Zum Inhalt springen

Header

Audio
Johannes Martz, Leiter Contact Tracing Kanton Bern: «Die Fallzahlen haben das System überfordert»
Aus Regionaljournal Bern Freiburg Wallis vom 04.11.2020.
abspielen. Laufzeit 10:12 Minuten.
Inhalt

Kampf gegen das Coronavirus Das ist die Entwicklung im Kanton Bern

Hier finden Sie die neusten Informationen zur Corona-Situation im Kanton Bern.

Das ist aktuell

Kanton Bern verlängert Corona-Massnahmen, 19.11.20: Im Kanton Bern bleiben öffentlich zugängliche Einrichtungen wie etwa Kinos, Theater, Konzertsäle, Hallenbäder oder Fitnesscenter bis am 7. Dezember geschlossen. Das hat der Regierungsrat bekannt gegeben. Er hat die die Corona-Massnahmen, welche vorerst bis am 23. November galten, verlängert.

Der Regierungsrat hoffe, dass er in zwei bis drei Wochen «Lockerungen in Richtung der Bundesmassnahmen» beschliessen zu könne.

Mangel an Pflegepersonal, 17.11.20:Den Heimen und Spitälern des Kantons Bern fehlt das Personal. Viele Mitarbeitende befinden sich laut einer Mitteilung des Kantons in Isolation oder Quarantäne. Die Situation spitzt sich zu. Man sei dringend auf zusätzliches Personal angewiesen, heisst es.

Insgesamt sind aktuell im Kanton rund 61 der knapp 300 Heime betroffen. 560 Heimbewohnerinnen und -bewohner sind mit dem Corona-Virus infiziert oder es besteht der Verdacht auf eine Ansteckung. 455 von insgesamt 13'000 Personen aus dem Pflegebereich fallen derzeit aus – teilweise ist die Hälfte des Personals eines Heimes nicht arbeitsfähig, da in Quarantäne. Auch die Spitäler des Kantons Bern haben Personalausfall zu beklagen: Im Moment befinden sich rund 200 Mitarbeitende in Isolation oder Quarantäne.

Der Kanton Bern bittet Personen mit einer Ausbildung oder Erfahrung in den Pflege- und Gesundheitsberufen, die heute nicht mehr im Beruf tätig sind, in den Heimen und Spitälern für beschränkte Zeit auszuhelfen. Er hat dafür eine Stellenvermittlungsplattform eingerichtet.

Rüsten für die Zukunft, 17.11.20: Die Spitäler sind aufgefordert, sich auf die Phase «Orange» vorzubereiten. In dieser Phase werden die Aufgaben der Spitäler neu geordnet, heisst es in einer Mitteilung des Kantons Bern. Die Verfügbarkeit von Normal- und Intensivbetten wird weiter erhöht. Damit diese Kapazitäten frei werden, müssen alle planbaren Eingriffe verschoben werden, wenn dies medizinisch vertretbar ist. Dadurch werden Bettenkapazitäten, Personalressourcen und die Verfügbarkeit von Material erhöht.

Weiter hat der Kanton Bern das Contact-Tracing-Team aufgerüstet. Dadurch ist es seit dieser Woche wieder möglich, alle Isolationspersonen sehr zeitnah telefonisch zu erreichen.

Stadtberner Weihnachtsmärkte finden statt – ohne Glühwein, 11.11.20: Die Weihnachtsmärkte auf dem Waisenhausplatz und dem Münsterplatz in der Stadt Bern finden statt. Essens- und Getränkestände sind jedoch nicht erlaubt, meldet die Stadtregierung. Es gibt also keinen Glühwein.

Bereits vor einigen Wochen abgesagt wurde der stimmungsvolle Sternenmarkt auf der Kleinen Schanze.

Kanton will mehr Geld für Härtefälle und neue Covid-Kredite, 11.11.20: Die Berner Kantonsregierung will die vorgesehene Härtefallregelung des Bundes in dieser Form nicht unterstützen. Der Bundesrat soll für Covid-Härtefälle in der Wirtschaft schweizweit statt 200 Millionen, mindestens eine Milliarde Franken bereitstellen. Bis Unternehmen jedoch von dieser Hilfe profitieren könnten, dauere es zu lange, so der Regierungsrat. Er fordert vom Bundesrat zudem, die Covid-19-Kredite zu reaktivieren.

