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Engpässe im Corona-Test-System
Aus HeuteMorgen vom 27.10.2020.
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Testzentren am Anschlag Bundesrat ist froh um baldige Corona-Schnelltests

Es kommt immer öfter zu Wartezeiten bei den Corona-Teststationen. Kapazitäten ausbauen ist aber nur beschränkt möglich.

Die Corona-Fallzahlen steigen und immer mehr Leute wollen sich testen lassen. Die Kantone hätten in den letzten Tagen und Wochen ihre Testkapazität erhöht, betont der Generalsekretär der Gesundheitsdirektorenkonferenz, Michael Jordi.

Lange Warteschlangen

Etwas mehr läge noch drin. Es gibt aber mehrere potenzielle Engpässe im System. Da müssten zuerst einmal genügend Tests zur Verfügung stehen. «Bei der Teststelle müssen aber auch Fachleute vorhanden sein, die möglichst schnell behandeln oder die Testaufnahme machen können», ergänzt Jordi.

Und auch die Auswertung im Labor oder die Mitteilung des Resultats funktioniert nicht immer reibungslos. So hat es beispielsweise im Kanton Bern am Wochenende lange Warteschlangen bei den Testzentren gegeben.

Das sei an sich zu begrüssen, sagt Gundekar Giebel, Sprecher der Berner Gesundheitsdirektion. Denn je mehr Tests, desto mehr wisse man über die Ansteckungsgefahr. So wird nun das Testen ausgeweitet. «Wir werden die Kapazitäten in den Spitälern weiter aufstocken, aber auch eine dritte Spur bei unserem Drive-In auf dem BEA-Gelände planen», erklärt Giebel.

Bundesrat will Schnelltests

Mehr Tests sind aus epidemiologische Sicht sinnvoll. Die Schweiz hat in den letzten sieben Tagen im Schnitt knapp 25'000 Tests durchgeführt und eine Positivitätsrate von gut 22 Prozent. Bei einer so hohen Rate geben die Fallzahlen laut der Weltgesundheitsorganisation WHO kein verlässliches Bild mehr ab.

Auch Bundesrat Alain Berset hatte noch Anfang September erklärt, in der Grippesaison werde man mehr testen müssen. Etwa doppelt so viel wie heute – also etwa 50'000 Tests pro Tag. Jetzt klingt es aber anders: Nach einem Besuch am Universitätsspital Lausanne am Montag sagte der Gesundheitsminister, viel mehr als 25'000 Tests pro Tag lägen nicht drin.

Man sei deshalb sehr froh, wenn bald und breit die Schnelltests eingesetzt werden können. Der Bundesrat werde diese bald zulassen.

Video
Aus dem Archiv: Wer bezahlt den Coronatest?
Aus Tagesschau vom 05.07.2020.
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SRF 4 News, Heute Morgen, 27.10.2020, 06:00 Uhr

