Zum Inhalt springen

Schweiz Junge Gemüsegärtner – dringend gesucht

Bei den Schweizer Gemüsegärtnern und Obstbauern bleibt auch dieses Jahr jede zweite Lehrstelle unbesetzt. Das Hauptproblem ist, dass die Berufe kaum bekannt sind.

Ein Mann pflückt Bohnen in einem Gemüsefeld.
Legende: Die Berufe Gemüsegärtner und Obstbauer sind in der Schweiz kaum bekannt. Keystone

Im Internet werben die Gemüsegärtner mit einem flotten Video , Link öffnet in einem neuen Fensterfür ihren Beruf. Diese Werbung ist auch dringend nötig, denn auf den Gemüsebetrieben bleibt auch dieses Jahr mehr als die Hälfte aller Lehrstellen unbesetzt.

Das Hauptproblem sei, der Beruf zu wenig bekannt sei, sagt Bruno Stucki vom Verband der Schweizer Gemüseproduzenten. Viele würden die Gemüsegärtner mit den Bauern in den gleichen Topf werfen: «Dass es den Beruf Gemüsegärtner gibt, wissen viele leider noch nicht.»

Eine weitere Erklärung für den Nachwuchsmangel sind die gestiegenen Anforderungen. Früher pflanzten viele Bauern nebenbei noch Gemüse an und hatten einige Obstbäume. Heute seien Obstbau und Gemüseproduktion aber Spezialistenberufe, die viel Knowhow verlangten.

Sowohl bei den Gemüsegärtnern als auch den Obstbauern hat man das Problem erkannt und reagiert. Die Verbände treten häufiger an Fachmessen auf und die Gemüsegärtner führten Anfang Monat im ganzen Land spezielle Schnuppertage durch – mit Erfolg.

«Die Rückmeldungen waren sehr positiv. Wir konnten rund 60 interessierte Jugendliche begrüssen, die einen Tag auf einem dieser Betriebe verbracht haben», sagt Bruno Stucki. Und bereits hätten einige Jugendliche neue Lehrverträge unterschrieben und sorgen so schon bald für frisches Gemüse auf unseren Tellern.

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push Mitteilungen.

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren.

3 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.