Regierung richtet sich mit Video-Botschaft an Bevölkerung, 08.11.20: Zwar sei der Anstieg der Corona-Fällen in den letzten Tagen leicht abgeflacht. Doch die Zahlen blieben «besorgniserregend hoch.» In einer Videobotschaft rufen deshalb Regierungspräsident Alain Schnegg (SVP) und seine Vizepräsidentin Beatrice Simon (BDP) die Bevölkerung dazu auf, sich an die Massnahmen zu halten und die Kontakte auf ein Minimum zu beschränken. Die Regierung sei überzeugt, dass die exponentielle Ausbreitung so gestoppt werden könne.

Bis spätestens am 20. November will die Regierung entscheiden, ob die befristeten Einschränkungen gelockert, beibehalten oder sogar verschärft werden müssten.

An Beerdigungen wieder 50 Personen erlaubt, 06.11.20: Ab sofort dürfen an Beerdigungen wieder bis zu 50 Personen teilnehmen. Das hat die bernische Kantonsregierung am Freitag beschlossen. Die Zahl der Trauergäste sei versehentlich auf maximal 15 Personen beschränkt worden. Nun habe man dies angepasst, meldet der Kanton Bern.

Kein temporäres Kundgebungsverbot, 04.11.20: Der bernische Sicherheitsdirektor Philippe Müller (FDP) hatte beantragt, politische und zivilgesellschaftliche Kundgebungen mit mehr als 15 Personen momentan zu verbieten. Damit drang Müller aber nicht durch, wie aus einer Mitteilung des Regierungsrats hervorgeht.

Die Regierung richtet sich jedoch mit einem dringenden Appell an die Bevölkerung, angesichts der epidemiologischen Lage auf Demonstrationen zu verzichten.

Das gilt

Im Kanton gelten die vom Bundesrat angeordneten Bestimmungen.

Der Kanton Bern ist gegenüber den Bestimmungen des Bundesrates strenger bei der Maskentragpflicht. In Berner Schulen müssen Schülerinnen und Schüler bereits ab der Oberstufe der Volksschule Masken tragen. Und es gilt eine Maskentragpflicht auch unter den Lauben der Berner Innenstadt.

Auch bei der Begrenzung von Veranstaltungen geht der Kanton Bern weiter als der Bund. Im Kanton Bern dürfen Veranstaltungen nur mit maximal 15 Besucherinnen und Besuchern durchgeführt werden. An Beerdigungen jedoch dürfen bis zu 50 Personen teilnehmen, so wie die Maximalzahl des Bundes für alle Veranstaltungen vorsieht.

Weiter bleiben im Kanton Bern öffentlich zugängliche Einrichtungen wie etwa Kinos, Theater, Konzertsäle, Hallenbäder oder Fitnesscenter bis am 23. November geschlossen. In Fitnesscentern bleiben geleitete Trainings mit bis zu 15 Personen erlaubt.

Auch bei den Kontaktsportarten wie zum Beispiel Fussball geht der Kanton Bern weiter als der Bund. Diese Sportarten sind in Bern auch für Kinder unter 16 Jahren verboten.

SRF 4, 29.10.2020, 10:00 Uhr;

Jederzeit top informiert!
Erhalten Sie alle News-Highlights direkt per Browser-Push und bleiben Sie immer auf dem Laufenden.

Meistgelesene Artikel

Nach links scrollen Nach rechts scrollen

5 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Valerio Valerio  (Valerio)
    strickte ausgangssperre und lock down. wäre das einzige richtige. aber man wartet lieber noch ein bisschen ab in der Schweiz. Biss die Lage völlig ausser Kontrolle geriet.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von PETER F. RITTER  (SKIFF)
    Gottesdienste kannst Du jede Menge am Fernsehn geniessen. Und was den Fitnessclub anbetrifft : Ich kenne Deine Figur nicht und weiss auch nicht ob der Club etwas nützt aber eine Pause ist momentan effektiv lebenserhaltender als 100 gr Fett oder 1 cm Muskelumfang mehr. Im Moment muss das Gehirn eingeschaltet bleiben auch wenn's zu Lasten des Hedonismus geht.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Michael Mehltretter  (Meichel M)
    Die Hospitalisierungen scheinen in eingigen Kantonen zu sinken.
    Somit zeigen die Massnahmen vor einer Woche schon ihre Wirkung.
    Die verschärften Massnahmen von diesem Mittwoch sind also schon obsolote und schiessen über das Ziel hinaus. Schaden nur dem Gewerbe und Ristorationen.
    Manchmal braucht es einen kühlen Kopf und etwas Geduld.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen