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Geschlossene Restaurants und freiwillige Massentests
Aus Rendez-vous vom 04.12.2020.
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Fragen und Antworten Graubünden führt als erster Kanton freiwillige Massentests durch

Die Corona-Massnahmen in Graubünden werden massiv verschärft. Regional gibt es freiwillige Massenstests.

Was wurde beschlossen? Die Lage in Graubünden habe sich verschärft, deshalb müssten auch die Massnahmen verschärft werden, sagte Regierungspräsident Christian Rathgeb am Freitagmorgen vor den Medien. Für die Festtage und die Wintersaison wurde ein Gesamtschutzkonzept verabschiedet, welches zusätzliche Massnahmen umfasst. Zudem wird in mehreren Regionen des Kantons eine flächendeckende Teststrategie umgesetzt.

Was gilt bei Versammlungen? Der Kanton Graubünden verbietet Treffen von mehr als zehn Personen, sowohl im öffentlichen als auch im privaten Raum. Ausgenommen sind politische Anlässe und Versammlungen. Für religiöse Gottesdienste und Beerdigungen gilt die strikte Einhaltung von Schutzkonzepten und es dürfen maximal 50 Personen an solchen Versammlungen teilnehmen.

Was gilt für Gastrobetriebe? Am Donnerstag ist es bereits durchgesickert: Sämtliche Restaurants, auch diejenigen in Skigebieten, bleiben bis am 17. Dezember geschlossen. Ausnahmen gelten für Lieferdienste und Take-Aways, Kantinen und Hotel-Restaurants für Gäste.

Was gilt an Schulen? An öffentlichen und privaten Schulen gilt bis am 23. Dezember 2020 auf dem gesamten Schulareal eine Maskenpflicht. Ausgenommen sind Schülerinnen und Schüler in Kindergärten und Primarschulen.

Medienkonferenz
Legende: Die Bündner Regierung informierte am Freitagmorgen über die verschärften Massnahmen. SRF

Weitere Einschränkungen: Auch Freizeiteinrichtungen werden geschlossen, zum Beispiel Kinos, Theater, Museen sowie Bibliotheken, Clubbetriebe oder Wellness-Anlagen. Eine Ausnahme bilden Outdoor-Freizeitanlagen und Wellness-Anlagen für Hotelgäste. Auch sind sportliche Aktivitäten in öffentlichen oder privaten Räumen mit mehr als 10 Personen verboten.

Freiwillige Massentests: Zusätzlich zu den Einschränkungen setzt die Bündner Regierung auf regionale Flächen- und Kontrolltests. Im Rahmen eines Pilotprojekts wird in mehreren Regionen die gesamte Bevölkerung auf freiwilliger Basis getestet. Diese Strategie soll ein genaueres Bild der Lage liefern. Zusätzlich soll mit dem Pilotprojekt die Ausgangslage für einen Flächentest über den ganzen Kanton geschaffen werden. Die Tests sind für die Bevölkerung kostenlos und schweizweit ein Novum.

Fallzahlen in Graubünden: Gesamtschweizerisch sind die Fallzahlen in den vergangenen Tagen leicht gesunken. In Graubünden steigen die Zahlen sogar leicht an oder stagnieren auf hohem Niveau. Gegenwärtig seien im Kanton 734 Personen in Isolation und 1'076 in Quarantäne, heisst es in einer Mitteilung des Kantons. Seit Oktober habe sich die Zahl der Todesfälle mehr als verdoppelt. Über die Hälfte der positiv getesteten Personen könne nicht sagen, wo sie sich angesteckt hat.

Rendez-vous, 4.12.2020, 12:30 Uhr;

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16 Kommentare

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  • Kommentar von Astrid Meier  (Swissmiss)
    Bin ich die Einzige, die sich fragt, was angeordnete Massentests zusammen mit dem neuen Phänotypisierungsgesetz bedeuten? Immerhin hinterlässt jedermann, der sichbtesten lässt, zwangsläufig auch seine DNA.
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  • Kommentar von Martin Müller  (Nonaeol)
    Menschen haben oft Mühe, einen Verkehrsunfall zu rekonstruieren, obwohl viele Objekte grösser als sie selbst sind. Wie soll man wissen, wo man sich ein unsichtbares Ding eingefangen hat? Wir sollten uns weigern, auf entsprechende Fragen zu antworten, da die Schlussfolgerungen aus den Antworten, die wir geben, reine Spekulation sind.
    Massentests sind keine gute Idee, um die Fallzahlen runter zu bringen. Die Politik schaut nur auf die Fallzahlen. Wie viele Tests gemacht wurden, ist für sie egal.
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    1. Antwort von christian drack  (Chregel)
      Viele unbekannte Ansteckungen werden sich an Einkaufswagen, Zahlstellen oder Türfallen ereignet haben. Im Frühling wurde viel besser auf Handdesinfektion geachtet!
      Wieso sollten wir uns weigern, auf Fragen zu antworten, die Sinn machen? Wenn mein Bruder krank war, um dich danach auch, kann ich doch sehr gut Auskunft geben, dass die Ansteckung in der Familie stattgefunden hat, oder nicht? Ich verstehe ihre Logik nicht...
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  • Kommentar von Samuel Müller  (Samuel Müller)
    Jetzt müssen wir anfangen zu beten!
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