zugestimmt. Der Entscheid fiel mit 40 zu 3 Stimmen.
  • Am Montag hatte bereits der Nationalrat dazu Ja gesagt.
  • Die Vorlage ist nun bereit für die Schlussabstimmung.

Neu müssen ausländische Ärztinnen und Ärzte beispielsweise mit einem deutschsprachigen Diplom eine Sprachprüfung machen, wenn sie in einem Landesteil arbeiten wollen, in dem nicht Deutsch gesprochen wird. Für eine Ärztin, die in Zürich studiert habe und in Genf arbeiten wolle, gelte dies nicht, erklärte Pirmin Bischof (CVP/SO) im Namen der Kommission für soziale Sicherheit und Gesundheit (SGK).

Entscheid liegt bei den Kantonen

Umstritten war bis zuletzt auch, ob die Krankenversicherungen ein Beschwerderecht gegen die Zulassungssteuerung erhalten sollen. Der Ständerat hatte das abgelehnt und setzte sich damit schliesslich durch.

Die Räte beschlossen auch, dass die Kantone selber entscheiden können, ob sie neue Zulassungen von Ärztinnen und Ärzten stoppen, wenn die Kosten überdurchschnittlich steigen. Die Bürgerlichen im Nationalrat wollten sie zunächst dazu verpflichten, bissen sich am Ständerat aber die Zähne aus.

Zustrom stoppen und Kosten senken

Den sogenannten Ärztestopp gibt es schon seit rund 20 Jahren. Dieser war aber jeweils auf ein paar Jahre befristet und wurde immer wieder verlängert.

Ziel der Vorlage ist es, den Zustrom von Ärztinnen und Ärzten insbesondere aus der EU zu drosseln. Denn die Zulassung von allzu vielen Ärzten führt zu höheren Kosten und damit auch zu steigenden Krankenkassenprämien.

SRF 4 News, 10. Juni 2020, 09:00 Uhr;

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6 Kommentare

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  • Kommentar von Martin Egger  (Martin Egger)
    Im Normalfall sinken die Löhne, wenn es zu viele Arbeitnehmer gibt. Warum setzt man bei den Ärzten nicht auf diese vorteilhafte Lösung?
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  • Kommentar von Alois Keller  (eyko)
    Die Zahl neuer Ärztinnen und Ärzte in der Schweiz soll auch künftig beschränkt werden können - guter Entscheid. Denn die Zulassung von allzu vielen Ärzten führt zu höheren Kosten und damit auch zu steigenden Krankenkassenprämien. Hinzu kommt, dass viele ausländische Aerzte wenn sie nicht aus Deutschland kommen schlechtes Deutsch sprechen, dass man sie kaum versteht. Das kann es auch nicht sein. Wenn mehr Aerzte, dann Schweizer. Vorläufiger Aerztestopp sollten die Politiker befürworten.
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  • Kommentar von Manuela Fitzi  (Mano)
    Ich war neulich im Unispital Zürich. Ich war schockiert, weil die Ärzte fast alle auf Hochdeutsch gesprochen haben - überall, in der Cafeteria, auf dem Korridor, meine Assistenzärztin war auch aus Deutschland. Das Pflegepersonal hingegen war alles Schweizerinnen. Etwas läuft da gewaltig schief. Wollen die Schweizer keine Grossverdienerärzte werden oder können sie es nach Ansicht der Politik nicht?
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    1. Antwort von Markus Hunziker  (MH1)
      An der Politik liegt es wohl kaum, wenn Schweizer Pfleger lernen statt Arzt.
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    2. Antwort von Alois Keller  (eyko)
      Deutsche Ärzte kommen gerne in die Schweiz, weil sie doppelt oder mehr verdienen als in Deutschland. Sie sagen es - da läuft gewaltig etwas schief und muss gestoppt werden. Mehr Schweizer Ärzte ausbilden, dann können wir auf die aus dem Ausland verzichten.
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    3. Antwort von Martin Egger  (Martin Egger)
      Haben Sie noch nie vom "Numerus Clausus" gehört? Das funktioniert so: Die Anzahl der Studienplätze für Medizin ist in der Schweiz beschränkt. Die Universitäten bieten zu wenige Plätze an für die vielen am Studium interessierten. Deshalb gibt es wenige Schweizer Ärzte.
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