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Legende: Video SBB und BLS einigen sich im Fernverkehr abspielen. Laufzeit 00:58 Minuten.
Aus Tagesschau vom 22.08.2019.
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Einigung zwischen SBB und BLS Streit um Fernverkehrslinien beigelegt

  • Die BLS wird ab Dezember wieder im Fernverkehr tätig sein.
  • Die Privatbahn wird sukzessive drei Fernverkehrsstrecken unter der SBB-Konzession betreiben.
  • Der Einigung ging ein mehrjähriger Streit voraus.

Die BLS und die SBB hätten nach Gesprächen eine einvernehmliche Lösung gefunden, teilte das Eidgenössische Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (Uvek) mit.

Die Einigung löste beim Bund und beim Kanton Bern Freude aus. «So kann ein langwieriger Rechtsstreit vermieden werden. Die gemeinsame Lösung stärkt den öffentlichen Verkehr in der Schweiz», wird Verkehrsministerin Simonetta Sommaruga in der Mitteilung zitiert.

Der Kanton Bern als Mehrheitsaktionär der BLS nehme die Einigung mit Freude zur Kenntnis, hiess es auch von Seiten des Berner Verkehrsdirektors Christoph Neuhaus.

Drei Strecken

Der Vertrag zwischen den beiden Bahnen regelt, dass die BLS per Dezember 2019 den RegioExpress zwischen Bern – Biel als Fernverkehr betreiben kann. Per Dezember 2020 folgt die Strecke Bern-Burgdorf-Olten als Fernverkehr, schreibt das Uvek.

Die dritte Strecke betrifft die Linie Bern - Neuenburg - La-Chaux-de-Fonds. Sie wird bis Dezember 2020 als Regionalverkehr betrieben, per Dezember 2020 dann im Stunden-Takt als Fernverkehr.

Quelle: BLS, SBB, 22.08.2019BernLa Chaux-de-FondsBielOltenLyssNeuenburgKerzersInsBurgdorfLangenthalWynigenHerzogen-buchsee

Im Rahmen einer besseren Anbindung von La-Chaux-de-Fonds an die Westschweizer Städte geht die Linie von Neuenburg nach La-Chaux-de-Fonds mittelfristig an die SBB über.

SBB behält Fernverkehrskonzessionen

Im Rahmen der Vereinbarung wird die BLS die SBB-Verkaufsstelle in Lyss als Reisezentrum übernehmen. Die Leistungen im Fernverkehr erbringt die BLS unter der integralen Konzession der SBB. Dazu gründet die BLS AG eine neue Tochtergesellschaft unter dem Namen BLS Fernverkehr AG. Sie wird ihre Tätigkeit im Dezember 2019 aufnehmen.

Die BLS betreibt die drei Fernverkehrslinien eigenwirtschaftlich, also in voller Verantwortung für Ertrag, Qualität und Kosten. Zum Einsatz kommen BLS-eigene Züge und Lokführer.

Die BLS verzichtet damit auf eine eigene Konzession. Die SBB wiederum ziehen ihre am Bundesverwaltungsgericht hängige Beschwerde zurück. Die Konzession für den Fernverkehr bleibt für die nächsten zehn Jahre integral bei der SBB.

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20 Kommentare

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  • Kommentar von Severin Beutler  (LordEverin)
    Die Stimmung heute Morgen am SBB Schalter in Lyss war ein "wenig" getrübt. Sie haben durch die Medien erfahren, dass aus dem Schalter ein BLS Reisezentrum wird.
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  • Kommentar von Toni Koller  (Tonik)
    Etwas an diesem Artikel ist unverständlich: 1. Die Linie Bern - Neuenburg - La-Chaux-de-Fonds wird SCHON HEUTE von der BLS betrieben (als RE). Also was ist neu?
    2. "Mittelfristig" soll dann das Teilstück Neuenburg - La-Chaux-de-Fonds von der SBB übernommen werden. Ja was jetzt: wieder umsteigen in Neuenburg? Um Aufklärung seitens von Bahnsachverständigen wird gebeten!
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    1. Antwort von Rolf Bolliger  (jolanda)
      Zu Ihren 2 Feststellungen, Herr Koller, kann ich als ehemaliger Eisenbahner nur die erste Situation aufklären: Es stimmt, dass seit längerem schon stündlich zwischen Bern und La Chaux-de-Fonds, BLS-Kompositionen (Züge mit Re 460 Lokomotiven) verkehren. Die BLS befährt aber diese "Fernstrecke" voll im Auftrag der SBB! Das heisst fahrplanmässige Anordnungen, die anfallenden Personalkosten und Trassegebühren zahlt die SBB! 2. : Ob es nach dem Umbau (Spitzkehre Chambrelien) ändert, weis ich nicht!
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  • Kommentar von Jean-Philippe Ducrey  (Jean-Philippe Ducrey)
    Die BLS gehört zu 55.8% dem mit Milliarden aus dem Finanzausgleich unterstützten Kanton Bern, 21.7% der BLS gehören dem Bund. Wir Steuerzahler zahlen also für zwei sich konkurrenzierende Staatsbetriebe, zwei aufgeblasene Verwaltungen und deren Beschäftigungsprogramm. Die ehemalige Konsumentenschützerin Sommaruga freut sich darüber auch noch, dabei würde bei einer Integation der BLS in die SBB das Billet günstiger, weil ein riesiger Verwaltungs- und Unterhaltsapparat weniger bezahlt werden muss.
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    1. Antwort von Toni Koller  (Tonik)
      Was haben denn die "Milliarden aus dem Finanzausgleich" mit diesem Eisenbahn-Thema zu tun? Erstens: nicht viel. Und zweitens: Wie oft muss man noch wiederholen, dass der Kanton Bern kein krasser Beitragsbezüger ist, wenn man PRO KOPF der Bevölkerung rechnet - was die einzig adäquate Betrachtungsweise ist. Das billige Bern-Bashing via Finanzausgleich ist sattsam bekannt, aber deswegen nicht intelligenter.
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    2. Antwort von Jean-Philippe Ducrey  (Jean-Philippe Ducrey)
      @Koller: Bern erhält aus dem Kantonalen Finanzausgleich Geld. Wieviel ist eigentlich egal, fakt ist, dass er erhält. Sprich, die Steuerzahler der Geberkantone zur Kasse gebeten. Dagegen ist auch nichts einzuwenden, es gehört zum Schweizer Solidaritätsprinzip. Jetzt das ABER: Wenn man schon Geldempfänger ist, so sollte man zuschauen, dass man die Steuerzahler der Geberkantone nicht noch zusätzlich belastet. Doch die kantonseigene Berner Firma tut genau dies durch unsinnige Verwaltungskosten.
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