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Inklusions-Initiative Menschen mit Behinderung wollen Rechte mit Initiative einfordern

  • Menschen mit Behinderungen haben vor dem Bundeshaus in Bern mehr politische Partizipation und ein Leben auf Augenhöhe gefordert.
  • Die bisherigen Bemühungen, der UNO-Behindertenrechtskonvention gerecht zu werden, werden von den Behinderten-Organisationen als ungenügend eingestuft.
  • Sie wollen ihre Rechte mit einer neuen nationalen Inklusions-Initiative durchsetzen.
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Aus dem Archiv: Kein Wahlrecht: Warum schliessen wir Menschen mit Behinderung aus?
Aus Forward vom 24.02.2021.
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Die Schweiz hat sich mit der Ratifizierung der UNO-Behindertenrechtskonvention dazu verpflichtet, ein selbstbestimmtes Leben, Teilhabe und Inklusion für Menschen mit Behinderungen zu garantieren. Das war am 15. April 2014. Dieser Verpflichtung sei die Schweiz bisher nur ungenügend nachgekommen, stellen die Organisationen von Menschen mit Behinderungen fest.

Nur das, was wir alle wollen

Zehn Jahre nach der Einführung eines in den Augen der Behindertenorganisationen minimalistischen IV-Assistenzbeitrags stellten Menschen mit Behinderungen ihre eidgenössische Volksinitiative vor.

Die Initiative fordert, dass Menschen mit Behinderungen die personellen und technischen Ressourcen erhalten, um sich mittels Assistenz vollumfänglich und selbstbestimmt in Gesellschaft, Politik, Wirtschaft und Kultur einbringen zu können.

Das bedeutet Inklusion

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Legende: Unterstützung statt Separation Keystone

Der Begriff der Inklusion meint zunächst einfach das Gegenteil von Ausschluss. Im Zusammenhang mit eingeschränkten Menschen bedeutet Inklusion, dass jeder Mensch ganz natürlich dazu gehört, unabhängig von seiner physischen und psychischen Verfassung.

In der von der Schweiz ratifizierten Konvention steht somit auch jedem eingeschränkten Menschen das gleiche Recht zu, ein selbstbestimmtes Leben zu führen und gleichberechtigt am gesellschaftlichen Leben teilnehmen zu können.

Laut Islam Alijaj, dem Mitinitiator der Initiative und Präsident des Vereins Tatkraft, geht es um echte Teilhabe, echten Respekt und echte Wahlmöglichkeiten. Der Vater zweier Kinder hat Zerebralparese und sitzt im Rollstuhl.

Start zur Unterschriftensammlung 2022

Als weitere Organisationen hinter der Initiative stehen der Blinden- und Sehbehindertenverband, der Dachverband der Behindertenorganisationen Schweiz Inclusion Handicap und der Verein «Mensch zuerst».

Die Stiftung für direkte Demokratie hat laut Komitee bereits zugesagt, die Unterschriftensammlung digital zu unterstützen. Die Initianten wollen im Herbst 2022 mit der Unterschriftensammlung beginnen.

SRF News, 15.09.2021, 12:30 Uhr;

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10 Kommentare

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  • Kommentar von Mirjam Hoss  (Snipsnapper)
    Behinderten-Organsiationen leben davon, ihrer Klientel Hoffnung zu machen; dadurch legitimieren sie ihre Existenz und sichern sich selbst Jobs, Prestige und Status.

    Was ich von Behinderten-Organisationen nie höre ist: "Ja, lieber Behinderter, Du BIST behindert. Daran ist nichts zu ändern. Wir helfen Dir aber, die notwendige Trauerarbeit zu leisten und loszulassen von unrealistischen Träumen."

    Stattdessen wird viel, viel heisse Luft verkauft.

    (Als Betroffene weiss ich, wovon ich rede.)
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  • Kommentar von Tasso Von Gültlingen  (Tvg565)
    Ich find es ist höchste Zeit für so eine Initiative und endlich kommt mal so ne initiative. Die Politik macht aus meiner Sicht fast nichts.
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  • Kommentar von Urs Barrer  (Barrer)
    Tolle Idee, aber welche Summe ist der Steuerzahler bereit dafür auszugeben?
    Für jeden Behinderten im Extremfall 2-3 Vollzeitstellen um eine 7/24 Betreuung und Inklusion sicherzustellen?
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    1. Antwort von marlene Zelger  (Marlene Zelger)
      Für alles mögliche und alle anderen Minderheiten gibt der Bund Millionen, ja Milliarden Franken aus.
      Da soll er auch für die Behinderten ein offenes Herz und einen offenen Geldbeutel bereithalten. ich werde, falls hoffentlich die Initiative zustande kommt, mit dickem Filzstift ein Ja auf den Stimmzettel schreiben.
    2. Antwort von Daniele Corciulo  (Danielec)
      Ich bin selber blind. Wenn man das Geld sinnvoll einsetzt, könnte man langfristig sogar Steuern sparen, weil behinderte Menschen selbständiger werden und ihren Beitrag ebenfalls leisten können. Ein Beispiel ist das erstellen von barrierefreier Software. So können blinde selbständig Dinge erledigen oder Arbeiten ausführen. Ich spreche hier beispielsweise von Support Tools bei den Telko-Anbieter. Manchmal muss man halt auch wollen und nicht nur Ausreden vorschieben.