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Folge von Corona Digitale Medien gewinnen an Beliebtheit

  • Der Anteil an Personen, die kontaktlos bezahlen, Streamingdienste nutzen oder Radio und Fernsehen übers Internet konsumieren, ist gewachsen.
  • Das zeigt der Digimonitor der Interessengemeinschaft elektronische Medien (Igem) und der Werbemedienforschung (Wemf).
  • Dennoch werden Radio und Fernsehen immer noch stärker genutzt als die digitalen Alternativen.
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Aus dem Archiv: Bargeldlos bezahlen boomt
Aus Tagesschau vom 25.07.2020.
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Der Musikstreamingdienst Spotify konnte innert eines Jahres 300'000 Nutzerinnen und Nutzer dazugewinnen, das Videoportal Netflix gar 400'000 innerhalb eines Jahres. Netflix kommt damit auf 2.2 Millionen Abonnenten.

Mit ein Grund für das Wachstum des digitalen Medienkonsums sind gemäss den Studienautoren die Corona-Pandemie und der teilweise Lockdown im Frühjahr.

Bargeldlos Bezahlen boomt

Aus diesem Grund nimmt auch das kontaktlose Bezahlen mit dem Smartphone rasant zu. Rund 650'000 Personen entdeckten das bargeldlose Bezahlen mit dem Handy im vergangenen Jahr – 1.8 Millionen Personen in der Schweiz nutzen nun mobile Bezahlmöglichkeiten.

Ein Drittel der Bevölkerung bezahlt mindestens gelegentlich mit Apps wie Twint, Apple-, Google- oder Samsung-Pay, wobei die Schweizer App Twint am beliebtesten ist: Etwas mehr als ein Viertel der Gesamtbevölkerung nutzt Twint.

TV und Radio am beliebtesten

Auch bei den Laptops gibt es dank vermehrtem Homeoffice einen Zuwachs. Rund eine halbe Million Schweizerinnen und Schweizer nutzen neu mindestens gelegentlich einen Laptop. Erstmals gibt es so mehr Laptop- als PC-Nutzer.

Allerdings werden das herkömmliche Fernsehen und Radio in der Schweiz immer noch stärker genutzt als die digitalen Alternativen. Der Fernseher bleibt sogar das meistgenutzte elektronische Gerät in der Schweiz. 95 Prozent der Gesamtbevölkerung schauen fern – davon 70 Prozent täglich.

Eine Hand zeigt mit der Fernbedienung auf einen Fernseher.
Legende: Auch bei den 15- bis 24-Jährigen schaltet rund die Hälfte jeden Tag den Fernseher ein. Keystone

Das Radio bleibt beliebt, es hat fast dreimal so viele Hörerinnen und Hörer wie der Musikstreamingdienst Spotify (5.7 Millionen). Radio-Geräte werden von 82 Prozent der Bevölkerung genutzt. Von den unter 25-Jährigen schalten 80 Prozent das Radio ein, davon knapp die Hälfte täglich.

Social Media legen kräftig zu

Auch soziale Medien gewannen neue Nutzer dazu: Facebook und Instagram wuchsen im «Corona-Jahr» um je 350'000 User. Somit nutzen 46 Prozent der Gesamtbevölkerung Facebook. Ein Drittel der Bevölkerung tummelt sich gelegentlich auf Instagram.

Bei den unter 25-Jährigen ist der Zuwachs bei der Video-App TikTok am grössten. Insgesamt verfünffachte sich die Anzahl Nutzer gegenüber dem Vorjahr auf 370'000.

Für den Digimonitor der Interessengemeinschaft elektronische Medien (Igem) und der Werbemedienforschung (Wemf) wurden im April und Mai telefonisch rund 1760 Personen ab 15 Jahren in der Deutsch- und Westschweiz befragt.

SRF 4 News, 01.09.2020, 17:00 Uhr;

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3 Kommentare

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  • Kommentar von Ernst Richener  (Schmutz Fink)
    Die digitale Sklaverei,schreitet mit riesen Schritten voran!
    Wenn ich schon an die diegitale Demenz,von vielen Menschen denke,gute Nacht Menschheit!
    Die digitalisierung hat sicher auch positives,aber viel mehr negatives!
    Ein grossteil der Menschheit,gibt sich schleichend,immer mehr in die Klauen,von ein paar wenigen Grosskonzernen,bis es kein zurück mehr gibt!
  • Kommentar von Andy Gasser  (agasser)
    Radio wird es immer geben. Lineares TV hingegen kann man bald einmal abschalten. Niemand benötigt "Rundfunk" im klassischen Sinn noch. Zumal ja inzwischen die meisten Anschlüsse sowieso via IPTV erfolgen oder erfolgen könnten.
    1. Antwort von Samuel Herrmann  (Samuel Herrmann)
      Auch SRF hat mit der "digital first"-Initiative erkannt, dass lineare Programme nicht mehr zeitgemäss sind. Bereits jetzt höre ich Radiosendungen wie "Espresso" als Podcast. Gerne würde ich auch wieder mal 10vor10 auf meinem SmartTV ansehen - zurzeit ist das aber noch nicht möglich.