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44 Kommentare

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  • Kommentar von Christian Kunz  (CK124)
    Das Argument hinkt. Nicht die Zahl der positiv Getesteten ist das Problem, sondern die ansteigende Belastung der Intensivstationen. Diese ist real und erreicht demnächst ihr Limit.
    Mehr Test ergeben einfach das genauere Bild des Ausmasses.
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    1. Antwort von Conny Hasler  (conhas)
      und immer wie mehr Arbeitsnehmende sind krank,die nicht im Homeoffice arbeiten können,d.h. mehr und mehr fehlen den Firmen die Arbeitsnehmenden,d.h.wir müssen alles dafür tun,damit die Fallzahlen runtergehen:und ganz wichtig,denkt an das Spitalpersonal
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    2. Antwort von Beat Reuteler  (br)
      Es spielt effektiv nicht gross eine Rolle, da bei unkontrolliert steigenden positiv getesteten Zeitversetzt auch die Belastung der Spitäler incl. IP's steigen wird. Der Vorteil der Beachtung des Verlaufs positiver Tests ist also der Zeitgewinn, man kann bis zu einem gewissen Grad voraussagen ob und wann die Spitäler an die Grenzen kommen werden. Die Aussage stimmt zwar, das Problem sind nicht die pos. Tests, aber sie sind das Frühwarnsystem.
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  • Kommentar von Urs Huber  (back2normal.ch)
    Und kaum werden dann die Schnelltests eingesetzt, kommt es zu einem erneuten massiven Anstieg der Fallzahlen und zu neuen absurdem Aktionismus, nur weil man dann plötzlich viel mehr testen kann.
    Dieses Spiel hatten wir ja bereits am 16. März (Verkündigung Lockdown), nach dem am 13. März der PCR-Test eingeführt wurde.
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    1. Antwort von Daniel Bucher  (DE)
      Die PCR Tests taugen nicht für eine medizinische Diagnose. Sie sind nur für Forschungszwecke geeignet. Sie weisen nicht nach, ob jemand ansteckend ist sondern ob jemand irgendwann Kontakt mit Covid hatte. Schnelltests helfen unerkannte Ansteckungen offen zu legen.
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    2. Antwort von Rolf Künzi  (Unbestimmt)
      Bin ganz Ihrer Meinung. Weder wissen wir etwas über die Qualität der alten/neuen Tests noch berücksichtigen wir die Prävalenz, die Sensivität. die Spezifität in genügendem Ausmass. Um nur einige Fehlerquellen zu nennen.
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    3. Antwort von Christian Kunz  (CK124)
      PCR Test taugen durchaus zur Diagnose. Sie können qualitativ als auch quantitativ den Virus anhand seiner RNA (Erbinformation) nachweisen.
      Sie können aber nur eine aktuelle Infektion anzeigen und nicht eine vergangene. Vergangene Infektionen lassen sich nur noch seroligisch anhand ev. vorhandener Antikörper nachweisen, aber nicht mehr anhand der RNA
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    4. Antwort von Beat Reuteler  (br)
      Es kommt drauf an in welchem Umfang. Da wir aktuell bei den PCR-Tests auf eine Positivitätsrate von 30% zusteuern, müssen wir von einer Dunkelziffer von bis zu 10x ausgehen. Wir haben also bereits jetzt allen Grund zusätzliche Massnahmen zu beschliessen. Schliesslich wurden die Massnahmen im März ja auch nicht wegen der Tests, sondern wegen dem Virus beschlossen. Die Wirkung der Massnahmen war ja dann auch sehr gut.
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  • Kommentar von Ursula Nyfffenegger  (Ursunyff)
    Wieso kann man sich denn nicht auch beim Hausarzt testen lassen? Der kennt doch seine Patienten und somit wäre der administrative Aufwand ev. geringer? Kann mich jemand aufklären, wieso das so nicht geht? Oder geht das sogar?? Dank!
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    1. Antwort von Christa Wüstner  (Saleve2)
      Ich weiss nur so viel, nach Auskunft meiner Hausärztin hat sie die
      Bewilligung zum Testen bekommen. Alle Ärzte, die über einen Aussenbereich verfügen, wie z. Bsp. Terrasse dürfen es. In den Innenräumen dürfen keine Tests durchgeführt werden.
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    2. Antwort von Astrid Meier  (Swissmiss)
      Meine Hausärztin würde mich testen, falls ich Symptome hätte, und dafür notfalls einen Hausbesuch machen. Vielleicht geht es um Tests für Symptomlose, die in Quarantäne müssen oder waren?
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    3. Antwort von Christian Kunz  (CK124)
      Der Hausarzt macht bloss einen Abstrich der Schleimhaut und sendet die Probe ein. Das Testverfahren beruht auf PCR und stellt hohe Ansprüche an das Labor, die ein Hausarzt schlicht nie erfüllen kann.
      PCR kann grundsätzlich zum Nachweis und der Quantifiziernung eingesetzt werden. Letzteres übersteigt die Kosten für einen Schnellnachweis. Der Test sagt also nichts über den Virentiter, bzw. die Infektilsität aus.
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    4. Antwort von Conny Hasler  (conhas)
      es gibt viele Hausärzte die Tests machen;sich im Wohnkanton erkundigen,wer dies macht
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