Zum Inhalt springen

Header

Audio
Covid-Impftermine können zur Glückssache werden
Aus Espresso vom 15.01.2021.
abspielen. Laufzeit 05:11 Minuten.
Inhalt

IT-Probleme Mühsamer Hürdenlauf zum Impftermin für Hochrisikopatienten

Wegen des grossen Ansturms auf die Corona-Impfung brachen gewisse IT-Systeme zusammen. Nun gibt es Änderungen.

Sich online für eine Impfung anzumelden ist in gewissen Kantonen mit einem Run auf Konzerttickets vergleichbar: Man sitzt vor dem Computer, versucht sich einzuloggen, das Rädchen dreht und dreht und kurz bevor man den Vorgang abschliessen kann, stürzt die Seite ab. Termin: Fehlanzeige.

Stundenlang vor dem Computer

So erlebte es ein Hörer des SRF-Konsumentenmagazins «Espresso» aus dem Kanton Basel-Stadt. Nur ging es bei ihm eben nicht um ein Konzert, sondern um einen Termin für eine Corona-Impfung. «Erst beim dritten Versuch konnte ich erstmals freie Termine sehen. Vorher hatte ich es 45 Minuten vergeblich probiert. Dann hatte ich Glück und konnte einen Termin buchen», erzählt der Hörer.

Er ärgert sich jedoch über den Leerlauf, den derzeit tausende Über-75-Jährige für eine Corona-Impfung auf sich nehmen müssen. «Es wäre doch viel einfacher, die interessierten Über-75-Jährigen auf eine Warteliste zu setzen, statt sie stundenlang vor dem Computer sitzen zu lassen.» Dazu käme noch, dass viele in diesem Alter mit dem Computer nicht so gut umgehen können oder gar keinen Computer haben.

Kantonsapothekerin: «Nicht genug Impfstoff»

Eine Warteliste löse das Problem nicht, sagt die Basler Kantonsapothekerin Esther Ammann: «Die Personen auf der Liste müssten dann bis im Februar oder länger auf eine Impfung warten, das ist auch keine Lösung.» Grundsätzlich hätte es im Impfzentrum in der Messe Basel Kapazität für 2000 Impfungen pro Tag: «Leider aber haben wir derzeit nicht genügend Impfstoff, um so viele Impfungen durchzuführen.» Ammann bittet die Impfwilligen darum um Geduld.

Zürich passt Anmeldungs-Prozess an

Ebenfalls Probleme bei der Anmeldung zur Impfung gab es auch im Kanton Zürich. «Das Computersystem war völlig überlastet und stürzte ab», sagt Lina Lanz, Mediensprecherin der Zürcher Gesundheitsdirektion und entschuldigt sich für die Unannehmlichkeiten. «Wir haben den Anmeldeprozess nun angepasst. Interessierte Über-75-Jährige können sich nun registrieren und für einen Impftermin voranmelden. Sie werden dann kontaktiert und können einen Termin auswählen.»

Bern: Noch freie Termine

Ohne Probleme startete wiederum der Kanton Bern mit den Corona-Impfungen. Als letzter Kanton zwar erst diese Woche, dafür aber mit mehreren Impfzentren in den verschiedenen Teilen des Kantons. «Wir haben sogar noch einzelne freie Termine in den Impfzentren. Täglich kommen neue dazu», sagt Gundekar Giebel von der Berner Gesundheitsdirektion. Auch das IT-System habe tadellos funktioniert.

Die wichtigsten Informationen zum Coronavirus:

Die wichtigsten Informationen zum Coronavirus:

Lassen Sie sich impfen?

Personen-Box aufklappenPersonen-Box zuklappen

Seit wenigen Wochen wird in der Schweiz gegen Corona geimpft. Viele fragen sich, ob die Corona-Impfung ausreichend sicher und wirksam ist, und, ob sich am Ende genug Menschen werden impfen lassen, um die Ausbreitung des Virus tatsächlich zu bremsen.

Erzählen Sie uns: Werden Sie sich impfen lassen? Wenn ja, warum? Wenn nein, warum nicht? Und: Fühlen Sie sich gut genug aufgeklärt?

Senden Sie uns Ihre Gedanken per Textnachricht oder sehr gerne auch als Sprachnachricht an 079 878 6501. Wir wollen Ihre Gedanken für die Sendung «Kontext» auf SRF 2 Kultur verwenden.

Danke schon jetzt! Liebe Grüsse, SRF News und SRF Wissenschaftsredaktion

Espresso, 15.01.2021, 08:13 Uhr

Jederzeit top informiert!
Erhalten Sie alle News-Highlights direkt per Browser-Push und bleiben Sie immer auf dem Laufenden.

Meistgelesene Artikel

Nach links scrollen Nach rechts scrollen

14 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Heinz Hostettler  (Ich bin's)
    Kanton Bern: einfache Führung, Personalien angeben inkl Nummer auf KK-Kärtchen, Impfort wählen, dort wo noch Termine frei sind den Termin inkl Tageszeit anklicken. Das nächste Terminfenster öffnet für die 2. Impfung (+ 4 Wochen), wieder Termin wählen. Alles wird sofort mit SMS bestätigt. Dauer für die Eingabe max 3 Minuten. Am 12. Jan online reserviert, 5. Feb. erste Impfung.Aber wenig Termine frei.
  • Kommentar von Felix Raschle  (Der Unglückliche)
    Mein junger Freund ist Hochrisikopatient. Er hat Diabetes,Herzinsuffizienz und Bluthochdruck. Es hiess lapidar, für ihn sei es noch viel zu früh. Danke!
  • Kommentar von Thomas Spielmann  (spielmann-psy)
    Ich freue mich mit allen, die es geschafft haben, sich einen Impftermin zu ergattern. Hier im Kanton Aargau ist das der Supergau. Seit dem 4.1. 8.00 Uhr versuche ich jeden Morgen vergeblich, nur schon zu einem Terminvorschlag durchzukommen. Und, auch wenn dies das Vorstellungsvermögen eines jeden übersteigt: das Kantonsspital Aarau fordert Hochrisikopersonen über 75 Jahren dazu auf, mit dem ÖV zum Impftermin anzureisen, da Parkplätze nur beschränkt zur Verfügung stehen würden...