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Gewinnausschüttung der SNB «Ich bin ausserordentlich erfreut»

Die Kantone erhalten mindestens eine Milliarde Franken aus dem letztjährigen Gewinn der Nationalbank. Die Berner Finanzdirektorin Beatrice Simon zeigt sich erfreut.

Legende: Video Kantone erhoffen sich Gewinnausschüttung abspielen. Laufzeit 01:38 Minuten.
Aus Tagesschau vom 09.01.2017.

SRF News: Wie ist Ihre Reaktion auf die voraussichtlich zusätzliche Milliarde Franken für die Kantone aus dem Nationalbank-Gewinn?

Beatrice Simon: Als bernische Finanzdirektorin freut mich das natürlich ausserordentlich – und auch den Finanzdirektoren der anderen Kantone dürfte das so gehen. Die meisten von ihnen haben den Betrag schliesslich in ihren kantonalen Budgets fix eingeplant.

Wofür werden die Kantone das Geld aus dem Nationalbank-Gewinn ausgeben?

Meist fliesst der Betrag in die normale Rechnung der Kantonsfinanzen, es ist nicht für einen bestimmten Zweck gedacht. Das ist auch im Kanton Bern so. Das Geld trägt aber sicher dazu bei, dass die Finanzen im Lot bleiben.

Wenn die Ausschüttung ausfällt, ist das schon sehr happig.

Gemäss der aktuellen Vereinbarung zwischen dem Eidgenössischen Finanzdepartement und der Nationalbank können Bund und Kantone mit grösserer Sicherheit mit einer jährlichen Gewinnausschüttung rechnen als früher. Bewährt sich das neue System?

Es scheint tatsächlich so. Früher war nicht immer sicher, dass die Nationalbank tatsächlich eine Gewinnbeteiligung an Bund und Kantone ausschüttete. Fehlt der Betrag – für den Kanton Bern bedeutet das 80 Millionen Franken haben oder nicht haben – ist das schon sehr happig. Für uns ist es deshalb sehr gut, dass man zuverlässiger mit dem Geld rechnen kann als früher.

Im Kanton Bern haben wir durch einen Fonds zudem eine Sicherheit eingebaut. Falls das Geld von der Nationalbank doch einmal nicht kommen sollte, können wir den Betrag aus dem Fonds nehmen und ins Budget einfliessen lassen. Allerdings muss man sehen, dass dies ein sehr seltener Fall ist: Erst ein einziges Mal hat die Nationalbank keinen Gewinn an Bund und Kantone ausgeschüttet.

Das Gespräch führte Andrea Jaggi.

Legende: Video Gewinn der Nationalbank abspielen. Laufzeit 01:43 Minuten.
Aus Tagesschau vom 09.01.2017.

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6 Kommentare

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  • Kommentar von Denise Casagrande (begulide)
    Noch mehr Geld zum verschwenden für den riesigen, unkontrollierten Verwaltungsapparat der Schweiz und den vielen, überholungsbedürftigen- da teuer und kompliziert - "Kantönlligeist-Systemen"....
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  • Kommentar von Rolf Bolliger (robo)
    Wie reagieren jetzt landauf und landab die Geldverteiler-Parteien (Missgünstigen und Neider), die sich den Kampf gegen den Kapitalismus auf ihre Fahnen geschrieben haben? Sicher nehmen die linken Politiker in den Kantonen diese Nationalbank-Zuschüsse sehr gerne entgegen! Oder möchten sie doch lieber auf neue Steuererhöhungen für Investoren, Unternehmer und Erbschaften beharren?
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    1. Antwort von Nico Basler (Bebbi)
      Ach Quatsch Herr Bolliger. Das rot/grüne BS budgetiert seit Jahren den NB-Zuschuss nicht als fixen Posten. Dies im Gegensatz zum rechtsbürgerlichen BL und anderen solchen Politamateuren.
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  • Kommentar von M. Kaiser (Klarsicht)
    Der Durchschnittsverdienst eines Büezers liegt pro Jahr bei 60 000 Fr, durch die Null-Zins-Politik zockt der Staat somit runde 2000 Fr über die SNB ab. Das sind alleine bei 4Mio Arbeitenden 8 Milliarden Fr. Abgesehen von der Mehrwertsteuer und Lohnsteuer eine versteckte Zusatzsteuer. Nächstens wird uns geoffenbart , dass wir den Banken für das Geld dass wir ihnen zur Aufbewahrung überlassen, um ihren Schuldnern für 5 bis 18% Zins weiterreichen zu können, 1% Verwaltungskosten teuer zu bez. haben.
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