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Abzocker klinken sich an Online-Fundbüro der SBB
Aus Espresso vom 17.09.2019.
abspielen. Laufzeit 04:18 Minuten.
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Fiese Masche Falsches Fundbüro zockt SBB-Kunden ab

Ein falsches Fundbüro lockt SBB-Kunden auf seine Internetseite und kassiert ohne Gegenleistung. Die SBB wehrt sich nun.

Den Rucksack, die Jacke oder das Handy im Zug vergessen, das ist schnell passiert. Also sucht man zuhause über das Internet das Fundbüro der SBB. Wer nun in der Suchmaschine «Fundbüro» und «SBB» eingibt, erhält als oberstes Resultat eine Anzeige: «Fundbüro - SBB, CFF, FSS - swisslostandfound.ch». Auch wenn es eine Anzeige ist: Das sieht nach dem offiziellen Fundbüro der SBB aus.

Wer die Seite anklickt und die Verlustmeldung ausfüllt, wird am Schluss aufgefordert, über PayPal 20 Franken zu bezahlen. Sobald dies geschehen ist, erhält man eine Bestätigung des SBB-Fundbüros. Und zwar des richtigen SBB-Fundbüros. Wird der verlorene Gegenstand gefunden, muss man bei der SBB allerdings erneut bezahlen. Ein betroffener Mann sagt im SRF-Konsumentenmagazin «Espresso»: «Das sind Trittbrettfahrer und Abzocker, die sich bei einem Service, der der SBB gehört, obendrauf setzen und Geld kassieren.»

Screenshot Google-Suchliste.
Legende: Verwirrend: Das «falsche» SBB-Fundbüro erscheint auf der Google-Suchliste an erster Stelle. Screenshot

SBB: «Die Seite hat nichts mit uns zu tun»

Die Seite «swisslostandfound» hat sich durch einen technischen Trick der Internetseite des SBB-Fundbüros vorgeschaltet. So können die Abzocker bei den ahnungslosen Kunden abkassieren. Die Verlustmeldung wird durch diesen Trick gleichzeitig beim richtigen SBB-Fundbüro ausgefüllt. Daher erhalten die Kunden auch eine echte Eingangsbestätigung.

Hereingelegte Kunden, die sich beim SBB-Kundendienst danach erkundigen, erhalten zur Antwort: «Dahinter steckt eine betrügerische Webseite, welche für CHF 20.- eine Verlustmeldung anbietet ohne eine Leistung zu erbringen. Die Seite hat nichts mit der SBB zu tun.»

Rechtliche Schritte eingeleitet

SBB-Sprecher Martin Meier sagt gegenüber «Espresso»: «Wir sind bereits daran, rechtliche Schritte gegen diese Seite einzuleiten.» Zudem habe die Bahn bei Google interveniert, damit die irreführende Anzeige bei der Suche nach dem SBB-Fundbüro nicht mehr erscheint. Das scheint Erfolg zu haben. Als erste Reaktion hat das falsche Fundbüro seine Adresse von «swisslostandfound.ch» auf «swisslostandfound.services» geändert.

Wer im Zug oder am Flughafen etwas verloren hat, sucht am besten auf der Internetseite dieser Firmen nach dem Fundbüro. So landet man nicht versehentlich auf der Abzockerseite eines angeblichen Fundbüros.

Tipps zur Fundbüro-Suche

Eine Alternative dazu ist «easyfind.ch». Diese Internetseite wird von den Fundbüros verschiedener Verkehrsbetriebe, Flughäfen und Gemeinden gemeinsam betrieben. Wer sich übrigens die Mühe macht, bei PayPal sein Geld zurückzufordern, erhält dies offenbar zurück. Dies berichten zwei betroffene «Espresso»-Hörer.

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