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«Gewisse Atempause» Krankenkassenprämien steigen 2019 wohl weniger als 3 Prozent

  • Die Krankenkassenprämien in der Schweiz dürften 2019 durchschnittlich um weniger als drei Prozent ansteigen.
  • Viele junge Erwachsene werden von einer Prämiensenkung profitieren können.
  • Der Branchenverband der Krankenversicherer Santésuisse warnt aber weiterhin vor steigenden Kosten.
Legende: Video Krankenkassenprämien steigen weniger als gedacht abspielen. Laufzeit 01:35 Minuten.
Aus Tagesschau am Mittag vom 19.09.2018.

Für das laufende Jahr zeichnet sich ein geringerer Kostenanstieg bei der obligatorischen Krankenpflegeversicherung ab als in den Vorjahren, stellt Santésuisse fest.

Ab 2019 können die Krankenversicherer nämlich jungen Erwachsenen im Alter von 19 bis 25 Jahren die Entlastung im Risikoausgleich in Form tieferer Prämien weitergeben.

Die aktuelle Kostenentwicklung bedeute damit «eine gewisse Atempause». Laut dem Branchenverband muss diese genutzt werden, um Massnahmen zu ergreifen, die das Kostenwachstum langfristig spürbar dämpfen.

Mögliche Massnahmen

Als mögliche Lösungen schlägt Santésuisse unter anderem vor, durch einen jährlichen Auslandpreisvergleich für alle Medikamente deren Preise zu senken. Im ambulanten Bereich könnten Pauschaltarife eingeführt werden und Spitäler sollten sich zugunsten höherer Qualität vermehrt spezialisieren.

Ausserdem sollte die Selbstverantwortung der Versicherten gestärkt werden, indem die Mindestfranchise massvoll erhöht und eine Gebühr für Bagatellfälle im Spitalnotfalldienst eingeführt würden.

Gesundheitskosten 2017 unterdurchschnittlich angestiegen

Santésuisse erwähnt weiter, dass die Gesundheitskosten im Jahr 2017 pro Person in der obligatorischen Krankenpflegeversicherung mit einem Anstieg von 1,7 Prozent unter dem langjährigen Schnitt geblieben sind.

Die Pro-Kopf-Kosten seien dabei bei den stationären Spitalleistungen um 3,1 Prozent gesunken. Erklären lässt sich dies durch einen höheren Kostenanteil der Kantone und gleichzeitig würden immer mehr Leistungen ambulant, statt stationär erbracht.

Erfreulich ist nach Ansicht von Santésuisse auch, dass die Zahl der Konsultationen in Arztpraxen nahezu konstant geblieben ist. Weil aber die Kosten pro Konsultation zugenommen haben, resultierte bei den ambulant tätigen Ärzten 2017 ein Kostenanstieg um 2,7 Prozent.

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25 Kommentare

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  • Kommentar von Karin Zumsteg (Pharma)
    Unser Gesundheitswesen ist ein Business mit Krankheiten. Bei akuten Krankheiten & in der Chirurgie fantastisch. Bei chronischen Krankheiten & in der Prävention vom richtigen Weg abgekommen. Bsp 1 Magnesium ist ein Schlüsselmineral für zahlreiche Körperfunktionen. Mineralstoffe z.B. werden von der Schulmedizin (OKP) konstant ignoriert, an der Hochschule nicht gelehrt. Dozenten der Industrie haben Studium & Berufsausübung von Medizinalpersonen unter ihrer Kontrolle. Das ist eine Schande.
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  • Kommentar von Mattias Derungs (Mattias Cristian Derungs)
    Die grossen Kostentreiber sind angeblich die Spitäler! Und was ist mit der Pharmaindustrie? Es wird noch Apotheken gesprochen, aber Hauptkostentreiber ist ganz klar die Pharma und ihre Lobbyisten, welche aber mit keinem Wort erwähnt werden!!!
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  • Kommentar von Heinrich Müller (Heinrich)
    Der Titel «Die Krankenkassenprämien steigen 2019 wohl weniger als 3 Prozent" ist tendenziös. Wir haben «OBLIGATORISCHE» Krankenkassenkassenprämien und diese sind reine staatlich verordnete «ZWANGSGEBÜHREN» die für Konsumenten oder freie Bürger weder mit der Gesundheit noch den Versicherungen etwas gemeinsam hätten. Reden wir uns wohl nichts ein, wir werden von einer Mehrheit Ultra Linken regiert. Medizinische Grundversorgung WÄRE WOHL die PFLICHT der Regierung.
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