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Legende: Video Irritationen um Maurers Interview abspielen. Laufzeit 00:53 Minuten.
Aus Tagesschau vom 26.01.2019.
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«Fall noch nicht geklärt» Ueli Maurer relativiert Khashoggi-Aussage

  • Bundespräsident Ueli Maurer relativiert seine Aussage zur Tötung des saudischen Journalisten Jamal Kashoggi.
  • Vor wenigen Tagen sagte Maurer, dieser Fall sei schon lange abgehandelt.
  • Nun erklärte er in der Samstagsrundschau von Radio SRF, er sei nach seinem Treffen mit dem saudischen Finanzminister falsch verstanden worden.
  • Seine Äusserungen hätten sich lediglich auf das Treffen bezogen. Der Fall Kashoggi sei nicht erledigt.
Legende: Video Aus dem Archiv: «Wir haben den Fall Khashoggi abgehandelt» abspielen. Laufzeit 01:08 Minuten.
Aus News-Clip vom 26.01.2019.

Bundespräsident Ueli Maurer sagte in der «Samstagsrundschau» von Radio SRF, er sei unmittelbar nach dem Gespräch mit dem saudiarabischen Finanzminister befragt worden. Er habe gesagt «mit ihm ist das abgehandelt».

Verweis auf den weiteren politischen Prozess

Der Fall als solcher sei selbstverständlich nicht abgehandelt, auch für die Schweiz nicht. «Meine Aussage hat sich auf mein Gespräch bezogen mit meinem Kollegen, dem Finanzminister», sagte der Bundespräsident.

Daraus lässt sich laut Maurer nicht ableiten, dass «die ganze Schweiz oder ich mit allem einverstanden» seien. «Das ist es selbstverständlich nicht», sagte Maurer und verwies auf den weiteren politischen Prozess.

Am vergangenen Mittwoch sagte Maurer im Interview mit SRF, dass der Fall Kashoggi besprochen worden und abgehandelt sei. Auf Nachfrage des SRF-Journalisten fügte der Bundespräsident noch an: «Wir haben darüber gesprochen. Wir haben die Differenzen festgestellt und Vorbehalte angebracht. Aber damit hat sich das Thema etwas erschöpft, aber es ist natürlich nicht auf ewige Zeiten erledigt.»

Maurer hält an Reise fest

In der Beziehung der Schweiz zu Saudiarabien habe es «noch ungeklärte Fragen im Raum», die geklärt werden müssten. Aber es sei im Interesse der Schweiz, dass man «irgendwann zur Normalität zurückkommt». Trotzdem hält Maurer daran fest, dass er noch dieses Jahr nach Saudi-Arabien reisen will.

Der Gesamtbundesrat hingegen hat noch nicht über die Normalisierung der Beziehungen mit Saudi-Arabien entschieden. Waffenexporte nach Saudi-Arabien werden weiterhin nicht bewilligt.

Der saudische Journalist Jamal Kashoggi wurde in der saudischen Botschaft in Istanbul getötet. Es besteht der Verdacht, dass der Auftrag dafür vom saudischen Kronprinzen kam.

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70 Kommentare

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  • Kommentar von Erich Nussbaum  (Erich Nussbaum)
    Als Christ sollte Ueli Maurer wissen, dass um einzelne unschuldige Mordopfer mehr als einhundert Jahre lang ein Theater gemacht wird. In manchen Fällen sogar mehr als zweitausend Jahre!
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  • Kommentar von marlene Zelger  (Marlene Zelger)
    Der US Präsident, und somit die exzellente Zielscheibe der Ultralinken WEF Gegnerschaft war halt nicht am WEF. Somit musst man auf ein alternatives Opfer ausweichen, um doch noch den Frust an einem rechtsbürgerlichen Staatsmann auslassen zu können. Und die lukrative Zielscheibe fand man, wie könnte es auch anders sein, eben beim Bundespräsidenten der SVP.
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    1. Antwort von Alex Volkart  (Lex18)
      An Frau Zelger: Ich kann nicht für andere Forenbesucher sprechen. Aber ich bin weder ein Ultralinker noch ein WEF-Gegner. Herr Maurer ist kein Opferersatz. Ich und andere kritisieren ihn völlig zurecht für sein Verhalten. Ein Fall ist erst abgehandelt wenn alle beteiligten Verbrecher verurteilt wurden. Dies ist hier nicht der Fall also ist der Fall nicht abgehandelt.
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  • Kommentar von Edi Steinlin  (Chäsli)
    Bundesrat Maurer ist ein grundehrlicher anständiger Bundesrat, nur weil er einmal eine vielleicht ungeschickte Antwort gegeben hat, muss er weder zurücktreten, noch sich dafür entschuldigen, der Fall ist tatsächlich abgehandelt.
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    1. Antwort von marlene Zelger  (Marlene Zelger)
      Herr Maurer hat sich in der Samstagsrundschau hervorragend gegen die zuweilen provozierenden Fragen verteidigt. Chapeau, Herr Bundespräsident und bleiben Sie weiterhin stark wie ein Fels in der Brandung!
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    2. Antwort von Alex Volkart  (Lex18)
      An Herr Steinlin: Ein Fall ist für gewöhnlich abgehandelt wenn alle Verbrecher verurteilt wurden. Dass ist hier eindeutig nicht der Fall, also ist der Fall nicht abgehandelt.
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