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Klima-Protest auf Autobahn in Lausanne
Aus News-Clip vom 11.04.2022.
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Festnahmen bei Klimademo Klimaaktivisten blockieren Autobahn in Lausanne

  • Einige Klimaaktivisten haben am Montagmorgen vorübergehend eine Autobahnausfahrt in Lausanne blockiert.
  • Die Polizei griff mit rund zehn Festnahmen durch – die Räumung sei friedlich verlaufen.
  • Die Aktivisten gehören der neuen Bewegung «Renovate Switzerland» an: Sie fordern vom Bundesrat einen Aktionsplan, um energetische Gebäudesanierungen voranzutreiben.

Die Aktivisten haben sich kurz vor 8 Uhr auf der Autobahn zum Maladière-Kreisel, der südlichen Einfahrt nach Lausanne, niedergelassen. Mehrere Polizeipatrouillen haben rasch eingegriffen, wie ein Journalist von Keystone-SDA vor Ort berichtet hat.

Die Ordnungskräfte haben die Blockade geräumt, indem sie die Aktivistinnen und Aktivisten von der Autobahn trugen. Die Polizei hat rund zehn Personen festgenommen, wie sie auf dem Kurznachrichtendienst Twitter mitteilt. Sie seien bei den Justizbehörden angezeigt worden. Die Räumung sei friedlich verlaufen – der Verkehr, der für eine Viertelstunde blockiert war, konnte danach wieder aufgenommen werden.

Die kürzlich gegründete «Renovate Switzerland» ist der Schweizer Ableger einer Bewegung des «zivilen Widerstands», die bereits in einem knappen Dutzend anderer Länder existiert, beispielsweise unter dem Namen «Dernière Rénovation» in Frankreich oder «Declare Emergency» in den USA. Die durchgeführte Aktion in Lausanne ist die Erste, die auf Schweizer Boden stattfindet. 

Ein Klimaaktivist sitzt auf der Strasse und blockiert den Verkehr.
Legende: «Renovate Switzerland» hat mitgeteilt, dass die Organisation ihre Aktionen fortsetzen werde, bis der Bundesrat ihrer Forderung nach einem nationalen Plan zur Sanierung von einer Million Häusern bis 2040 nachgekommen sei. Keystone

Die Aktivisten fordern konkret mehr Subventionen für energetische Gebäudesanierungen. Diese sollen ab 2023 eine Milliarde Franken pro Jahr betragen – fünfmal mehr als heute. Zudem sollen 100'000 Bauarbeiter in diesem Bausektor zusätzlich ausgebildet werden.

SRF 4 News, 11.04.2022, 09:00 Uhr;

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189 Kommentare

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  • Kommentar von SRF News (SRF)
    Liebe Community, vielen Dank für die spannenden Diskussionen zu diesem Artikel. Wir schliessen nun die Kommentarspalte und wünschen einen schönen Abend. Liebe Grüsse, SRF News
  • Kommentar von Pascale von Planta  (Pascale)
    An alle, die hier über das Klima und über die Dringlichkeit von Massnahmen zum Klimaschutz sich ins Zeug legen, sei gesagt: HIER geht es darum, ob jede Art von Protest erlaubt sein soll. Bitte redet doch nicht am Thema vorbei, das SRF vorgegeben hat.
    1. Antwort von Ueli von Känel  (uvk)
      Herr von Planta: Nicht erkannte Dringlichkeit (oder diese Jahre lang wegschieben) und Protest gegen dieses Wegschieben, auch wenn illegal, hat mit der Dringlichkeit griffigen Klimaschutzes zu tun. Offenbar tun auch Sie so, als bestände hier keinen Zusammenhang. Hände in Unschuld waschen landauf-landab…
    2. Antwort von Nora Zollberger  (norzo)
      @Planta 20:14: Ohne irgendeine Grundlage oder einen Anlass dafür, ist jeder Protest sinnlos und deshalb vielleicht auch nicht gerechtfertigt. Wenn der Anlass für den Protest das Gewicht einer Mücke hat, dann sollte auch der Protest dagegen sich im entsprechenden Rahmen halten. Aber wenn der Anlass das Gewicht eines Elefanten hat, oder noch grösser, dann darf auch der Protest entsprechend gross oder stark oder gewichtig sein. Es geht um Verhältnismässigkeit. Frage beantwortet?
  • Kommentar von Lukas Schmid  (Traugott)
    Der Bundesrat soll jetzt vorwärts machen.
    Die Anliegen der Demonstranten sind berechtigt.
    Der Klimawandel passiert bereits und wir tun nicht. Wie bei einem Dammbruch, der Pegel steigt aber die Hauptflutwelle ist noch nicht da, also müssen wir ja nichts tun.
    Falsch, wir sollte schon lange im Alarmmodus sein, die Aktivisten tun wenigstens etwas, und sei es nur die Strasse für 15 min zu sperren.
    Wir werden ja immer Sommer sehen wie der Klimawandel da ist bei 45C, Überschwemmungen oder Dürre.
    1. Antwort von Thomas Rüegger  (Thomas Rüegger)
      @Schmid
      1. "Die Aktivisten tun wenigstens etwas." - Stimmt! Etwas, das dem Klima aber nichts gebracht hat.
      2. "Der Bundesrat soll jetzt vorwärts machen." - Womit? Wie? In wessen Auftrag?
      Es geht hier gar nicht darum, ob die Anliegen berechtigt sind, sondern darum, welche Art von Protest gerechtfertigt ist.