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Legende: Audio Affront für Deutschschweizer an der «Fête des Vignerons» in Vevey abspielen. Laufzeit 06:21 Minuten.
Aus Espresso vom 11.07.2019.
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Eröffnung in Vevey verschoben Affront für Deutschschweizer an der «Fête des Vignerons»

  • Eigentlich war die Eröffnungsveranstaltung der «Fête des Vignerons» für den 18. Juli um 11 Uhr geplant. Der Veranstalter verlegte das Fest allerdings kurzfristig auf den Abend. Ende der Veranstaltung: 22.30 Uhr.
  • Damit wird es vielen Deutschschweizer Besuchern unmöglich, mit dem Zug nach Hause zu kommen.
  • Enttäuschte Tickethalter wollten ihre Tickets deshalb zurückgeben. Das Organisationskomitee stellte aber auf stur. Bis sich das SRF-Konsumentenmagazin «Espresso» einschaltete.

Etwa alle 20 Jahre findet das grosse Winzerfest, die «Fête des Vignerons», statt. In der Romandie ist es das Ereignis im Sommer 2019. Es werden hunderttausende Besucher erwartet.

Eine Gruppe Seniorinnen und Senioren aus dem Bernbiet, alle zwischen 75 und 85 Jahre alt, wollen dieses Grossereignis in Vevey nicht verpassen. Die Achtergruppe beschliesst, für die Eröffnungs-Show am 18. Juli um 11 Uhr Billette zu kaufen. Robert Engeler, der älteste der Gruppe, organisiert die Billette: «Über 200 Franken pro Billett, das ist schon an der Grenze punkto Preis», erzählt er «Espresso».

Kurze Zeit später erhält er eine Mail vom Ticketvermarkter Starticket mit der Mitteilung, die Anfangszeit der Show habe sich geändert, neu werde die Eröffnungsveranstaltung um 19 Uhr beginnen und um 22.30 Uhr enden.

«Wir kommen ja gar nicht mehr nach Hause!»

Robert Engeler schaut sich also die Zugverbindungen von Vevey in die Region Thun, Belp und Beatenberg an und merkt, dass sie gar nicht mehr heimkommen. Die Enttäuschung ist gross.

Wie von Starticket empfohlen versucht er nun, seine Tickets für eine Nachmittags-Veranstaltung an einem anderen Tag einzutauschen. Dass die Gruppe nebeneinandersitzen könnte in einer der Veranstaltungen, sei nicht möglich. Er nimmt Kontakt auf mit der Organisation des Winzerfests.
Vom Organisationskomitee erhält Engeler die Antwort, er habe ja eine Billett-Versicherung abgeschlossen beim Kauf. Er solle dort nachfragen. Die Billette könne er aber nicht zurückgeben.

Der 85-Jährige klopft also bei der Versicherung an, ohne grosse Hoffnung, weil er die Versicherungsbedingungen bereits gelesen hat und er erhält eine abschlägige Antwort. Nun sitzt er also auf Tickets im Wert von knapp 1400 Franken und weiss nicht weiter.

«Espresso» mischt sich ein – und es kommt Bewegung in die Sache

«Espresso» will von der Organisation wissen, weshalb die Anfangszeit der Eröffnungs-Show so kurzfristig geändert wurde. Und fragt bei der Kommunikationsabteilung nach, weshalb die Ticket-Regelungen für Deutschschweizer Besucher derart kundenunfreundlich und einseitig zu deren Lasten ausfallen.

Auf die Frage nach dem Grund der Verschiebung heisst es: «Weil wir es mehr Leuten ermöglichen wollten, teilnehmen zu können.» Die Organisation habe Zuschriften erhalten aus der Region, man möge die Eröffnung doch auf den Abend verlegen, weil viele tagsüber arbeiten müssten.
«Espresso» ist erstaunt über einen solchen Planungsfehler bei einem Anlass, der seit Jahren vorbereitet wird, und bei dem die Veranstalter von 20’000 Zuschauern allein am ersten Tag ausgehen.

Doch noch eine Rückerstattung

Schliesslich lenkt die Kommunikationschefin, Marie-Jo Lavente, ein und verspricht: «Betroffene können uns schreiben, wenn sie eine Rückerstattung möchten.» Und zwar direkt an die Organisation der «Fête des Vignerons» unter Angabe der Ticketnummer.

TV-Tipp: Wer es nicht nach Vevey zur Eröffnungsfeier schafft: Das Schweizer Fernsehen zeigt sie in voller Länge am Samstag, 27. Juli, ab 21 Uhr auf SRF1.

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28 Kommentare

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  • Kommentar von M. Roe  (M. Roe)
    Vielleicht wollen die Romands uns Deutschschweizer gar nicht an ihrem Fest haben. Wir sind halt schon etwas anders und nicht so ausgelassen, wie die Romands. Aber bezahlen sollten wir nicht auch noch für diesen Affront.
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    1. Antwort von Reto Camenisch  (Horatio)
      Diese 10000 verkauften Tickets für die Tagesvorstellung wurden nicht nur von Deutschschweizern gekauft, also "calmez-vous", seien sie weniger ausgelassen mit ihrem Kommentar. Die Vorstellung wurde verschoben, da nur Hälfte der Billete verkauft wurden.
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  • Kommentar von jean-claude albert heusser  (jeani)
    Für ein Fest, dass nur alle 20Jahre stattfindet sollte es eigentlich auch für "Romands" möglich sein einen Fixen Zeitplan zu "nageln"!
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  • Kommentar von Robert Engeler  (Bobbi6)
    Hans Leuenberger: wir waren eine Gruppe von 8 Personen aus Thun. Die Karten kauften wir im Internet am 10.06. und bezahlten Fr. 1'393.20. Die Verschiebung wurde uns per E-Mail am 27. Juni mitgeteilt. Zu diesem Zeitpunkt hatte es nur noch wenige Billette in der Kategorie von Fr. 200.-. An allen andern Tagesvorstellungen, die für uns in Frage kamen, waren nur noch Einzelplätze zu Fr. 200.- oder weniger. Für Fr 299 und 349 hatte es noch Plätze, einige konnten und andere wollten nicht soviel zahlen
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