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Intensivbetten in zwei Wochen am Anschlag
Aus Tagesschau vom 27.10.2020.
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Fachleute des Bundes «Keine guten Nachrichten»: Das sagen die Experten zur Corona-Lage

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Masserey: «Wir haben etwa 6000 Fälle pro Tag» (franz.)
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Wie ist die Lage? Die Schweiz hat zurzeit etwa 6000 Fälle pro Tag, sagt Virginie Masserey, Leiterin Sektion Infektionskontrolle beim BAG. Die zweite Welle überrolle die Schweiz. Die Hospitalisierungen jetzt seien vergleichbar mit denen während der ersten Welle, ebenso die Todesfälle. Alle Altersklassen seien betroffen, aber ältere Personen hätten eine höhere Inzidenz als jüngere Menschen. Die Spitäler seien unter Druck. Auch das Contact Tracing sei zurzeit am Anschlag und überlastet.

Viele Kantone hätten zwar wirksame Massnahmen gefällt, die Gesellschaft verhalte sich aber nicht angemessen, so Martin Ackermann, Präsident der wissenschaftlichen Covid-19-Taskforce des Bundes. «Bleiben Sie zu Hause, wann immer es möglich ist.» Die Menschen handelten nicht wie Mitte März, als sie ihre Mobilität eingeschränkt hätten, sagte Ackermann. Das Mobilitätsniveau sei viel höher. Für Ackermann wären mehr Corona-Tests wünschenswert. «In der Schweiz wird zu wenig getestet.» Die Positivitätsrate sei mit über 20 Prozent zu hoch.

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Stettbacher: «Der Ausbau der Intensivstationen hat begonnen»
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Spitalbelegung: Andreas Stettbacher, Delegierter des Bundesrates für den Koordinierten Sanitätsdienst, erklärte, er habe keine guten Nachrichten und gab Auskunft über die Spitalbelegung. Wenn keine Massnahmen getroffen würden, reichten die Akutbetten noch für 15 Tage. «Bei den Intensivstationen, sollten diese auf 1400 Intensivplätze ausgebaut werden, würden die Reserven noch für 10 Tage reichen.»

Martin Ackermann sagte, die Erhöhung der Bettenkapazitäten sei nicht die Lösung des Problems. «Auch wenn wir die Bettenkapazitäten um 50 Prozent erhöhen, was sehr unrealistisch ist, brächte uns das bei gleich bleibendem Wachstum nur ein paar Tage. Dann wären auch diese Betten wieder ausgelastet.»

Tests und Impfstoffe: Laut Virginie Masserey, Leiterin Sektion Infektionskontrolle im BAG, hat sich an der Teststrategie des Bundes nichts geändert. Es seien genügend Tests vorhanden, um alle symptomatischen Personen zu testen.

Betreffend allfälliger Covid-19-Impfstoffe habe man nun zwei Verträge abgeschlossen, sei aber noch in Verhandlungen mit weiteren Herstellern. Es sei wichtig, zu diversifizieren, um einen Impfstoff garantieren zu können. Dafür gebe es Lieferverzögerungen beim Grippeimpfstoff. Die Impfdosen könnten womöglich erst im Dezember geliefert werden.

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Zürcher: «Bund und Kantone arbeiten an Umsetzung der Härtefallklausel»
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Betriebe in Not: An der Härtefallregel für besonders hart von der Corona-Pandemie betroffene Betriebe wird derzeit mit Hochdruck gearbeitet, wie Boris Zürcher, Leiter der Direktion für Arbeit beim Seco, ausführte. Es gehe u.a. um die Eventbranche, die Reisebranche und touristische Betriebe. Seit der Rückkehr zur besonderen Lage müsse der Bundesrat die Kantone und Sozialpartner konsultieren. Die Sache sei sehr komplex und brauche etwas Zeit. Die konkrete Ausgestaltung der Härtefallregel solle in der Zuständigkeit der Kantone liegen.

Stéphane Rossini, Direktor des Bundesamts für Sozialversicherungen, hielt fest, dass verschiedene Massnahmen zur Stützung der Wirtschaft weiterhin gelten. Beispielsweise die Erwerbsersatzregelung bleibe bis Ende Juni 2021 in Kraft. Andere Massnahmen hätten rückwirkende Auswirkungen. Gewisse Entscheide auf kantonaler Ebene würden sich ebenso auf Bundesgelder auswirken.

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Sturm: «Die Schweiz steht finanziell immer noch sehr gut da»
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Wirtschaftliche Lage: Gemäss Prognose der Konjunkturforschungsstelle KOF hat die Schweiz wegen Corona rund 40 Milliarden Franken an Einnahmen verloren. Dies sagte Jan-Egbert Sturm, Leiter der Expertengruppe Wirtschaft bei der National Covid-19 Science Task Force. «Die heutige Unsicherheit, kreiert durch die Pandemie, ist für die Wirtschaft eindeutig Gift.» Man solle die Wirtschaft «nur soweit eindämmen, wie wir unsere physischen Kontakte einschränken», mit Schutzmassnehmen und Homeoffice. Das sei alles nicht ideal, aber besser als eine Welt, in der sich die Pandemie immer weiter ausweite.

Tagesschau, 27.10.2020, 12:45 Uhr;

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122 Kommentare

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  • Kommentar von Philipp Borer  (Lux)
    Experten verfügen über detailliertes Fachwissen und/oder Erfahrung auf einem bestimmten Fachgebiet, wodurch sie Fachkompetenz erlangen, so ein bekanntes Lexikon. Anscheinend handelt es sich um ein neuartiges Virus, das so kompliziert ist, dass bis heute noch nicht isoliert werden konnte (gem. WHO) und dessen RNA im wesentlichen auf Computersimulationen basieren. Wie kann es jetzt sein, dass plötzlich soviel Experten auftauchen die dem BR das Leben durch Kritik und Forderungen schwer machen?
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    1. Antwort von Hans Meuri  (hmeuri)
      Der BR wird seit Frühling durch die Covid-TaskForce, bestehend aus 70 Mitgliedern, beraten. Alle Details findet man hier:

      https://ncs-tf.ch/de/
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  • Kommentar von Susanne Lüscher  (Lol)
    Es gibt sehr viele Experten, die würden hier vehement widersprechen, die kommen in den Medien nicht zu Wort. Es wird Zeit für Medien und Regierung, dass die für einen Monat in den Lockdown gehen, da sie ihren Ämtern nicht gerecht werden.
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  • Kommentar von Beate Rieger  (Silenzio)
    „Konkret scheinen höchstens 20 Prozent das Coronavirus weiterzuverbreiten.“
    Steht im Artikel von SRF. Wie kommt man zu so einer Aussage und vom wem stammt diese Aussage? Bitte SRF News können Sie dies konkretisieren? Die Aussage erscheint mir mir SEHR fragwürdig und ich vermute, dass hierbei etwas aus einem anderen Kontext (was in Bezug z.B. Cluster untersucht wurde) gerissen wurde. Merci vorab für Informationen.
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