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«Save Food, Fight Waste»
Aus Rendez-vous vom 28.11.2019.
abspielen. Laufzeit 04:00 Minuten.
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Kampagne gegen Food Waste Mit «Food Ninjas» gegen Verschwendung

Rund ein Drittel aller essbarer Lebensmittel landet im Abfall. Eine breite Allianz hat nun eine Kampagne dagegen lanciert.

Jährlich werden in der Schweiz 2.8 Millionen Tonnen an Lebensmitteln von ihrem Weg vom Feld bis zum Teller weggeworfen, stellt die Stiftung Praktischer Umweltschutz (Pusch) in einer Mitteilung fest. Laut Berechnungen des Bundesamtes für Umwelt (Bafu) gehen allein pro Person und Jahr in Schweizer Haushalten rund 90 Kilogramm essbare Lebensmittel verloren.

Der sogenannte Food Waste belastet nicht nur das Portemonnaie, sondern schadet auch der Umwelt. Gemeinsam mit rund 70 Partnern, darunter der Schweizer Bauernverband, die Stiftung für Konsumentenschutz oder das Bafu, wird unter dem Titel «Save Food, Fight Waste» eine nationale Kampagne gegen die Lebensmittelverschwendung lanciert.

Ethisch verwerflich

In der Gastronomie und in Privathaushalten ist die Vermeidung von Food Waste dabei besonders wichtig. Je später in der Wertschöpfungskette Lebensmittel verloren gehen, desto höher ist nämlich die Umweltbelastung. Die Verschwendung von Lebensmitteln verschärfe ökologische, wirtschaftliche und soziale globale Herausforderungen und sei ethisch verwerflich, hiess es an der Medienkonferenz am Donnerstag.

Frau vor einem Gemüseregal
Legende: Die Konsumentinnen und Konsumenten stehen in der Pflicht: 38 Prozent des Food Wastes ist durch sie verursacht. Der Detailhandel versucht dem Problem mit kleineren Verpackungsgrössen und mehr Offenverkauf zu begegnen. Keystone

Sogenannte «Food Ninjas» sollen Konsumentinnen und Konsumenten zeigen, wie sie Lebensmittelabfälle wirksam vermeiden können. Auf der Webplattform zur Verfügung gestellt wird zudem Hintergrundwissen, etwa Orientierungshilfen zur Haltbarkeitsverlängerung oder Tipps für den Umgang mit Resten unterwegs.

Der wichtigste Tipp für die Vermeidung von Food Waste ist so simpel wie einleuchtend: Bewusst einkaufen. Auch auf die richtige Lagerung der Lebensmittel kommt es an, so gehören zum Beispiel Gemüse und Fleisch in die unteren Schubladen des Kühlschranks, in das oberste Regal kommen Käse oder Resten.

Die breit abgestützte Allianz ist überzeugt: Bei einem vergleichbaren Effort, wie die Schweizerinnen und Schweizer beim Recycling seit Jahren an den Tag legen, werde es die Schweiz auch schaffen, den Food Waste drastisch zu reduzieren.

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8 Kommentare

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  • Kommentar von Peter Schnider  (peters)
    Und wenn nicht alles, ständigs, zu jeder Zeit im Überfluss günstig zu kaufen ist, lernt dann auch der Konsument die Waren wieder besser zu schätzten, ergo, entsorgt nicht mehr so leichtfertig.
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  • Kommentar von Peter Schnider  (peters)
    Hoffe die Ninjas kommen auch bei den Grossverteilern vorbei und machen diesen klar, das es nicht zu jeder Zeit, an jedem Tag und bis Ladenschluss 20 Brotsorten, Bananen auf ganzer höhe präsentiert, offenen Hochseefisch, die ganze Palette an Frischfleisch....
    Die Liste liesse sich fast endlos erweitern. Zwingt endlich den Detailhandel, aussortierte und abgelaufene Ware gratis abzugeben, bestimmt werden dann die Gestelle auch nicht mehr einfach“weils schön aussieht“, ständigs komplett vollgefüllt
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  • Kommentar von christoph steiger  (christoph steiger)
    Ein unerschöpflicher Quell der Nahrungsmittelverschwendung ist der industriellen Nahrungsmittleproduktion mit ihrem unteriridischen Qualitätsniveau geschuldet. Tomaten die nach nichts schmecken weil sie auf Haltbarkeit/Transportierbarkeit gezüchtet werden, Pepperoni 100% geschmacksneutral uvm. Das ist Junkfood zum schmeissen, kein Vergleich zum Angebot auf dem Strassenmarkt. Eigentich sollte man als Konsument diese Erzeugnisse beanstanden und dem Grossverteiler retournieren.
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