- Heftige Gewitter sind am Dienstagabend und Mittwoch über die Schweiz gezogen. SRF Meteo zählte über 25'000 Blitze.
- Der Flughafen Zürich wurde der Flugbetrieb über längere Zeit beeinträchtigt, über 10'000 Passagiere waren von Umbuchungen und Flugausfällen betroffen.
- Die Stadt Bern war von intensivem Regen im Mittelland am intensivsten betroffen.
- In der Innerschweiz kam es zu Erdrutschen sowie Problemen auf Strassen und Schienen.
Am Mittwochvormittag bildete sich quer über das Mittelland eine kräftige Gewitterlinie, von der die Stadt Bern am stärksten betroffen war.
Bei der Polizei gingen bis am Mittwochmorgen zwölf Meldungen aus dem Berner Oberland und eine aus der Region Bern ein, vorwiegend zu umgefallenen Bäumen und Wassereinbrüchen in Gebäuden. Verletzt wurde nach ersten Erkenntnissen niemand.
Berner Tramverkehr komplett eingestellt
Wegen heftigem Niederschlag stellten die Stadtberner Verkehrsbetriebe Bernmobil den Tramverkehr am Mittwochvormittag während 40 Minuten komplett ein.
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Bild 1 von 9. Eine Schlammlawine verschüttete die Strasse zwischen den kleinen Ortschaften Le Bouveret und Les Evouettes am Ostende des Genfersees. Bildquelle: Keystone/Maxime Schmid.
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Bild 2 von 9. Nach Schätzungen rutschten durch den heftigen Regen bis zu 1.500 Kubikmeter Geröll und Schlamm den Hang hinunter. Bildquelle: Keystone/Maxime Schmid.
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Bild 3 von 9. Bagger waren nach wenigen Stunden bereits im Einsatz, um die Strasse freizuschaufeln. Bildquelle: Keystone/Maxime Schmid.
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Bild 4 von 9. Kräftige Gewitter führten in der Region Bern und im Berner Oberland zu Schäden. (im Bild: Thun). Bildquelle: SRF Augenzeuge/Ulrich Steiner.
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Bild 5 von 9. Am Mittwochvormittag bildete sich quer über das Mittelland eine kräftige Gewitterlinie, von der die Stadt Bern am stärksten betroffen war. (im Bild: Monbijoupark). Bildquelle: SRF.
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Bild 6 von 9. In Wallisellen kam es zu kleineren Überschwemmungen. Bildquelle: SRF Augenzeuge.
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Bild 7 von 9. Das Unwetter zog gemäss Schutz & Rettung Zürich zunächst am Dienstagabend über den Kanton Zürich und erreichte rund eine Stunde später die Stadt Zürich (im Bild). Bildquelle: SRF Augenzeuge/Nadine Spielmann.
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Bild 8 von 9. Heftiger Starkregen, der sich nur langsam fortbewegte, führte zu überlaufenden Kanalisationen und Strassen, überfluteten Unterführungen, vollgelaufenen Kellern sowie zu Gewässern, die über die Ufer traten. Im Bild eine Strassenunterführung in Wallisellen. Bildquelle: SRF.
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Bild 9 von 9. Blitze über Cham / Zugersee . Bildquelle: SRF Augenzeuge/Marcel Dubacher.
Bei der Berner Kantonspolizei gingen bis am Mittwochmorgen zwölf Meldungen ein, vorwiegend wegen umgestürzter Bäume und Wassereinbrüchen. Verletzt wurde nach ersten Erkenntnissen niemand.
Gewitter zwingt Swiss zu Flugausfällen und Umleitungen
Am Flughafen Zürich führte ein schweres Gewitter zu langen Betriebsunterbrüchen, wie die Fluggesellschaft Swiss am Mittwoch mitteilte. Swiss-COO Oliver Buchhofer bezeichnete die Wetterlage als aussergewöhnlich. In den rund zehn Jahren, die er im Flugbetrieb tätig sei, konnte sich Buchhofer an ein einziges vergleichbares Unwetter am Flughafen Zürich erinnern.
Das Gewitter sei länger und intensiver als prognostiziert gewesen und habe sich direkt über dem Flughafen festgesetzt, so Buchhofer. Wegen der Blitzschläge habe das Bodenpersonal nicht im Freien arbeiten können, weshalb der Betrieb aus Sicherheitsgründen zeitweise habe eingestellt werden müssen.
Insgesamt mussten 26 Flugzeuge auf andere Flughäfen wie Basel, Lyon, Mailand oder Stuttgart umgeleitet werden. Zudem annullierte die Swiss am Dienstag und Mittwoch rund 70 Flüge. Von den Ausfällen und Umleitungen waren über 10'000 Passagiere betroffen.
Murgänge und gesperrte Strassen in der Innerschweiz
Im Kanton Uri führten die Unwetter zu Murgängen und Strassensperrungen. Die Sustenpassstrasse bleibt zwischen Gorezmettlen und der Passhöhe bis auf Weiteres geschlossen, wie die Urner Baudirektion mitteilte. Über eine Wiedereröffnung soll am Donnerstagvormittag entschieden werden. Gesperrt bleibt auch die Kleintalstrasse in Isenthal.
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Bild 1 von 3. Wie es bei der Kantonspolizei Uri auf Anfrage hiess, handelte es sich um einen Murgang, ausgelöst durch ein starkes Gewitter... Bildquelle: Baudirektion Uri.
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Bild 2 von 3. ... niemand sei zu Schaden gekommen. Am Mittag meldet der Kanton, dass die Aufräumarbeiten andauerten, die Strasse bleibe gesperrt. Bildquelle: Baudirektion Uri.
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Bild 3 von 3. Auch in der Urner Gemeinde Seedorf kam es zu Murgängen. Bildquelle: Baudirektion Uri.
Auf der Klausenstrasse kam es wegen eines Erdrutsches zu Verkehrsbehinderungen. Der Verkehr wurde zwischen Urnerboden und Ennetlinth-Linthal GL wechselseitig geführt. Die Baudirektion des Kantons Uri zog dennoch eine glimpfliche Bilanz und erklärte, die Hochwasserschutzmassnahmen hätten einwandfrei funktioniert.
Im Kanton Obwalden war der Bahnverkehr der Zentralbahn zwischen Alpnach Dorf und Alpnachstad am Dienstagabend von 21 Uhr bis 4 Uhr morgens unterbrochen. Seit Betriebsbeginn am Mittwoch verkehren die Züge wieder normal. Eine vorübergehende Sperrung der Seestrasse in Seedorf UR wurde am frühen Morgen wieder aufgehoben.