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Mit keimfreien Bussen wollen die Basler-Verkehrsbetriebe die Fahrgäste zurückgewinnen.
Aus Regionaljournal Basel Baselland vom 29.03.2021.
abspielen. Laufzeit 03:53 Minuten.
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Kampf den Viren Basler Busse: Das Desinfektionsmittel kommt nun via Klimaanlage

Die Basler Verkehrs-Betriebe testen ein spezielles Desinfektionssystem. So will man die Fahrgäste zurückgewinnen.

Die Basler Verkehrs-Betriebe (BVB) wollen das Vertrauen ihrer Fahrgäste zurückgewinnen. Um das Image von Bus und Tram als Virenherd abzulegen, testen die BVB nun ein spezielles Desinfektionssystem. Dieses soll die Anzahl Keime deutlich reduzieren und so das Risiko, sich mit dem Coronavirus anzustecken, weiter senken, so die Hoffnung der BVB.

Mehrere Desinfektionsgeräte wurden im Deckenbereich eines Linienbusses installiert. Vom Gerät aus gelangt der Wirkstoff aus Wasserstoffperoxid in den Klimakanal des Busses, und der gesamte Innenraum des Fahrzeugs wird kontinuierlich desinfiziert. Neben Viren bekämpft das Desinfektionssystem auch Bakterien und Pilze.

Für Mensch und Tier ist der Wirkstoff bei diesen Mengen nach Angaben der Verkehrs-Betriebe unschädlich. Das vom französischen Hersteller Greenreso entwickelte System kommt bereits im Trambetrieb in Rouen (F) zum Einsatz.

Wir müssen das Vertrauen der Fahrgäste zurückgewinnen.
Autor: Bruno StehrenbergerDirektor BVB

«Die Sensibilität der Fahrgäste auf Viren und Bakterien hat seit der Pandemie stark zugenommen», sagt Bruno Stehrenberger, Direktor der Basler Verkehrs-Betriebe. Mit der Konsequenz, dass die Auslastung der Busse und Trams sich auf 66 Prozent im Vergleich zurzeit vor Corona belaufe. «Wir müssen das Vertrauen der Fahrgäste zurückgewinnen».

Doch das hat seinen Preis: Einen Bus mit dem Desinfektionssystem auszustatten, koste 4500 Franken, bei einer Tram würden sich die Kosten auf 7500 Franken belaufen. Vorläufig testen die BVB das System während drei Monaten in einem Linienbus.

Kantonslabor überprüft die Wirkung

Ob die Desinfektionsgeräte die Erwartungen erfüllen, soll die wissenschaftliche Begleitung des Testbetriebs durch das Basler Kantonslabor aufzeigen. Das Labor überprüft die keimreduzierende Wirkung des Systems aufgrund von Luft- und Oberflächenwischproben. Vorgesehen sind zudem Luftmessungen im Fahrgastraum.

Nach Abschluss des Testbetriebs werden die Daten ausgewertet und allenfalls Anpassungen angenommen. Danach soll nach Angaben der BVB ein zweiter Test mit einem Tram folgen. Erst danach werde entschieden, ob weitere Fahrzeuge mit dem aktiven Desinfektionssystem ausgerüstet werden.

Auch andere ÖV-Anbieter sind interessiert

Man stehe im engen Austausch mit dem Verband für öffentlichen Verkehr und insbesondere mit Bernmobil und den Zürcher Verkehrsbetrieben, sagt Stehrenberger. Testergebnisse würden der gesamten Branche zur Verfügung gestellt.

An den bisher gegen die Ausbreitung des Coronavirus getroffenen Massnahmen halten die BVB fest. So werden die Fahrzeuge weiterhin täglich gereinigt und Haltestangen und Griffe jeden Tag desinfiziert. Zudem werden an allen Haltestellen alle Türen geöffnet, was laut BVB einen sehr positiven Einfluss auf die Aerosole hat.

Regionaljournal Basel, 29.03.2021, 17.30 Uhr;

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25 Kommentare

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  • Kommentar von Fabrizio Gamp  (Fgamp)
    Von wegen Anticorona sinds Widersprüche sondergleichen. Bundesrat&Taskforce "empfehlen" weniger Mobilität gegen Ansteckung, ÖV-Betriebe wollen Gegenteil und verkünden es lauthals als Werbung. Ich hoffe Maskenpflicht gilt auch in solchen Bussen, sonst wirds aus physikalischer Sicht lächerlich. Wer zahlt Desinfektionsgeräte? Höhere Ticketpreise oder Subventionen vom Bund? Angemessen wäre Beurteilung von logisch denkender Taskforce. ÖV-Betriebs-CEO soll seine Boni geben für solche Spielereien...
    1. Antwort von Fabrizio Gamp  (Fgamp)
      Soll Test auch auf Coronavirus abgestimmt sein? Coronapartikel versprühen, am realistischsten in verhältnismäßig grossen Tröpfchen von laut sprechenden Infizierten? Noch vergleichen, ob Maske über sprechenden Mund nicht effizienter wirkt. Und natürlich die notwendige Dichte des Peroxids in Luft evaluieren. Effiziente gratis Methode hats in Zürcher uralten Trams: Alle Fenster sperangelweit geöffnet durchlüftet bestens, womit Mobilität garantiert ist und wegen Unannehmlichkeit passend reduziert...
  • Kommentar von Mike Steiner  (M. Steiner)
    Das wird ichts nützen, wenn gefühlt die Hälfte aller Busfahrer nicht einmal wissen, dass ihr Fahrzeug eine Lüftung/Klimaanlage hat...
  • Kommentar von Bobby Senn  (Hardcorehansi)
    das wetter lässt das fahrradfahren wieder zu, von daher hat öv für viele nur eine untergeordnete rolle! solange es im öv leute hat die keine maske oder sie nur ungenügend tragen können die öv's luft mit was auch immer versetzen, es bringt kein vertrauen zurück!