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Besuch im Spital? Bitte frische Maske auf!
Aus Espresso vom 15.02.2021.
abspielen. Laufzeit 04:41 Minuten.
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Hygienemassnahmen Im Spital sind Stoffmasken tabu

Wer ein Spital besucht, sollte sich vorab über die Zutrittsregeln informieren.

«Masken-Verwirrung an der Klinikpforte» titelte kürzlich das Webmagazin OnlineReports.ch. Die Merian-Iselin-Klinik in Basel hatte einen Besucher angewiesen, seine verhältnismässig teure FFP2-Maske durch eine gewöhnliche Hygienemaske zu ersetzen.

Der Mann hatte wenig Verständnis dafür und sprach von einer «seltsamen Pandemie-Bekämpfungsstrategie». Das Spital begründete die Massnahme damit, dass sehr viele Fake- und Billigmasken im Umlauf seien, «die wenig bis keinen Schutz bieten». Man wolle sicherstellen, dass alle Personen in der Klinik eine geprüfte Maske tragen.

Keine Ausnahmen in Winterthur

Die Basler Klinik ist nicht allein mit ihren Vorschriften, wie eine Umfrage des SRF-Konsumentenmagazins «Espresso» zeigt: Auch zahlreiche andere Spitäler verlangen, dass Besucherinnen und Besucher eine frische, vom Spital ausgehändigte Maske anziehen. So etwa das Kantonsspital Winterthur: «Wir wollen sicherstellen, dass nur geprüfte und frische Masken im Haus getragen werden.»

Ausnahmen gibt es keine, «weil wir nicht beurteilen können, ob diese Masken den Hygiene- und Qualitätskriterien entsprechen oder wirklich frisch sind.» Personen, die mit einer FFP2-Maske kommen, dürfen diese zwar aufbehalten, müssen aber eine chirurgische Maske des Spitals darüber anziehen.

FFP2-Pflicht in Graubünden

Das Kinderspital in Zürich erlaubt FFP2-Masken nur, «sofern diese als FFP2-Maske erkennbar und frisch sind», sagt Spitalhygieniker Christoph Berger. Ganz und gar nicht ok sind dagegen Stoffmasken: «Bei diesen ist es einfach schwierig, zu erkennen, ob es sich um Masken handelt, die den Anforderungen entsprechen.» Man könne aber die Hygienemaske darüber anziehen, wenn man das wünsche. Auch in allen anderen von «Espresso» angefragten Spitälern sind Stoffmasken nicht erlaubt.

Wie unterschiedlich die Spitäler mit der Maskenfrage umgehen, zeigen die Beispiele Graubünden und Baden: Während am Kantonsspital Graubünden ausschliesslich FFP2-Masken erlaubt sind, kann man das Kantonsspital Baden auch mit eigener Maske besuchen. «Die Besucher werden nach dem Zustand der Maske gefragt», heisst es aus Baden. «Falls diese frisch ist, braucht es keine neue Maske beim Eintritt ins Spital. Nicht erlaubt sind Stoffmasken oder solche mit einem Ventil.»

Spontane Spitalbesuche sind nicht ratsam

Ganz generell sind spontane Besuche in einem Spital derzeit nicht ratsam. So gibt es in mehreren Spitälern ein generelles Besuchsverbot, etwa im ganzen Kanton St. Gallen oder auch in den Kantonsspitälern Baselland und Luzern. Ausnahmen gibt es unter anderem für Geburten oder bei Patienten, die im Sterben liegen. Andere Spitäler haben Zeitfenster, in welchen Besuche während einer bestimmten Dauer (zum Beispiel maximal 30 Minuten) erlaubt sind. Grundsätzlich wird aber verlangt, dass man seinen Besuch anmeldet. Und in aller Regel ist pro Patient maximal eine Besucherin oder ein Besucher pro Tag erlaubt.

Es lohnt sich also, sich vorab über die geltenden Besuchsregeln zu informieren. Diese sind meist gut auffindbar auf den Internetseiten der Spitäler aufgeschaltet.

Espresso, 15.02.2021, 08:13 Uhr

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11 Kommentare

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  • Kommentar von Adriano Granello  (adgr)
    Eine Hygienemaske der Klinik über die selbst mitgebrachte FFP2 Maske stülpen..? Ausser für die einheitliche Optik aller Maskentragenden im Spital ist das für absolut nix gut!
    1. Antwort von Jerome Gerster  (jgerster)
      Oben im Artikel steht es: es gibt sehr viele gefälschte FFP-2 Masken. Niemand kann das wirklich kontrollieren. So stellt das Spital sicher, dass der Besucher eine geprüfte, frische Maske trägt. Die Person kann die eogene Maske ja ausziehen und nach dem Spitalbesuch wieder anziehen.
  • Kommentar von Michel Koller  (Mica)
    Richtig so. Die Krankenhäuser sind dem Schutz der Patienten und Angestellten verpflichtet und dazu noch potentielle Verbreitungsorte für Viren. Hier streng zu agieren ist sinnvoll und wichtig. Müsste man auch in Alten- und Pflegeheimen so handhaben.
  • Kommentar von Michael Mauerhofer  (mmhofer)
    Ich finde das mit den Stoffmasken, von wegen Hygiene, Schutz vor Viren, so oder so den "Witz des Jahres".
    1. Antwort von Peter Lustig  (PeterLustig)
      Ich wechsle meine Stoffmasken täglich und diese werden 1x die Woche bei 60° gewaschen, Hygiene gewährleistet. Ob jeder seine Hygienemaske regelmässig wechselt, kann ich nicht beurteilen. Aber die Berge von Abfall welche mit diesen Einwegmasken produziert werden geben mir persönlich zu denken.
      Ich gehe davon aus, dass Sie Ihre Unterwäsche auch täglich wechseln, oder tragen sie Einwegwindeln? Hygiene auch gewährleistet, oder? ;-)
    2. Antwort von Nicolas Frei  (Nicolas11)
      An @Peter Lustig
      Schön und gut, dass Sie Ihre Masken 1x pro Woche waschen, jedoch verstehe ich nicht wieso Sie Herr Mauerhofer direkt mit dem tragen von Windeln beschuldigen... Klar sind die Einwegmasken eine klare Umweltverschmutzung. In Krankenhäuser und Alterspflegeheime, werde ich jedoch lieber von Menschen ohne Stoffmaske angesprochen. (Um das geht es im Beitrag von SRF:)
    3. Antwort von Roger Ebischer  (RO.Ebi)
      @Peter, ich denk der Herr oben an Ihnen spricht sicherlich nicht von den Menschen die immer eine frisch gereinigte Maske mit der nötigen Vorschriften anhaben. Trotzdem gehört es in einer ausserordentlichen Lage, die Prozesse so einfach zu machen, dass kaum Fehler einschleichen. So eben, dass jeder Gast eine neue Maske des Spitals annimmt und anzieht. Ist ja theoretisch nicht viel verlangt, aber die Leute können gerne den ganzen Tag darüber diskutieren.
    4. Antwort von Michael Mauerhofer  (mmhofer)
      Herr Lustig. Für mich ist ihre Argumentation mit dem direkten Vergleich von Gesichtsmaske und Windel quasi ein "Freudscher Versprecher" ((-;