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Umstrittene Testpflicht für ungeimpftes Pflegepersonal
Aus Tagesschau vom 22.08.2021.
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Kampf gegen Coronavirus Testpflicht für ungeimpftes Pflegepersonal ist umstritten

Es gibt Pflegefachpersonen, die auf eine Impfung verzichten – und das ist ihr gutes Recht. Sollen sich diese Ungeimpften nun aber wöchentlich testen lassen? Der Bundesrat meint Ja – und fordert von den Kantonen eine Testpflicht für Gesundheitspersonal ohne Impfung. Aber erst eine Handvoll Kantone haben eine solche eingeführt.

Testpflicht in Zürcher Altersheim

In Zürcher Altersheimen herrscht Testpflicht für Ungeimpfte. Sogar einige Geimpfte machen mit: «Ich bin zwar zweimal geimpft, aber ich mache es zu meiner eigenen Sicherheit», sagt Sonja Moor, Assistentin der Geschäftsleitung im Pflegezentrum Embrach.

Der Aufwand, PCR-Tests durchzuführen, sei überschaubar, sagt Heimleiter André Müller: «Wir müssen einige Stunden investieren, aber die Sicherheit, das Virus nicht ins Heim zu tragen, ist uns das allemal wert.»

Die Kosten für diese Tests übernimmt der Bund. Und doch machen viele Heime in anderen Kantonen nicht mit.

Keine Testpflicht in St. Gallen

Etwa im St. Galler Rheintal. In einer Villa von 1918 ist das Altersheim Geserhus Rebstein eingerichtet. Von den 40 Pflegerinnen sind 18 nicht geimpft, weiss Heimleiter Laurent Déverin. Regelmässige Tests werden hier aktuell nicht angeboten.

«Weil es für ein kleineres Heim sehr schwierig ist; die Logistik einerseits, die Personalkapazität andererseits, und auch die Vorgaben sind für mich nicht sinnvoll», sagt Déverin. Das repetitive Testen müsste ausgeweitet werden auf das gesamte Personal. Eine Testpflicht nur für Pflegepersonal lehnt Déverin ab. «Die Pflegenden sind schon genug unter Druck. Einerseits danken wir permanent, andererseits wollen wir sie unter Druck setzen. Das stimmt für mich nicht.»

Doch angesichts der hohen Fallzahlen denkt die St. Galler Regierung derzeit über eine Testpflicht nach für Pflegepersonal ohne Impfung.

Tagesschau, 22.08.2021, 19:30 Uhr;

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36 Kommentare

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  • Kommentar von Michael Ogi  (Prof. Dr. lol.)
    Himmelheiland nochmal, die Intensivstationen in diversen Spitälern sind voll! Und wir diskutieren über Testpflichten?! Wir müssten jetzt eine Impfpflicht im Gesundheitswesen einführen! Look: Auf Twitter beklagen sich Intensivärzt*innen darüber, dass sie Frauen unter 40 an Beatmungsgeräte hängen müssen, der Kinderwunsch erlischt mit dem nahenden Tod. Ferienrückkehrer erfreuen sich ab ihrem letzten Helikopterflug von Spital A zu Spital B…
  • Kommentar von Monique Furrer  (Fumo)
    Auch hier seis zur Erinnerung gesagt; vor noch nicht allzu langer Zeit musste das Pflegepersonal auch mit positivem Test arbeiten, nur in der Freizeit war es unter Quarantäne gestellt! Nun wird es unter Druck gesetzt sich zu impfen, weil es sonst eine Gefahr darstellen würde, obwohl die allermeisten Heimbewohner inzwischen geimpft sind. Das entzieht sich jeglicher Logik, meiner zumindest!
    1. Antwort von Michael Ogi  (Prof. Dr. lol.)
      Tja, das Virus unterliegt einem gewissen Evolutionsdruck. Neue Varianten entstehen aufgrund hoher Inzidenzen (mehr Virus insgesamt im Umlauf = mehr Mutationen). Die Impfung schützt. Nicht zu 100%! Und der Schutz nimmt ab (siehe Daten aus Israel). Die Intensivstationen kommen bereits lokal an ihre Grenzen mit Ungeimpften. Das letzte was man jetzt noch brauchen kann, sind Pflegende, die sich selbst und ihre Kolleg*innen noch zusätzlich belasten. Und: Dumme Fehler muss man nicht wiederholen!
    2. Antwort von Dominic Müller  (Domi3)
      Wie man mit dem Pflegepersonal umgegangen ist, bevor der Impfstoff da war, ist tatsächlich nicht korrekt, da wäre meiner Meinung nach Wiedergutmachung durch den Staat nötig. Aber das mit einer Impfverweigerung zu kompensieren, ist der falsche Weg.
  • Kommentar von Maciek Luczynski  (Steine)
    Ich denke es ist wie bei anderen Berufsgruppen auch.
    All zu viele gehen zu sorglos mit dem Virus um.
    Bei Leuten mit vielen /verschiedenen direkten Kontakten ist es daher besonders wichtig, dass sie den Virus nicht aufnehmen/weiter geben.
    Und wenn sich dann Leute mit engen direktkontakt trotzdem weigern sich (wenigstens) testen zu lassen, dann sollen sie sich einen anderen Beruf suchen.
    Da würde ich (selbst bei Pflegepersonal) keine Kompromisse eingehen