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Nati-Spiele: Verband macht Familienplanung
Aus Espresso vom 28.09.2017.
abspielen. Laufzeit 04:24 Minuten.
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Fussball-Tickets Nati-Spiele: Verband macht Familienplanung

  • Am 7. Oktober trifft die Schweiz im letzten Heimspiel der WM-Qualifikation auf Ungarn. Attraktive Familientickets locken mit guten Tribünenplätzen, Hotdogs und Getränken nach Wahl sowie Süssigkeiten in der Pause.
  • Der Haken: Die Tickets lassen sich online nur buchen für zwei Erwachsene mit einem oder zwei Kindern.
  • Alleinerziehende mit einem Kind oder fünf- und mehrköpfige Familien bleibt der Zutritt auf die Buchungsplattform (Ticketcorner und Fussballverband SFV) verwehrt.
  • Mitschuld an immer mehr Einschränkungen der Veranstalter sind lusche Drittanbieter wie Viagogo.

Nach dem letzten Heimspiel in St. Gallen (3:0-Sieg gegen Andorra) publizierte der Fussballverband SFV eine Warnung für den Ticket-Vorverkauf: Den Fans wird empfohlen, Tickets nur noch bei Ticketcorner und dem SFV zu kaufen und Online-Ticketbörsen von Zweit- und Drittanbietern zu meiden. Diese Mitteilung geschah aus gutem Grund und hat mit Szenen zu tun, die sich vor dem Anpfiff des Andorra-Spiels abspielten.

Marco von Ah, Medienchef des Schweizer Fussballverbands SFV: «Erwachsene kamen mit Kindertickets an, was ihnen von den Verkäufern verschwiegen wurde. Wir versuchten zu helfen und liessen sie gegen einen Aufpreis ins Stadion. Dabei hatten sie schon zu viel für die Karten bezahlt. Das führte zu unschönen Diskussionen. Nun wollen wir der Misswirtschaft entgegentreten.»

Kindertickets eingeschränkt

Für das Spiel am 7. Oktober in Basel stellen der Fussballverband und sein Partner Ticketcorner nicht mehr für alle Kategorien Kindertickets zur Verfügung. Zwar gibt es günstige Angebote für Kids hinter den Toren und attraktive Plätze auf der Haupttribüne für Familien, mit Hotdog und Getränken nach Wahl. Diese Familientickets können aber nur als Pakete gebucht werden.

Eine Familie mit drei Kindern wird allerdings auf Ticketcorner gleich zweimal stolpern. Erstens kann eine Person maximal vier Tickets auf der Online-Plattform buchen. Zweitens werden Familientickets nur für zwei Erwachsene mit einem oder zwei Kindern verkauft. SFV-Sprecher von Ah: «Unlautere Methoden von Einzelnen führen zu einem Massnahmenkatalog, der auch die «guten» Fans betrifft. Das ist schade»

Mühsamer Umweg

Es gibt jedoch laut dem SFV einen Weg, dennoch an Familientickets zu kommen: Mit einem Telefonanruf bei Ticketcorner oder dem Fussballverband. Auf diesem Weg könnten grössere Gruppen zusammen buchen oder zum Beispiel eine fünfköpfige Familie doch noch in die Familienzone gelangen.

Der unkomplizierte Weg über die Onlinebestellung steht jedoch weiterhin nur drei- und vierköpfigen Familien zur Verfügung, auch wenn es technisch kein Problem wäre, dies zu ändern.

Der Fussballverband erklärt die restriktive Haltung mit «statistischen Erfahrungen». Es habe sich gezeigt, dass die meisten Gruppen zu dritt oder vier, nicht aber zu fünft ins Stadion kämen. Und man könne mit Viererblöcken das Ticketing besser organisieren. Allerdings auf Kosten der Kundenfreundlichkeit.

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8 Kommentare

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  • Kommentar von Daniele Röthenmund  (Daniele Röthenmund)
    Familienfreundlich? Besonders wenn die Spiele immer später angesetzt werden. Aber man denkt immer nur alles über den Geldsäckel lösen zu können.
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  • Kommentar von Manuela Fitzi  (Mano)
    Die Förderung des Idealbildes der Schweizer Familie. ;)
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    1. Antwort von E. Waeden  (E. W.)
      Nun, Sport verbindet eben auch Generationen. Das sollten sich die Veranstalter mal hinter ihre Löffel schreiben. Und Kinder bilden ja auch die nächste Generation Fussballspieler, denn heutige Fussballspieler sind ja auch nicht einfach so vom Himmel gefallen.
  • Kommentar von pedro neumann  (al pedro)
    Klingt vielleicht nicht sehr familienfreundlich, aber die 2-Kindfamilie weltweit wäre die einzige Chance, dass die Menschheit langfristig überleben kann...Leider sieht die Realität in den Entwicklungsländern anders aus...
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    1. Antwort von Andrea Esslinger  (weiterdenken)
      Die Dreikopffamilie für ein Jahrhundert wäre die einzige Möglichkeit, dass die Menschheit längerfristig überleben könnte. Aber den Kinderreichtum der dritten Welt für unsere Umweltzerstörung verantwortlich zu machen grieft zu kurz. Der Pro-Kopf-Verbrauch an Wasser, Boden, Energie und vielem anderem ist in der dritten Welt signifikant geringer als bei uns.
    2. Antwort von Tom Duran  (Tom Duran)
      Aha, ja dann sammeln Sie doch mal Unterschriften um mehr als zwei Kinder zu verbieten... So ein Schwachsinn, wir leben in einem freien Land (hoffentlich) und können so viele Kinder zeugen wie wir wollen. Das dann irgendwelche Statistiker mit fadenscheinigen Argumenten keine Kindertickets an ein drittes Kind abgeben wollen hat nur einen Grund: weniger Umsatz da teure freie Plätze belegt werden. Abzocker!
    3. Antwort von E. Waeden  (E. W.)
      Hä? Was hat das jetzt mit Fussballspielen & Tickets zu tun? Fakt hier ist doch, dass zuviele Köche den Brei verderben & es eben einigen Köchen nur um viel Kohle geht. Kinder-Ticket kosten nun mal weniger als diejenigen für Erwachsene. Ebenso spülen Familienvergünstigungen nicht so viel Geld in die Kassen.
    4. Antwort von Manuela Fitzi  (Mano)
      @Duran: Auch Grossfamilien haben kein Anrecht darauf, alles billiger zu kriegen. Wer soviel Kinder zeugt, wie er will, zahlt auch für so viel Kinder, wie er wollte.