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Internationaler Frauentag Hunderte demonstrieren in mehreren Städten

  • Trotz Coronavirus haben Frauen in verschiedenen Schweizer Städten den internationalen Frauentag genutzt, um mehr Gleichstellung und weniger Diskriminierung zu fordern.
  • Im Gegensatz zu anderen Jahren dominierten kleinere Aktionen statt grosse Demonstrationen.
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Frauendemo in Zürich bereits am Samstag
Aus News-Clip vom 07.03.2020.
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Mehrere Hundert Frauen demonstrierten trotz bundesrätlichem Veranstaltungsverbot auf dem Zürcher Sechseläutenplatz für ihre Anliegen. Die Kundgebung war von verschiedenen feministischen Organisationen organisiert worden.

Der Anlass war von der Stadtpolizei Zürich zwar nicht bewilligt worden, wurde aber toleriert, wie ein Mediensprecher gegenüber der Nachrichtenagentur Keystone-SDA erklärte.

Bereits am Samstag demonstrierten Frauen in Zürich auf ihrem Marsch durch die Zürcher Innenstadt gegen Gewalt, Sexismus und die Abwertung ihrer Arbeit.

Auch in Bern fanden sich mehrere Hundert Personen zu einer Kundgebung für Frauenrechte ein. Die Polizei hielt sich auch hier im Hintergrund. Die Kundgebung auf dem Bundesplatz verlief friedlich und bunt.

Kleinere Aktionen statt grosser Demonstrationen

Vor dem Bundeshaus formierten sich die Kundgebungsteilnehmenden schliesslich zum Frauen- oder Venus-Symbol. Sie bekräftigten ihre Forderungen wie gleicher Lohn für gleiche Arbeit, mehr Zeit und Geld für Betreuungsarbeit oder Respekt statt Sexismus.

Aufgerufen zur Kundgebung hatte die Frauenstreik-Koordination Bern, jene Organisation, die im vergangenen Juni den grossen Frauenstreik in Bern orchestriert hatte. Die Kundgebung reihte sich in rund dreissig Veranstaltungen ein, die im Rahmen eines feministischen Aktionswochenendes in Bern an verschiedenen Orten stattfanden.

Im Kanton Waadt wurden aufgrund des Coronavirus' statt einer zentralen Demonstration in Lausanne dezentrale Demonstrationen in Renens, Morges, Yverdon, Vevey und Nyon durchgeführt. Am Lausanner Bahnhof kamen jedoch rund 800 Personen zu einem Flashmob zusammen.

Frauen an Flashmob
Legende: Rund 800 Frauen versammelten sich in Lausanne zu einem Flashmob. Keystone

In Genf fanden kleinere Aktionen statt. Hinter dem Bahnhof Cornavin versammelte sich beispielsweise eine Gruppe von Frauen und verlangte in einer Petition die Eröffnung eines Frauenhauses in der Stadt.

In Zug verkleideten Frauen des Frauenstreik-Kollektivs den Bannerträger Kolin auf dem Kolinbrunnen zur Gleichstellungsaktivistin Kolina. Mit der Aktion, männliche Status- und Identifikationssymbole umzudefinieren, wollten sie auf feministische Anliegen aufmerksam machen.

SGB: Themen bleiben aktuell

Die Forderungen des Frauenstreiks vom vergangenen Jahr hätten nichts von ihrer Aktualität eingebüsst, stellte der Schweizerische Gewerkschaftsbund (SGB) in einer Mitteilung fest. Frauen seien im Erwerbsleben immer noch konfrontiert mit Lohndiskriminierung und Sexismus, mit gläsernen Decken und prekären Arbeitsbedingungen.

Der SGB erinnerte daran, dass nach wie vor viele Frauen auf einen Teil ihres Erwerbseinkommens verzichteten, um sich unbezahlt um Kinder und Angehörige zu kümmern. Der Preis dafür seien Einkommen und Altersrenten, die keine Existenz sichern könnten.

