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Gartencenter öffnen wieder: Es warten viele Kunden und viel Arbeit
Aus HeuteMorgen vom 24.04.2020.
abspielen. Laufzeit 02:17 Minuten.
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Gartencenter öffnen wieder Es wird wieder grün – und streng für die Gärtner

Am Montag dürfen Gartencenter und Gärtnereien wieder öffnen. Das freut die Branche, stellt sie vor einige Herausforderungen und vor allem vor viel Arbeit.

Zwischen dem Entscheid des Bundesrats, Gärtnereien und Gartencenter wieder zu öffnen, und dem Tag der Öffnung liegen elf intensive Tage – mit viel Arbeit wie Schutzmaterial bestellen, Konzepte durchdenken, Verkaufsflächen umstellen, Pflanzen vorbereiten.

Noch gestern war hier alles leer, doch jetzt herrscht emsiges Treiben.
Autor: Patrick DaeppGartencenter Daepp Münsingen

Zwischen Bern und Thun liegt das Gartencenter Daepp Münsingen. Am Telefon nimmt uns Patrick Daepp mit. «Noch gestern war hier alles leer, doch jetzt herrscht emsiges Treiben», schildert er die Lage. Mit Staplern und Etagenwägen bringen Mitarbeitenden die Pflanzen aus der Eigenproduktion in die Verkaufshalle.

Arbeit trotz Corona-Schliessung

Mit 45 Mitarbeitenden ist die Baumschule mit Staudengärtnerei ein KMU mit grossem Sortiment. Doch nicht nur draussen ist viel zu tun. Im Kassenbereich werden Plexiglasscheiben und Bodenkleber montiert, erklärt Patrick Daepp weiter. «Beim Eingang bauen wir ein Zählsystem auf, sodass sich nie zu viele Kunden und Mitarbeitende gleichzeitig auf unserem Areal aufhalten.»

Pflanzen in einem Treibhaus
Legende: Gärtnereien und Gartencenter sind gewappnet für die Öffnung ihrer Geschäfte. Keystone

Auch in der Corona-Zeit sei ihnen die Arbeit nicht ausgegangen, sagt Daepp, denn die Pflanzen bräuchten Pflege und Wasser. Nach einer anfänglichen Schockstarre hätten sie den Parkplatz zum Abholplatz für die Online-Bestellungen gemacht. Zum Glück bestand Ihr Online-Shop bereits.

Viele Pflanzen wurden vernichtet

So haben sich viele in der «grünen Branche» zu helfen gewusst, beispielsweise mit spezielle Pflanzen-Paketen für den Garten oder gelieferten Blumensträussen. Hier seien die kleinen und mittleren Unternehmen im Vorteil gewesen, weiss Carlo Vercelli, Geschäftsführer beim Verband Jardinsuisse. «Die ganz grossen Produzenten brachte ihre Ware natürlich nicht weg und so sind viele Pflanze auf den Kompost gelandet.»

Der Branchenverband schätzt, dass Frühlingsblumen im Wert von 40 Millionen Franken vernichtet worden sind. Wie sich das in den Umsatzzahlen niederschlägt, liesse sich allerdings noch nicht sagen. Klar ist aber, dass in den Monaten April, Mai und Juni Gärtnereien die Hälfte ihres Jahresumsatzes machen.

Patrick Daepp in Münsingen beschäftigt noch etwas anderes: «Als Nächstes will ich aufs Feld hinaus, wo wir am Anpflanzen sind. Dort herrscht Trockenheit, der Boden ist staubtrocken.» Das bereitet ihm Sorgen, doch der Ausblick auf die nächste Woche bereitet ihm ebenso grosse Freude. Nach arbeitsintensiven Wochen mit weniger Umsatz ist die Branche unter Druck, aufzuholen – und dies wegen der Distanzvorgaben mit weniger Kundschaft als üblich.

Heute Morgen, 24. April 2020, 6:00 Uhr

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9 Kommentare

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  • Kommentar von Alexander Ognjenovic  (Alex)
    Das ist ein sehr gutes Zeichen der Besserung dass die Gärtnereien, Gartencenter und Blumenläden in 3 Tagen wieder öffnen dürfen! Jeder Schritt zurück zur Normalität ist ein grosser Erfolg für alle! Die Zeit vergeht schnell und bald werden auch alle anderen Geschäfte öffnen dürfen! Der Sommer und die wärmeren Temperaturen werden die Pandemie schnell vergessen lassen! Viele Menschen sind bereits jetzt wieder gesund!
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  • Kommentar von Samira Amgarten  (S Amgarten)
    Andere Branchen wären froh, sie dürften wieder öffnen. Schade ist der Grundtenor in diesem Bericht von Jammern über viel Arbeit (nachdem man jetzt einen Monat fast nichts zu tun hatte) oder trockene Böden (was Corona nicht alles für Auswirkungen hat...) geprägt. Manchmal habe ich Mühe, die Leute zu verstehen.
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    1. Antwort von Angela Nussbaumer  (Angela N.)
      Frau Amgarten, in meinem Garten ist der Boden bis in die Tiefe staubtrocken und nur mit sehr viel Wasser lässt sich das ändern. Wasser, von dem wegen der Trockenheit, man konnte es in SCHWEIZ AKTUELL erfahren oder der TAGESSCHAU bereits soviel verbraucht wird, wie normalerweise im Hochsommer. Wir haben nicht endlos Wasser, zum Einen. Das Gemüse, welches Sie zum Leben benötigen, ist mit viel Arbeit verbunden. Die Trockenheit IST ein Problem.
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  • Kommentar von Angela Nussbaumer  (Angela N.)
    Bei uns war es immer möglich, von Landi, Gartencenter im Ort und von unserer Gärtnerei das Nötige zu beziehen. Sei es per Hauslieferung mit Rechnung, sei es zur Abholung der bestellten Ware vor dem Betrieb, wo die 2 Meter Distanz locker eingehalten werden können. Mehrarbeit für die Mitarbeiter auf jeden Fall, das trifft zu. Doch was ECHT besorgniserregend ist, ist die Trockenheit und die Auswirkungen auf unsere Gemüseproduzenten! Dagegen erscheint mir die Mehrarbeit für Gartencenter ein Klacks.
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