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Brief falsch verstanden? Ärger wegen zu spät bezahlten Steuern im Corona-Jahr
Aus Regionaljournal Aargau Solothurn vom 27.11.2020.
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Kampf gegen das Coronavirus Das ist die Entwicklung im Kanton Aargau

Hier finden Sie die neusten Informationen zur Corona-Situation im Kanton Aargau.

Das ist aktuell

Ärger wegen zu spät bezahlten Steuern (27.11.2020): Wegen Corona verlangt der Kanton dieses Jahr keine Verzugszinsen auf zu spät bezahlten Steuern. Etliche Aargauer haben deshalb die provisorische Steuerrechnung Ende Oktober nicht bezahlt. Jetzt staunen sie, dass sie eine Mahnung erhalten und eine Mahngebühr von 35 Franken bezahlen sollen. Offenbar haben sie einen Begleitbrief des Kantons falsch verstanden. Wer seine Steuern erst Ende Jahr zahlen will, muss zwar keine Verzugszinsen zahlen, hätte aber trotzdem ein Gesuch einreichen müssen.

1500 Mahnungen mehr als letztes Jahr seien verschickt worden, bestätigt das Aargauer Steueramt auf Anfrage von SRF. Das Amt ist der Ansicht, dass der Begleitbrief verständlich war. Trotzdem schlägt es der Regierung jetzt vor, dass der Kanton aus Kulanz auf die Mahngebühren verzichten soll. Bei insgesamt 41'600 Mahnungen würde das fast 1.5 Millionen Mindereinnahmen für Kanton und Gemeinden bedeuten.

Angespannte Lage im Aargau und 11 Prozent mehr Fälle (27.11.2020): Im Vergleich zur Vorwoche sind es 11 Prozent mehr laborbestätigte Corona-Fälle (total 2284); auch im 7-Tages-Schnitt sind es 11 Prozent mehr. «Die aktuelle Lage ist weiterhin angespannt. Der weitere Verlauf der Fallzahlentwicklung sowie der Hospitalisationen muss genau beobachtet werden», meldet der Kanton Aargau am Freitag. «Die Todesfallrate ist seit vier Wochen deutlich erhöht, steigende Tendenz. Bisher mussten aus verschiedenen Gründen insgesamt sechs ausserkantonale Hospitalisationen vorgenommen werden», heisst es im aktuellen Bulletin des Kantons weiter.

Twerenbold-Gruppe setzt auf das nächste Jahr (23.11.2020): Die Reisebranche ist stark von den Auswirkungen der Corona-Pandemie betroffen. Auch das Badener Reise- und Transportunternehmen Twerenbold spürt die Folgen. Eigentlich waren grosse Feierlichkeiten zum 125. Geburtstag geplant, nun musste die Firma mit rund 700 Angestellten aber sogar einige Mitarbeitende entlassen – zum ersten Mal in der Firmengeschichte. Man stecke aktuell in der grössten Krise seit dem Zweiten Weltkrieg, so Firmenchef Karim Twerenbold.

In anderen Jahren verreisen über 100'000 Personen mit Twerenbold in die Ferien. Die meisten der Busreisen, Velowochen oder Flusskreuzfahrten konnten nun aber nicht stattfinden. Zum Glück habe es im Juni und Juli eine kurze Saison gegeben, so Twerenbold. Er setzt nun auf das nächste Jahr. Optimistisch stimmen ihn die leicht sinkenden Fallzahlen, Meldungen zu potenziellen Impfstoffen und die Hoffnung, dass die Gesellschaft einen Umgang findet mit dem Virus. Das Interesse an Ferien sei nämlich ungebrochen.

Aargauer Beizen sollen Heizpilze im Freien einsetzen dürfen (19.11.2020): Mit dieser Massnahme will der Regierungsrat die von der Corona-Pandemie betroffene Gastronomiebranche im Winter 2020/21 unterstützen. Mit einer Sonderverordnung sollen diese mobilen Heizungen auch dann erlaubt werden, wenn sie nicht mit erneuerbarer Energie oder Abwärme betrieben werden.

Ausserdem gibt es für die Gastronomie Erleichterungen, wenn sie Sitzplätze in Festzelten schaffen möchte. Der Kanton verzichtet für die Dauer der Corona-Pandemie auf Baugesuche, wenn die baupolizeilichen Vorschriften eingehalten werden und die Verkehrssicherheit nicht beeinträchtigt wird.

Samichlaus an vielen Orten abgesagt (16.11.2020): Kinder müssen wegen der Corona-Pandemie derzeit auf vieles verzichten. So wurde etwa der Räbeliechtli-Umzug vielerorts abgesagt. Nun zeigt sich: In den meisten Gemeinden wird es auch keinen Samichlaus-Besuch geben. Man habe sich schweren Herzens dazu entschieden, heisst es zum Beispiel bei der grösseren Samichlausgesellschaft Wohlen auf Anfrage. Als kleiner Trost schickt der Samichlaus in Wohlen den Kindern jedoch eine Videobotschaft. In anderen Gemeinden geht der Samichlaus zwar zu den Kindern, trifft sie aber nur draussen vor der Haustüre.

Das gilt

Im Kanton Aargau gelten die aktuellsten vom Bundesrat angeordneten Bestimmungen.

In folgenden Punkten geht der Aargau weiter als der Bund: An den Volksschulen gilt eine Maskenpflicht für Erwachsene, an allen Oberstufenschulen und auf der Sekundarstufe II (Mittelschulen, z.B. Kanti, Berufsfachschulen) gilt eine generelle Maskenpflicht, auch für Kinder ab 12 Jahren. An der Oberstufe werden die Masken von den Schulen kostenlos zur Verfügung gestellt.

Die zuvor geltenden Verschärfungen (z.B. Beschränkung auf 50 Personen und Maskentragpflicht in Bars, auch bei Konsumation im Sitzen) wurden aufgehoben.

SRF 1, Regionaljournal Aargau Solothurn, 27.11.2020, 17:30 Uhr;

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