Video
Weltweit demonstrieren die Frauen
Aus Tagesschau vom 08.03.2020.
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SRF 4 News 08.03.2020, 18 Uhr sda/hesa; cukj

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28 Kommentare

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  • Kommentar von Marlies Artho  (marlies artho)
    a.kunz warum man für eine Demo um Erlaubnis bitten muss.Da die Demos meistens nicht nur friedlich verlaufen,auch diesmal nicht von den friedlichen Frauen.Da Farbstoffanschläge ausgeübt wurden und agression von gewissen Frauen auch bemerkt wurde,da ist die Bewilligungsplicht sehr wichtig.Denn nur so zeigt sich auch,wer die Gesetze einhält,denn das Gesetz gelten doch für alle gleich.Ausserdem erwarte ich von intelligenten Frauen, dass Sie auch rücksichtsvoll sind, gegenüber allen Situationen.
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    1. Antwort von antigone kunz  (antigonekunz)
      Ich finde es eigentlich nur noch amusant, wie streng Frauen mit Frauen ins Gericht gehen, Frau Artho. Sei's darum. Die gleiche Strenge dann mal den Männern zumuten? Wär doch was ....?
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    2. Antwort von Marlies Artho  (marlies artho)
      a. kunz mittlerweile bin ich 51 Jahre mit dem gleichen Mann verheiratet.;-) Wir haben 3 Kinder die Erwachsen sind. Nun ich weiss, dass die heutigen Frauen nicht immer gleicher Meinung sind wie ich. Jedoch hat eine Beziehung immer mit Respekt und Anstand gegenseitig zu tun. Vielleicht gelingt dies einigen Frauen nicht mehr, da die Forderungen an die Männer gestiegen ist,vielleicht hat es mit Unzufriedenheit zu tun, weiss ich nicht.Wo ist das Selbstbewusstsein der Frauen, in der heutigen Zeit.
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    3. Antwort von Marlies Artho  (marlies artho)
      was ich hinzu fügen möchte, dass ich mit Frauen nicht ins Gericht gehe, sondern sie aufmerksam mache, dass gleiches mit gleichem zu vergelten nie gut ist. Spruch: (der gschieder git na, der Esel bliibt stah) Oft habe ich mich so durchringen können bei gewissen Unstimmigkeiten. Denn wenn ich nachgegeben habe, überlegt der Mann oft selber,ob er vielleicht doch etwas falsch gemacht hat. Auch ist oft eine Entschuldigung wirkungsvoll dem vis a vis gegenüber, um wieder Frieden zu schliessen.
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    4. Antwort von antigone kunz  (antigonekunz)
      Frau Artho, danke für Ihre 'Ergänzungen'. Mir fällt einfach auf, wie streng Frauen mit ihresgleichen sind. Das eine ist ja die persönliche Situation, das andere ist die politisch-soziale Dimension.
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    5. Antwort von Marlies Artho  (marlies artho)
      a. kunz die politisch sozialen Rechte haben sich heute schon um einiges verbessert.Dank auch den Frauen die sich wehrten, wie z. B . Frauenstimmrecht. Bei Scheidungen stelle ich oft fest,dass der Mann heute schlechter weg kommt,als Frauen.Besuchsrechte, Unterhaltszahlung an die Frau und Kinder,auch wenn der Mann unschuldig ist.Auch die Ausz. der BVG muss heute der Mann teilen, damals war dies noch nicht.Alleinerzieherinnen bekommen oft Sozialhilfe vom Staat usw. Verbesserungen bitte auch sehen.
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  • Kommentar von Peter Zuber  (Hä nuuh)
    An und für sich ist es peinlich das die Frauen noch nicht die gleichen Rechte UND PFLICHTEN wie die Männer haben. Das die demonstrierenden Frauen aber keine Mehrheit unter ihres Gleichen findet lässt auch aufhorchen.
    Vielleicht sind die Demonstrantinnen durch ihre Männerfeindliche, kreischend hyterische Art der schweigenden Mehrheit ihrer Artgenossinen ebenso peinlich und erhalten daher keine Unterstützung.
    Die Frauen wären ja schon selber die Mehrheit. Irgendwie merkwürdig so gesehen.
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  • Kommentar von Steven Hill  (LevelsHint)
    Super Demos! Ignoriert all die Nein-Sager, Unsere Unterstützung habt Ihr :)
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    1. Antwort von Franz Giger  (fjg)
      Wer sind "wir"?
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