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Bund unterstützt Projekt im Kampf gegen die Klimakrise
Aus HeuteMorgen vom 07.09.2021.
abspielen. Laufzeit 01:46 Minuten.
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Interaktive Landkarte Wie grün ist der Strom aus Ihrer Steckdose?

Mit einer Karte will der Bund für erneuerbare Energien sensibilisieren. Elektrizitätswerke fühlen sich unfair behandelt.

Die wenigsten Konsumentinnen und Konsumenten wissen, wie grün der Strom ist, der aus ihrer Steckdose kommt. Eine neue, interaktive Strom-Landschaftskarte soll nun darüber Auskunft geben. Der Bund hat das Projekt mitfinanziert, denn grüner Strom ist ein Element im Kampf gegen die Klimakrise.

Ein Blick auf die Karte zeigt: Die meisten Regionen sind bezüglich erneuerbarer Energien nur mittelmässig unterwegs und deshalb gelb eingefärbt. Vorherrschend ist klar Wasserstrom.

Stand der Solarenergie in der Schweiz

«Aber wenn wir bis 2035 sämtliche Kernkraftwerke ausschalten wollen, dann müssen wir in erster Linie die neuen erneuerbaren Energien ausbauen. Und das heisst vor allem Solarenergie», sagt Beatrice Jäggi von myNewEnergy, dem Stromvergleichsdienst, der die interaktive Karte entwickelt hat.

«Die Karte soll aufzeigen, wo dieser Wandel hin zu mehr Solar- und Windenergie bereits im Gange ist und wo noch an Tempo zugelegt werden muss», so Jäggi weiter.

Die Energieunternehmen bewerten die Stromlandschaft in der Schweiz hingegen anders. Die interaktive Karte sei zwar eine gute Idee, sagt Claudia Egli vom Verband Schweizerischer Elektrizitätsunternehmen VSE. Sie findet aber, dass die Karte die falschen Vektoren messe.

Kritik an Bewertung der Karte

«Die Karte bewertet den Ausbau von neuen erneuerbaren Energien als besser als die bestehenden wie zum Beispiel Wasserkraftanlagen. Aus unserer Sicht sollte man bei erneuerbaren Energien nicht nach Technologien unterscheiden, sondern das Total an erneuerbaren Energien aufzeigen.» Wasserkraft sei gleichwertig wie anderer grüner Strom, betont Claudia Egli vom VSE.

Dennoch könnte die Karte dazu beitragen, die Stromkonsumentinnen und -konsumenten dafür zu sensibilisieren, dass es bei den meisten Energieversorgern neben den Standardprodukten auch ökologischere Angebote gibt. Sensibilität genügt indes nicht. Es braucht den Entscheid zum Umstieg – und der geht oftmals einher mit etwas höheren Preisen.

SRF 4 News, 07.09.2021, 06:00 Uhr

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71 Kommentare

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  • Kommentar von Christina Marchand  (cmarchand)
    Ich bin froh, dass das Thema so intensiv diskutiert wird. Die meisten Leute wissen nicht genau, was bei ihnen aus der Steckdose kommt. Dabei ist Strom die wichtigste Energiequelle der Zukunft, die dringend weiter ausgebaut werden muss. Dafür müssen alle Produkte mehr vom neuen grünen Strom enthalten, um diesen auch zu fördern. Das ist nun mal Solarstrom, denn dieser hat das grösste Ausbaupotential. Ich hoffe, dass wir endlich voran kommen und nicht länger das Schlusslicht in Europa sind.
    1. Antwort von Erich Zoller  (Erich Zoller)
      Solange keine grossen Strom-Speichermöglichkeiten vorhanden sind, nützt der ganze Solarstrom nichts. Die Speicherseen der Schweiz. Kraftwerke sind noch viel zu wenig.
  • Kommentar von Hans-Peter Meier  (FromAnotherWorld)
    Die Karte ist ja ein völliger Witz. 100% Wasser nur Orange, aber sobald irgendwie 0.1% Solarstrom dabei ist, ist alles grün.
  • Kommentar von Sascha Ehring  (MountainmanSG)
    Unsere Gemeinde ist leider nicht dabei, aber eigentlich weiss doch eh jeder was er für Strom bezieht(Wir haben 100%Wasser) und jedes Jahr gibt es ein Büchlein mit alles Infos zur Herkunft und Projekten und Tarifen etc.