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Behörden rennen dem Glarner Software-Jungunternehmen die Tür ein
Aus Regionaljournal Graubünden vom 02.03.2021.
abspielen. Laufzeit 04:49 Minuten.
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Erfolg dank Corona Gastronom entwickelt Software für Massentests

Ein Glarner Wirt hat von der Bar zur Softwareentwicklung umgesattelt. Mit Erfolg. Seine Software ist von Kantonen und Unternehmen gefragt.

Geschichten über eine Software beginnen meist in einem Keller oder einer Garage. Die Geschichte von 2weeks beginnt in einer Bar. Als im vergangenen Sommer alle Restaurants die Daten ihrer Gäste erfassen mussten, kam dem Glarner Bar-Betreiber Marc Brunner die Idee für eine eigene Software: «Ich wollte eine saubere Lösung, die korrekt, aber für die Gäste und das Personal auch möglichst einfach zu handhaben ist.»

Porträt Marc Brunner
Legende: Marc Brunner hatte die Idee einer Contact-Tracing App für die Gastronomie. zvg Marc Brunner

Daraus entwickelte er zusammen mit seinem Sohn und einem Freund ein Web-Tool. Wichtiger Bestandteil davon ist die Registrierung mithilfe eines QR-Codes. «Es ist keine App, sondern funktioniert rein webbasiert. Es werden keine Daten auf dem Handy gespeichert, sondern verschlüsselt auf Schweizer Servern.» Grundsätzlich liessen sich pro Stunde 30'000 Personen registrieren.

So funktioniert die Software

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Beispiel Massentest: Der Proband meldet sich online für den Corona-Test an. Anschliessend erhält er per SMS einen QR-Code auf seinem Handy. Diesen Code muss er im Testcenter vorweisen. Seine Identität kann überprüft werden. Nach dem Test erhält der Proband das Resultat per SMS oder E-Mail.

Schnell stellte das Trio fest, dass die Nachfrage nach einer solch einfachen Lösung gross war. Zuerst nur bei anderen Gastronomen, aber plötzlich meldeten sich die Bündner Behörden bei Marc Brunner: «Sie fragten, ob wir die Software in zehn Tagen anpassen könnten.» In einer Hau-Ruck-Übung arbeiteten sie Tag und Nacht und konnten die Software für die Massentests im Engadin liefern.

Aus einer Idee wird ein Unternehmen

Von diesem Zeitpunkt an wurde das junge Unternehmen fast überrannt von Anfragen von Behörden, Firmen und Heimen. «Plötzlich hatten wir ein Unternehmen», sagt Brunner. Er habe keine freie Minute mehr. Unterdessen bietet die Firma die Software für Massentests, Impfkampagnen und weiterhin für das Contact-Tracing in der Gastronomie an.

Wenn ich könnte, stünde ich morgen schon wieder hinter der Bar.
Autor: Marc Brunner

Aber was passiert mit dem Unternehmen, wenn die Pandemie überstanden und Massentests und Contact-Tracing nicht mehr nötig sind? «Wir haben Ideen», sagt Brunner. «Es wird sicher weniger stressig sein und schliesslich haben wir ja alle einen anderen Job.» Denn sein Herz schlage immer noch für die Gastronomie: «Wenn ich könnte, stünde ich morgen schon wieder hinter der Bar.»

Regionaljournal Graubünden; 02.03.2021; 17:30 Uhr;

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10 Kommentare

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  • Kommentar von Konrad Pfister  (Konrad Pfister)
    Leider kann ich aus dem Artikel nicht verstehen, was die Software eigentlich macht...
  • Kommentar von Kari Raeschter  (K. Raeschter)
    Super, genau solche Leute braucht es in der Schweiz. Das macht die Schweiz aus: Innovationen, Lösungen für Krisen, usw. Finde ich gut. Hoffentlich wird die weiter entwickelt; Ideen gibt es sicher viele.

    Schade wurde E-Id vom Volk nicht angenommen. Sorry aber eine staatliche Lösung, wie dies vor allem die Linken wollen, wird es jahrelang nicht geben. Denn das zeigen die vielen gescheiterten staatlichen IT-Projekte, welche nur viel Geld gekostet haben.
  • Kommentar von Felix Meyer  (gegen unwahre Wahrheit)
    Da hat jemand eine gute Idee, kann sie zusammen mit anderen umsetzen, es wird danach gefragt und anstatt sich für diese Leute zu freuen, wird vorwiegend negativ kommentiert. Warum? Eifersucht, Frust, Neid? Ist doch gut, sollte Marc Brunner dadurch keine Hilfe von Steuergeldern benötigen. Vielleicht kann er mit der neuen Firma seine Bar halten. Sein Sohn und dessen Freund werden sicherlich auch profitieren und vermeiden evtl. einen finanziellen Engpass. Wäre nicht eher diese Denkweise angebracht?