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Gewitter über der Schweiz Schlammlawine im Wallis – Trams in Bern zeitweise lahmgelegt

  • Heftige Gewitter sind am Dienstagabend und Mittwoch über die Schweiz gezogen. SRF Meteo zählte über 25'000 Blitze.
  • Der Flughafen Zürich wurde der Flugbetrieb über längere Zeit beeinträchtigt, über 10'000 Passagiere waren von Umbuchungen und Flugausfällen betroffen.
  • Die Stadt Bern war von intensivem Regen im Mittelland am intensivsten betroffen.
  • In der Innerschweiz kam es zu Erdrutschen sowie Problemen auf Strassen und Schienen.

Am Mittwochvormittag bildete sich quer über das Mittelland eine kräftige Gewitterlinie, von der die Stadt Bern am stärksten betroffen war.

Bei der Polizei gingen bis am Mittwochmorgen zwölf Meldungen aus dem Berner Oberland und eine aus der Region Bern ein, vorwiegend zu umgefallenen Bäumen und Wassereinbrüchen in Gebäuden. Verletzt wurde nach ersten Erkenntnissen niemand.

Berner Tramverkehr komplett eingestellt

Wegen heftigem Niederschlag stellten die Stadtberner Verkehrsbetriebe Bernmobil den Tramverkehr am Mittwochvormittag während 40 Minuten komplett ein.

Bei der Berner Kantonspolizei gingen bis am Mittwochmorgen zwölf Meldungen ein, vorwiegend wegen umgestürzter Bäume und Wassereinbrüchen. Verletzt wurde nach ersten Erkenntnissen niemand.

Gewitter zwingt Swiss zu Flugausfällen und Umleitungen

Am Flughafen Zürich führte ein schweres Gewitter zu langen Betriebsunterbrüchen, wie die Fluggesellschaft Swiss am Mittwoch mitteilte. Swiss-COO Oliver Buchhofer bezeichnete die Wetterlage als aussergewöhnlich. In den rund zehn Jahren, die er im Flugbetrieb tätig sei, konnte sich Buchhofer an ein einziges vergleichbares Unwetter am Flughafen Zürich erinnern.

Das Gewitter sei länger und intensiver als prognostiziert gewesen und habe sich direkt über dem Flughafen festgesetzt, so Buchhofer. Wegen der Blitzschläge habe das Bodenpersonal nicht im Freien arbeiten können, weshalb der Betrieb aus Sicherheitsgründen zeitweise habe eingestellt werden müssen.

Person zeigt auf Präsentation auf einem Bildschirm.
Legende: Wie Swiss-COO Oliver Buchhofer erklärte, traf das Unwetter den Hub Zürich besonders hart. KEYSTONE/Andreas Becker

Insgesamt mussten 26 Flugzeuge auf andere Flughäfen wie Basel, Lyon, Mailand oder Stuttgart umgeleitet werden. Zudem annullierte die Swiss am Dienstag und Mittwoch rund 70 Flüge. Von den Ausfällen und Umleitungen waren über 10'000 Passagiere betroffen.

Murgänge und gesperrte Strassen in der Innerschweiz

Im Kanton Uri führten die Unwetter zu Murgängen und Strassensperrungen. Die Sustenpassstrasse bleibt zwischen Gorezmettlen und der Passhöhe bis auf Weiteres geschlossen, wie die Urner Baudirektion mitteilte. Über eine Wiedereröffnung soll am Donnerstagvormittag entschieden werden. Gesperrt bleibt auch die Kleintalstrasse in Isenthal.

Auf der Klausenstrasse kam es wegen eines Erdrutsches zu Verkehrsbehinderungen. Der Verkehr wurde zwischen Urnerboden und Ennetlinth-Linthal GL wechselseitig geführt. Die Baudirektion des Kantons Uri zog dennoch eine glimpfliche Bilanz und erklärte, die Hochwasserschutz­massnahmen hätten einwandfrei funktioniert.

Schlammlawine blockiert Grenzverkehr im Wallis

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Im Unterwallis verschütteten zwei Murgänge – der erste kurz nach Mitternacht und der zweite gegen Mittag- die Kantonsstrasse zwischen Les Evouettes und Le Bouveret. Mehrere Tausend Kubikmeter Geröll und Schlamm gingen innerhalb weniger Stunden auf die Fahrbahn nieder und machten die Strasse unpassierbar.

Beim zweiten Murgang wurden zudem Bagger mitgerissen, die seit dem Morgen für die Räumungsarbeiten im Einsatz standen. Auf der Strasse sind viele Pendler aus Frankreich unterwegs, die in der Schweiz arbeiten. Eine Umleitung in Richtung Saint-Gingolph und Frankreich wurde eingerichtet. Verletzt wurde laut der Walliser Kantonspolizei niemand.

Im Kanton Obwalden war der Bahnverkehr der Zentralbahn zwischen Alpnach Dorf und Alpnachstad am Dienstagabend von 21 Uhr bis 4 Uhr morgens unterbrochen. Seit Betriebsbeginn am Mittwoch verkehren die Züge wieder normal. Eine vorübergehende Sperrung der Seestrasse in Seedorf UR wurde am frühen Morgen wieder aufgehoben.

Über 700 Feuerwehreinsätze im Kanton Zürich

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Im Kanton Zürich kam es seit Dienstag zu über 700 Feuerwehreinsätzen. Besonders betroffen waren die Stadt Zürich sowie die Gemeinden Wallisellen, Dübendorf und Rafz, wie Schutz & Rettung Zürich (SRZ) in der Nacht auf Mittwoch mitteilte.

Wegen des starken Regens musste am Abend zudem ein Konzert der Rockband Linkin Park im Zürcher Letzigrund-Stadion für rund 45 Minuten unterbrochen werden. Danach wurde die Veranstaltung fortgesetzt.

SRF Meteo, 30.06.2026, 19:50 Uhr ; 

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