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Ersatzwahlen in den Bundesrat Viola Amherd: «Der Puls ist etwas hochgegangen»

Legende: Video Viola Amherd: «Entscheidend ist, sich zu geben wie man ist» abspielen. Laufzeit 03:19 Minuten.
Aus News-Clip vom 05.12.2018.

Mit 148 Stimmen hat sich Viola Amherd bereits im ersten Wahlgang gegen ihre Konkurrentin Heidi Z'graggen durchgesetzt. Nach ihrer Wahl zeigt sich die Walliserin gelassen.

SRF News: Sie sagten im Vorfeld der Wahl, sie würden ruhig bleiben. Ganz ehrlich: Im Moment der Wahl, ging da ihr Puls nicht hoch?

Viola Amherd: Der Puls ging sicher etwas hoch. Aber ich bin ein ruhiger Mensch – deshalb ging der Puls auch schnell wieder runter.

Entscheidend ist, sich zu geben wie man ist.

Sie sind nicht nur eine ruhige Person, sondern auch eine Tennisspielerin. Im Wahlkampf mit Heidi Z’graggen sah es teilweise nach Gleichstand aus. Weshalb haben Sie den Matchball dennoch versenkt?

Es ist wichtig, dass man ruhig bleibt. Im Tennis darf in einem Tiebreak auch nicht nervös werden. Ich gab mir Mühe, so zu bleiben wie ich immer war. Ich sagte meinen Parlamentskollegen in den Hearings, dass ich weiterarbeiten werde wie bisher. Entscheidend ist, sich zu geben wie man ist.

Ich will dazu beitragen, dass man sich im Bundesrat zuhört, mit gutem Willen aufeinander zugeht und versucht, das Beste herauszuholen.

Mit welchen Vorsätzen werden Sie Ihr Amt antreten?

Ich will konstruktiv arbeiten und einen Beitrag leisten, gute Lösungen für das ganze Land und die Bevölkerung zu finden. Ich will dazu beitragen, dass man sich im Bundesrat zuhört, mit gutem Willen aufeinander zugeht und versucht, das Beste herauszuholen.

Es heisst oft, Sie seien ein politischer Zwilling von Doris Leuthard. Wo wollen Sie eigene Akzente setzen?

Das kann ich im Moment noch nicht sagen. Es hängt ganz davon ab, welches Departement mir am Freitag zugeteilt wird. Vorerst bringe ich sicher den Goodwill ein, mit den anderen zusammenzuarbeiten.

Auch Digitalthemen sind Ihnen wichtig. Werden Sie der «Digitalturbo» im Bundesrat?

Die Digitalisierung ist für mich tatsächlich ein wichtiges Thema. Es ist ein Zukunftsthema, das praktisch alle Politikbereiche betrifft. Ich sehe die Digitalisierung als Chance. Doch wenn wir diese Chance nutzen wollen, müssen wir auch etwas dafür tun – und ich habe ein grosses Interesse, mich dafür einzusetzen.

Sie sind momentan mitten in einer Art «Wahlfilm». Wissen Sie schon, welche Bilder Sie von diesem Tag in Erinnerung behalten?

Was mich besonders freute, war der Moment der Vereidigung, als Karin Keller-Sutter und ich synchron sagten «ich schwöre es». Das sehe ich als gutes Omen für die künftige Zusammenarbeit.

Das Gespräch führte Susanne Wille.

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