Das ist die Suisa: Die Suisa ist eine Genossenschaft und vertritt die Urheberrechte der Musikschaffenden in der Schweiz und in Liechtenstein. Das heisst: Sie zieht bei denen Geld ein, die Musik öffentlich nutzen, und verteilt es an jene, die sie komponiert haben. Dabei geht das Geld nicht zwingend an die Musikerinnen und Musiker, die auftreten. Denn es gibt viele, die ihre Lieder nicht selbst schreiben. Sondern das Geld geht an die Urheberinnen und Urheber der Musik.
Das ist der Rekord: Letztes Jahr hat die Suisa einen Gesamtumsatz von über 238 Millionen Franken gemacht. Das sind 2 Prozent mehr als im Vorjahr und so viel wie noch nie.
Das sind die Gründe: So viel verdient hat die Suisa aufgrund von Live-Konzerten und Hintergrundmusik. Also jedes Mal, wenn in einem Restaurant, im Radio, auf Spotify oder auf Youtube Musik läuft, fliesst Geld zur Suisa. Ein Grund für den neuen Rekord sind auch Mega-Konzerte, die es in der Schweiz immer öfter gibt – etwa letztes Jahr von Ed Sheeran oder von Imagine Dragons.
Dahin fliesst das Geld: Die Suisa ist nicht profitorientiert und verteilt einen Grossteil des Geldes zurück an Künstlerinnen und Künstler. Insgesamt 191 Millionen Franken sind an Komponistinnen, Songwriter und Verleger gezahlt worden. Einen Grossteil davon erhalten Musikschaffende im Ausland. Genaue Zahlen dazu gibt es nicht. Wenn Künstlerinnen und Künstler ihre Musik verkauft haben – etwa wie Bob Dylan oder Phil Collins – dann geht das Geld der Urheberrechte meistens an grosse Investmentgesellschaften und Musikverlage. Das sind dann Unternehmen wie Sony Music, Hipgnosis oder Concord, für welche die Suisa die Bürokratie im Hintergrund abwickeln muss.
Zum Beispiel Greenfield: Am Donnerstag startet das Greenfield Festival in Interlaken. Wenn an diesem Festival eine Band irgendwo ein Cover von Phil Collins in einen Song einfliessen lässt, dann muss aufgedröselt werden, wer mit wie viel Geld für die Passage im Lied entschädigt werden muss. Das passiert mit einer langen Excel-Liste, welche Bands im Nachhinein einreichen müssen. Dort ist genau aufgelistet, welche Lieder in welcher Variante gespielt werden. Die Lizenzgebühren zahlen dann in der Regel die Konzert- und Festival-Veranstalterinnen.